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Produkte von Conterno, Aldo

Aldo Conterno – Piemonts herausragende Barolos auf Bioniveau 

Das Weingut, das den Namen seines Gründers Aldo Conterno trägt, zählt mittlerweile zu den besten Produzenten piemontesischer Weine, allen voran den berühmten Barolos. Das war nicht immer so, denn das Weingut hat seine Tiefen und Höhen erlebt. Doch eine solche Entwicklung muss nicht gegen das Weingut sprechen. Wer sich auf die Barolos aus dem Weinkeller Aldo Conterno – nicht zu verwechseln mit dem anderen, von Roberto geführten „Conterno“– einlässt, wird mit hochqualitativem Wein und besten Gaumenerlebnis belohnt. Das Weingut liegt in dem winzigen Ort Bussia Soprana in der Nähe von Monforte d‘Alba. Die Kenner der Materie werden an dieser Stelle zurecht aufhorchen und wissen, dass die Bussia-Lage zu den besten gehört, die die Gegend zu bieten hat. 

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Aldo Conterno – Piemonts herausragende Barolos auf Bioniveau 

Das Weingut, das den Namen seines Gründers Aldo Conterno trägt, zählt mittlerweile zu den besten Produzenten piemontesischer Weine, allen voran den berühmten Barolos. Das war nicht immer so, denn das Weingut hat seine Tiefen und Höhen erlebt. Doch eine solche Entwicklung muss nicht gegen das Weingut sprechen. Wer sich auf die Barolos aus dem Weinkeller Aldo Conterno – nicht zu verwechseln mit dem anderen, von Roberto geführten „Conterno“– einlässt, wird mit hochqualitativem Wein und besten Gaumenerlebnis belohnt. Das Weingut liegt in dem winzigen Ort Bussia Soprana in der Nähe von Monforte d‘Alba. Die Kenner der Materie werden an dieser Stelle zurecht aufhorchen und wissen, dass die Bussia-Lage zu den besten gehört, die die Gegend zu bieten hat. 

Der Gründer, Aldo Conterno, kam aus einer Weinfamilie, der Umgang mit Reben ist ihm quasi in die Wiege gelegt, und das bewies er, indem er traditionelles Arbeiten mit modernem Wissen verband. Die Naturnähe beim Weinanbau lag ihm am Herzen und wurde konsequent von seinen Söhnen, die seit 10 Jahren den Weinbetrieb führen, ausgebaut. Heutzutage arbeitet das Weingut vollständig biodynamisch und hat sich auf die Fahnen geschrieben, rigorose Traubenauslese und Ertragsreduzierung zu betreiben. Damit liegt es goldrichtig, was die vielen Auszeichnungen von namenhaften Weinkritikern beweisen. Da fallen auch schon locker 98 Punkte für einen Aldo Conterno Barolo Bricco Bussia Vigna „Colonnello“ (2015) ab, die ihm James Suckling gibt. 

Rigoros beste Lagen & beste Weinproduktion: biologische Qualität des Weinguts Aldo Conterno

Aldo Conterno ist nach Jahren des Ausprobierens nun ein Vorzeigeweingut geworden, das verstanden hat, worum es beim Qualitätsweinen und ganz speziell bei den Vorzeigewein aus dem Piemont ankommt. Beste Lage, beste Arbeit im Weinberg, bester (und das heißt biologischer) Umgang mit den Gewächsen und viel viel Geduld – das sind in Kürze die wichtigsten Ingredienzien seines Erfolgsrezepts. Neben den Nebbiolo-Varietäten (Michet und Lampia) für den berühmten Barolo werden hier Varietäten wie Freisa, Cabernet Sauvignon, Merlot, Chardonnay und Barbera angebaut.

Aldo Conterno hat mit Bussia eine der allerbesten Lagen für Niebbiolo im Monfortes-Gebiet. Seine Cru-Lagen sind Colonnello, Cicala, Granussia und Romirasco. Sie liegen circa 350 bis 400 m.ü.M. und sind vorwiegend nach Süden und Südwesten ausgerichtet. Kalkmergel wechselt sich ab mit Bodenablagerungen von Sand und Lehm, so dass das Terroir sowohl gute Durchlüftung als auch ausreichende Befeuchtung den hier wachsenden Reben bietet. Gleichzeitig sind die teilweise sehr unterschiedlich ausfallenden Gemengelagen in der Bodenbeschaffenheit mit unterschiedlichen Vorkommen an Eisen, Magnesium oder Mangan Garant für die Vielfalt in den Geschmacksrichtungen der Trauben.

Geerntet wird bei Aldo Conterno ausschließlich per Hand, wobei das Lesegut in mehreren Durchgängen penibel selektiert und anschließend vollständig entrappt – bei Granbussia- und Romirasco-Trauben händisch – wird. Die Trauben gären dann auf natürlicher Hefe fünf, bei Granbussia und Romirasco acht Wochen lang und werden anschließend in Stahltanks bei Barbera, dem einfachen Nebbiolo und dem Dolcetto, in Barriques bei dem weiße Bussiador. Die Barolos reifen traditionell in großen slawonischen Eichenfässern von 2,5 Hektoliter, die zwischen zwei und sieben Jahren alt sind. Die Barolos des Hauses Aldo Conterno altern im Durchschnitt zweieinhalb bis drei Jahre werden danach entsprechend der Familientradition weder geklärt noch gefiltert.

Aldo Conterno produziert mittlerweile vollständig biodynamisch, wenn auch nicht staatlich zertifiziert, und extrem ertragsreduziert, was zu einer enormen Aufwertung der Traubenqualität führt. Heutzutage werden auf 25 Hektar Weinland des Weinguts nur 80.000 Flaschen aller Weine pro Jahr produziert, das sind im Durchschnitt 25 Hektoliter pro Hektar. Auf den Lagen Bussiador, Colonnello, Cicala, Granussia und Romirasco liegt die Ertragsmenge sogar bei 15 Hektoliter pro Hektar. Im Klartext ist es kaum ein Kilo Trauben pro Rebstock.

Zu Qualitätssteigerung führen auch die sogenannten grünen und pinken Ernten, die im Juni, Juli, August stattfinden und weit vor der üblichen Ernte im September anderer Weinbetriebe liegen. Davon profitiert die spätere Balance zwischen Tanninen und Säure, die die frühen (grünen) Ernten auch in sehr warmen Weinjahren garantieren können.

Diese Qualitätssicherung können höchstens noch acht oder neun Weinhersteller der gesamten Region mithalten. Die Söhne des Gründers – Franco, Giacomo (Verwechslungsgefahr, s.u.) und Stefano –, die das Weingut seit 2012 allein führen, haben sich ganz im Sinne ihres weitsichtigen Vaters dazu entschieden, die Qualität ihrer Produkte in die Höhe zu treiben und die entsprechend kleine Nische der piemontesischen Weinherstellung zu besetzten. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass auch Aldo Conterno in den 1990er Jahren nicht dem allgemeinen Trend widerstehen konnte, und die Erträge auf 300.000 Flaschen pro Jahr steigerte. Dass Quantität nicht mit dem gesteckten Zeil der höchsten Qualität einhergehen kann, das lernten die Gebrüder schnell. Auch aus den Fehlern in den Vinifizierungen und den Kritiken, die ihren Weinen mal zu hohe Säure, mal zu starke Extrahierung oder auch zu schnelles Reifen auf der Flasche vorhielten, haben die Aldo-Nachkommen gut gelernt, denn mit Negativkritiken ist schon lange Schluss. Viele Auszeichnungen und positive Weinbesprechungen geben dem Dreiergespann recht, denn die Weine aus dem Hause „Aldo Conterno“ waren noch nie so gut wie jetzt.

Achtung! Verwechselungspotential: Die Geschichte der zwei „Conterno“-Weingüter

Wer bloß nach dem Namen Conterno unter den piemontesischen Winzern und ihren Weingütern sucht, der findet sich sicherlich etwas verwirrt und mit fünf Conternos konfrontiert. Nur zwei von ihnen sind herausragende Barolo-Hersteller – beide sind bzw. waren Brüder: Aldo und Giacomo (der nicht mit dem Sohn Aldos verwechselt werden sollte) Conterno, die 1969 aufgrund zu unterschiedlicher Weinphilosophien und Interessen getrennte Wege gingen. Beide haben je auf ihre Weise die besten Barolos von Piemont gekeltert.

Die Geschichte des Weingut der Conterno-Brüder beginnt im 19. Jahrhundert mit einer Auswanderung der Familie nach Argentinien – eine kurze und nicht erfolgreich verlaufende Mission. Es war Giovanni Conterno, der seine Familie auf das Weingut seines Vaters Giuseppe in Monforte d'Alba aus Südamerika zurückbrachte und dort seine Kariere als Winzer startete. Mit seinen Weinen konnten er auf dem italienischen Markt schnell Fuß fassen und begann mit Unterstützung von Verwandten seine Fassweine auch nach Südamerika zu exportieren. Die gute Resonanz brachte Giovanni Conterno dazu, einen Jahrgangswein herzustellen, der langlebig und von besonderer Qualität war. So entstand 1920 der erste Barolo Riserva des Hauses Conterno.

Zehn Jahre später war es an der Zeit, die Leitung des Weinguts an den Sohn Giacomo zu übergeben, der die Barolos seines Vaters verfeinerte und sich besonders darum bemühte, die Conterno-Weine zu einer Eigenmarke zu entwickeln. Schon früh ließ er seine Söhne Giovanni und Aldo in den Weinbetrieb mithelfen. 1950 entschied sich der jüngere Sohn Aldo seine Ausbildung in Kalifornien bei seinem weinanbauenden Onkel fortzusetzen, wo er insgesamt fünf Jahre tätig war. Wahrscheinlich wäre er auch dort geblieben, wenn nicht gewisse familiäre Gründe ihn zur Rückkehr auf das väterliche Weingut gezwungen hätten. Wenige Jahre später, 1961, übergab Giacomo Conterno das Weingut an seine beiden Söhne, die bis 1969 den Weinbetrieb gemeinsam bewirtschafteten. Zwistigkeiten mit der Familie seines älteren Bruders, die offensichtlich nicht mit Aldos Rückkehr rechnete, aber auch Aldos Aufenthalt in Nordamerika haben in ihm den Wunsch nach einem eigenen Weingut geweckt. Im Jahr 1969 war es dann soweit, und die Wege der beiden Brüder trennten sich als Aldo das Weingut „Favot“ aufkaufte, das er in „Poderi Aldo Conterno“ umbenannte, während sein älterer Bruder das Familienweingut weiterführte.

Giovanni Conterno verstarb im Jahr 2004, sein Weingut wird von seinem Sohn Roberto Conterno weitergeführt. Es hält mit dem gesuchten „Monfortino Riserva“ die Spitze der gefragtesten Barolo-Weine überhaupt. Der jüngere Bruder Aldo Conterno verstarb 2012 und hinterließ seinen drei Söhnen Franco, Giacomo und Stefano den Weinbetrieb. Sie begannen das nach ihrem Vater benannte Weingut mit einigen Neuerungen zum Wohle der Qualitätsmaximierung zu führen und haben schnell aus den Fehlern der letzten 20 Jahre gelernt. Von internationalen Weinkritikern prämierte Weine geben ihnen Recht, worauf die Nachkommen Aldo Conterno zurecht sehr stolz sind.

Portfolio des Weinguts Aldo Conterno

Die Weinpalette des Weinguts besteht aktuell aus neun Weinen. Dazu gehören fünf Barolo-Weine – Grandbussia Riserva Bussia DOCG, Romirasco Bussia DOCG, Cicala Bussia DOCG, Colonnello Bussia DOCG und Barolo Bussia DOCG. Sie bilden die Spitze im Portfolio, gefolgt von Il Favolt Langhe Nebbiolo DOC, Conca Tre Pile Barbera d‘Alba DOC, einem Langhe DOC sowie dem Bussiador Chardonnay Langhe BDOC.

Das Flaggschiff des Weinguts ist zweifelsohne der Barolo Granbussia Riserva, der aus dem Herzen des Barolo-Anbaugebiets stammt. Die Conterno-Brüder sehen in diesem Wein die Essenz eines Barolos aus den Brussia-Hügeln, den Cru-Lagen Romirasco, Cicala und Colonnello. Als Grund für die besondere Qualität des Granbussia geben die Winzer nicht zuletzt das langsame Reifen der Trauben von 45 Jahre alten Reben in den „Falten“ dieser mikroklimatischer Hügellandschaft, die auf den Punkt genau geerntet werden. Der feste Sandboden mit seinem kalkhaltigen Mergel verleiht den Trauben die besondere Würze. Doch es bedarf noch einiger anderer Komponenten, um einen so herausragenden Barolo zu machen. Daher reift der Granbussia-Wein zwischen 30 Monaten und drei Jahren in Eichenfässern und altert weitere sechs Jahre in der Flasche. So entsteht ein fruchtiger Barolo mit enormen Entfaltungspotential.

Der Barolo Bussia DOCG ist hingegen der Eingangswein des Hauses. Die Trauben kommen von Reben, die bereits 25 Jahre alt sind. Der Wein ist im jungen Stadium trinkbar, dabei wirkt er geradezu leicht und frisch und das trotz seiner dreijähriger Alterungszeit. Hier überwiegen Noten von frischem Obst und Trüffeln, versetzt mit interessanten Jod-Nuancen. Der Jahrgang 2013 profitiert vom kühleren Sommer und gibt dem Wein eine besondere Spannkraft, sodass er sogar bessere Cru-Barolos aus weniger interessanten Weinjahren überflügelt.

Hervorzuheben ist auch der Barolo Romirasco, dessen Trauben von 55 Jahre alten Reben – den ältesten des Weinguts – kommen. Sie wachsen auf der höchstgelegenen Parzelle der Bussia-Lage, die sich gleichzeitig auch durch ihren höchsten Lehm- und darin Magnesiumgehalt auszeichnet. Der Romirasco-Barolo ist alles andere als ein „schneller“ Barolo. Er braucht viel Zeit und fordert von Ihnen entsprechend viel Geduld. Aber es lässt sich schon jetzt erahnen, was hier zu Vervollkommnung gelangen wird: hervorragend eingebundene Tannine, dichter und fein texturierter Körper, harmonisch abgerundet am Gaumen und mit mineralischen Noten versetzt. Bei diesem Wein ist die Erwartungshaltung groß.

Wer jedoch „auf die Schnelle“ einen Barolo trinken möchte, der gleichzeitig einem ausgereiften Barolo (möglicherweise) am nächsten kommt, der kann zum Barolo Cicala greifen. Dieser granatrote Wein, dessen Trauben auf einem kalksteinhaltigen Boden reif wurden, hat bereits die typischen ausgereiften Aromen nach Trockenfrüchten, Backpflaume und Süßlakritze, gleichzeitig zeigt er aber noch recht robuste Tannine, die ein paar Jahre brauchen, um den Wein richtig samtig zu machen. Dennoch, der Cicala des Weinguts Aldo Conterno gehört sicherlich zu den trinkbarsten jungen Barolos überhaupt. Das liegt möglicherweise auch daran, dass die Cru-Lage Cicala zu den wärmsten Parzellen in Bussia gehört.

 

Poderi Aldo Conterno

Gründungsjahr: 1969
Eigentümer: Franco, Giacomo und Stefano Conterno (Gebrüder)
Jahresproduktion: ca. 80.000 Flaschen
Rebfläche: 26 Hektar im biodynamischen, nicht zertifizierten Anbau 
Kontakt: Poderi Aldo Conterno
Loc. Bussia, 48
12065 Monforte d‘Alba, Italien

Tel. +39 (0)173 78150
Fax: +39 (0)173 787240

Internetpräsenz: www.poderialdoconterno.com

Notabene: Das Weingut kann ausschließlich nach telefonischer Anmeldung besichtigt und die Weine degustiert werden. Die Aldo-Conterno-Weinkellerei beteiligt sich mit dem Wein „Il Favot“ an der Aktion „Wine For Life“ in Afrika, einer Initiative der christlichen Vereinigung „Comunità di Sant'Egidio“. Der Aufkleber oder Stempel „Wine For Life“ wird von den Winzern zu einem bestimmten Festpreis gekauft und auf ihre Flaschen angebracht. Von dem Erlös von 100 Stempeln kann das Kind einer HIV-positiven schwangeren Frau zu Welt gebracht und entsprechend behandelt werden, 1000 Stempel unterstützen ein Jahr lang die gesamte Familie eines AIDS-kranken Erwachsenen und garantieren seine medizinische Behandlung.

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Barolo Colonnello Bussia DOCG 2013 Conterno
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Chardonnay Langhe DOC Bussiador 2016 A.Conterno
Chardonnay Langhe DOC Bussiador 2016 A.Conterno
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Barolo-Riserva-DOCG-Gran-Bussia-2010-AConterno-Conterno-Aldo
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Der Gründer, Aldo Conterno, kam aus einer Weinfamilie, der Umgang mit Reben ist ihm quasi in die Wiege gelegt, und das bewies er, indem er traditionelles Arbeiten mit modernem Wissen verband. Die Naturnähe beim Weinanbau lag ihm am Herzen und wurde konsequent von seinen Söhnen, die seit 10 Jahren den Weinbetrieb führen, ausgebaut. Heutzutage arbeitet das Weingut vollständig biodynamisch und hat sich auf die Fahnen geschrieben, rigorose Traubenauslese und Ertragsreduzierung zu betreiben. Damit liegt es goldrichtig, was die vielen Auszeichnungen von namenhaften Weinkritikern beweisen. Da fallen auch schon locker 98 Punkte für einen Aldo Conterno Barolo Bricco Bussia Vigna „Colonnello“ (2015) ab, die ihm James Suckling gibt. 

Rigoros beste Lagen & beste Weinproduktion: biologische Qualität des Weinguts Aldo Conterno

Aldo Conterno ist nach Jahren des Ausprobierens nun ein Vorzeigeweingut geworden, das verstanden hat, worum es beim Qualitätsweinen und ganz speziell bei den Vorzeigewein aus dem Piemont ankommt. Beste Lage, beste Arbeit im Weinberg, bester (und das heißt biologischer) Umgang mit den Gewächsen und viel viel Geduld – das sind in Kürze die wichtigsten Ingredienzien seines Erfolgsrezepts. Neben den Nebbiolo-Varietäten (Michet und Lampia) für den berühmten Barolo werden hier Varietäten wie Freisa, Cabernet Sauvignon, Merlot, Chardonnay und Barbera angebaut.

Aldo Conterno hat mit Bussia eine der allerbesten Lagen für Niebbiolo im Monfortes-Gebiet. Seine Cru-Lagen sind Colonnello, Cicala, Granussia und Romirasco. Sie liegen circa 350 bis 400 m.ü.M. und sind vorwiegend nach Süden und Südwesten ausgerichtet. Kalkmergel wechselt sich ab mit Bodenablagerungen von Sand und Lehm, so dass das Terroir sowohl gute Durchlüftung als auch ausreichende Befeuchtung den hier wachsenden Reben bietet. Gleichzeitig sind die teilweise sehr unterschiedlich ausfallenden Gemengelagen in der Bodenbeschaffenheit mit unterschiedlichen Vorkommen an Eisen, Magnesium oder Mangan Garant für die Vielfalt in den Geschmacksrichtungen der Trauben.

Geerntet wird bei Aldo Conterno ausschließlich per Hand, wobei das Lesegut in mehreren Durchgängen penibel selektiert und anschließend vollständig entrappt – bei Granbussia- und Romirasco-Trauben händisch – wird. Die Trauben gären dann auf natürlicher Hefe fünf, bei Granbussia und Romirasco acht Wochen lang und werden anschließend in Stahltanks bei Barbera, dem einfachen Nebbiolo und dem Dolcetto, in Barriques bei dem weiße Bussiador. Die Barolos reifen traditionell in großen slawonischen Eichenfässern von 2,5 Hektoliter, die zwischen zwei und sieben Jahren alt sind. Die Barolos des Hauses Aldo Conterno altern im Durchschnitt zweieinhalb bis drei Jahre werden danach entsprechend der Familientradition weder geklärt noch gefiltert.

Aldo Conterno produziert mittlerweile vollständig biodynamisch, wenn auch nicht staatlich zertifiziert, und extrem ertragsreduziert, was zu einer enormen Aufwertung der Traubenqualität führt. Heutzutage werden auf 25 Hektar Weinland des Weinguts nur 80.000 Flaschen aller Weine pro Jahr produziert, das sind im Durchschnitt 25 Hektoliter pro Hektar. Auf den Lagen Bussiador, Colonnello, Cicala, Granussia und Romirasco liegt die Ertragsmenge sogar bei 15 Hektoliter pro Hektar. Im Klartext ist es kaum ein Kilo Trauben pro Rebstock.

Zu Qualitätssteigerung führen auch die sogenannten grünen und pinken Ernten, die im Juni, Juli, August stattfinden und weit vor der üblichen Ernte im September anderer Weinbetriebe liegen. Davon profitiert die spätere Balance zwischen Tanninen und Säure, die die frühen (grünen) Ernten auch in sehr warmen Weinjahren garantieren können.

Diese Qualitätssicherung können höchstens noch acht oder neun Weinhersteller der gesamten Region mithalten. Die Söhne des Gründers – Franco, Giacomo (Verwechslungsgefahr, s.u.) und Stefano –, die das Weingut seit 2012 allein führen, haben sich ganz im Sinne ihres weitsichtigen Vaters dazu entschieden, die Qualität ihrer Produkte in die Höhe zu treiben und die entsprechend kleine Nische der piemontesischen Weinherstellung zu besetzten. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass auch Aldo Conterno in den 1990er Jahren nicht dem allgemeinen Trend widerstehen konnte, und die Erträge auf 300.000 Flaschen pro Jahr steigerte. Dass Quantität nicht mit dem gesteckten Zeil der höchsten Qualität einhergehen kann, das lernten die Gebrüder schnell. Auch aus den Fehlern in den Vinifizierungen und den Kritiken, die ihren Weinen mal zu hohe Säure, mal zu starke Extrahierung oder auch zu schnelles Reifen auf der Flasche vorhielten, haben die Aldo-Nachkommen gut gelernt, denn mit Negativkritiken ist schon lange Schluss. Viele Auszeichnungen und positive Weinbesprechungen geben dem Dreiergespann recht, denn die Weine aus dem Hause „Aldo Conterno“ waren noch nie so gut wie jetzt.

Achtung! Verwechselungspotential: Die Geschichte der zwei „Conterno“-Weingüter

Wer bloß nach dem Namen Conterno unter den piemontesischen Winzern und ihren Weingütern sucht, der findet sich sicherlich etwas verwirrt und mit fünf Conternos konfrontiert. Nur zwei von ihnen sind herausragende Barolo-Hersteller – beide sind bzw. waren Brüder: Aldo und Giacomo (der nicht mit dem Sohn Aldos verwechselt werden sollte) Conterno, die 1969 aufgrund zu unterschiedlicher Weinphilosophien und Interessen getrennte Wege gingen. Beide haben je auf ihre Weise die besten Barolos von Piemont gekeltert.

Die Geschichte des Weingut der Conterno-Brüder beginnt im 19. Jahrhundert mit einer Auswanderung der Familie nach Argentinien – eine kurze und nicht erfolgreich verlaufende Mission. Es war Giovanni Conterno, der seine Familie auf das Weingut seines Vaters Giuseppe in Monforte d'Alba aus Südamerika zurückbrachte und dort seine Kariere als Winzer startete. Mit seinen Weinen konnten er auf dem italienischen Markt schnell Fuß fassen und begann mit Unterstützung von Verwandten seine Fassweine auch nach Südamerika zu exportieren. Die gute Resonanz brachte Giovanni Conterno dazu, einen Jahrgangswein herzustellen, der langlebig und von besonderer Qualität war. So entstand 1920 der erste Barolo Riserva des Hauses Conterno.

Zehn Jahre später war es an der Zeit, die Leitung des Weinguts an den Sohn Giacomo zu übergeben, der die Barolos seines Vaters verfeinerte und sich besonders darum bemühte, die Conterno-Weine zu einer Eigenmarke zu entwickeln. Schon früh ließ er seine Söhne Giovanni und Aldo in den Weinbetrieb mithelfen. 1950 entschied sich der jüngere Sohn Aldo seine Ausbildung in Kalifornien bei seinem weinanbauenden Onkel fortzusetzen, wo er insgesamt fünf Jahre tätig war. Wahrscheinlich wäre er auch dort geblieben, wenn nicht gewisse familiäre Gründe ihn zur Rückkehr auf das väterliche Weingut gezwungen hätten. Wenige Jahre später, 1961, übergab Giacomo Conterno das Weingut an seine beiden Söhne, die bis 1969 den Weinbetrieb gemeinsam bewirtschafteten. Zwistigkeiten mit der Familie seines älteren Bruders, die offensichtlich nicht mit Aldos Rückkehr rechnete, aber auch Aldos Aufenthalt in Nordamerika haben in ihm den Wunsch nach einem eigenen Weingut geweckt. Im Jahr 1969 war es dann soweit, und die Wege der beiden Brüder trennten sich als Aldo das Weingut „Favot“ aufkaufte, das er in „Poderi Aldo Conterno“ umbenannte, während sein älterer Bruder das Familienweingut weiterführte.

Giovanni Conterno verstarb im Jahr 2004, sein Weingut wird von seinem Sohn Roberto Conterno weitergeführt. Es hält mit dem gesuchten „Monfortino Riserva“ die Spitze der gefragtesten Barolo-Weine überhaupt. Der jüngere Bruder Aldo Conterno verstarb 2012 und hinterließ seinen drei Söhnen Franco, Giacomo und Stefano den Weinbetrieb. Sie begannen das nach ihrem Vater benannte Weingut mit einigen Neuerungen zum Wohle der Qualitätsmaximierung zu führen und haben schnell aus den Fehlern der letzten 20 Jahre gelernt. Von internationalen Weinkritikern prämierte Weine geben ihnen Recht, worauf die Nachkommen Aldo Conterno zurecht sehr stolz sind.

Portfolio des Weinguts Aldo Conterno

Die Weinpalette des Weinguts besteht aktuell aus neun Weinen. Dazu gehören fünf Barolo-Weine – Grandbussia Riserva Bussia DOCG, Romirasco Bussia DOCG, Cicala Bussia DOCG, Colonnello Bussia DOCG und Barolo Bussia DOCG. Sie bilden die Spitze im Portfolio, gefolgt von Il Favolt Langhe Nebbiolo DOC, Conca Tre Pile Barbera d‘Alba DOC, einem Langhe DOC sowie dem Bussiador Chardonnay Langhe BDOC.

Das Flaggschiff des Weinguts ist zweifelsohne der Barolo Granbussia Riserva, der aus dem Herzen des Barolo-Anbaugebiets stammt. Die Conterno-Brüder sehen in diesem Wein die Essenz eines Barolos aus den Brussia-Hügeln, den Cru-Lagen Romirasco, Cicala und Colonnello. Als Grund für die besondere Qualität des Granbussia geben die Winzer nicht zuletzt das langsame Reifen der Trauben von 45 Jahre alten Reben in den „Falten“ dieser mikroklimatischer Hügellandschaft, die auf den Punkt genau geerntet werden. Der feste Sandboden mit seinem kalkhaltigen Mergel verleiht den Trauben die besondere Würze. Doch es bedarf noch einiger anderer Komponenten, um einen so herausragenden Barolo zu machen. Daher reift der Granbussia-Wein zwischen 30 Monaten und drei Jahren in Eichenfässern und altert weitere sechs Jahre in der Flasche. So entsteht ein fruchtiger Barolo mit enormen Entfaltungspotential.

Der Barolo Bussia DOCG ist hingegen der Eingangswein des Hauses. Die Trauben kommen von Reben, die bereits 25 Jahre alt sind. Der Wein ist im jungen Stadium trinkbar, dabei wirkt er geradezu leicht und frisch und das trotz seiner dreijähriger Alterungszeit. Hier überwiegen Noten von frischem Obst und Trüffeln, versetzt mit interessanten Jod-Nuancen. Der Jahrgang 2013 profitiert vom kühleren Sommer und gibt dem Wein eine besondere Spannkraft, sodass er sogar bessere Cru-Barolos aus weniger interessanten Weinjahren überflügelt.

Hervorzuheben ist auch der Barolo Romirasco, dessen Trauben von 55 Jahre alten Reben – den ältesten des Weinguts – kommen. Sie wachsen auf der höchstgelegenen Parzelle der Bussia-Lage, die sich gleichzeitig auch durch ihren höchsten Lehm- und darin Magnesiumgehalt auszeichnet. Der Romirasco-Barolo ist alles andere als ein „schneller“ Barolo. Er braucht viel Zeit und fordert von Ihnen entsprechend viel Geduld. Aber es lässt sich schon jetzt erahnen, was hier zu Vervollkommnung gelangen wird: hervorragend eingebundene Tannine, dichter und fein texturierter Körper, harmonisch abgerundet am Gaumen und mit mineralischen Noten versetzt. Bei diesem Wein ist die Erwartungshaltung groß.

Wer jedoch „auf die Schnelle“ einen Barolo trinken möchte, der gleichzeitig einem ausgereiften Barolo (möglicherweise) am nächsten kommt, der kann zum Barolo Cicala greifen. Dieser granatrote Wein, dessen Trauben auf einem kalksteinhaltigen Boden reif wurden, hat bereits die typischen ausgereiften Aromen nach Trockenfrüchten, Backpflaume und Süßlakritze, gleichzeitig zeigt er aber noch recht robuste Tannine, die ein paar Jahre brauchen, um den Wein richtig samtig zu machen. Dennoch, der Cicala des Weinguts Aldo Conterno gehört sicherlich zu den trinkbarsten jungen Barolos überhaupt. Das liegt möglicherweise auch daran, dass die Cru-Lage Cicala zu den wärmsten Parzellen in Bussia gehört.

 

Poderi Aldo Conterno

Gründungsjahr: 1969
Eigentümer: Franco, Giacomo und Stefano Conterno (Gebrüder)
Jahresproduktion: ca. 80.000 Flaschen
Rebfläche: 26 Hektar im biodynamischen, nicht zertifizierten Anbau 
Kontakt: Poderi Aldo Conterno
Loc. Bussia, 48
12065 Monforte d‘Alba, Italien

Tel. +39 (0)173 78150
Fax: +39 (0)173 787240

Internetpräsenz: www.poderialdoconterno.com

Notabene: Das Weingut kann ausschließlich nach telefonischer Anmeldung besichtigt und die Weine degustiert werden. Die Aldo-Conterno-Weinkellerei beteiligt sich mit dem Wein „Il Favot“ an der Aktion „Wine For Life“ in Afrika, einer Initiative der christlichen Vereinigung „Comunità di Sant'Egidio“. Der Aufkleber oder Stempel „Wine For Life“ wird von den Winzern zu einem bestimmten Festpreis gekauft und auf ihre Flaschen angebracht. Von dem Erlös von 100 Stempeln kann das Kind einer HIV-positiven schwangeren Frau zu Welt gebracht und entsprechend behandelt werden, 1000 Stempel unterstützen ein Jahr lang die gesamte Familie eines AIDS-kranken Erwachsenen und garantieren seine medizinische Behandlung.