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Gin

Gin ist das neue Trendgetränk. Was vor Jahrzehnten der Weinbrand war und dann der Whiskey ist jetzt der Gin. Er erobert die Bars der Welt und die Herzen der Liebhaber hochprozentiger Destillate. Und das Beste bei Trends dieser Art: Seit Gin im Scheinwerferlicht steht, sprießen nicht nur neue Destillen aus dem Boden, auch die Qualität erreicht dabei neue Maßstäbe. Vinizia hat für Sie eine Auswahl an außergewöhnlichen Gins zusammengestellt. 

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Gin Schwarzwald Dry Gin V Sinne
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Die Ursprünge des Gins führen nach Holland und Belgien, wo der Wacholderschnaps Genever heißt. Der Arzt Franciscus Sylvius de la Boe gilt gemeinhin als Erfinder dieser Spirituose. Von dem französischen Wort für Wacholder, genévrier, leitet sich dann auch der Name Gin ab. Die berühmtesten Genever kommen aus Schiedam in den Niederlanden und Hasselt in Belgien. In früheren Jahrhunderten, als die Destillationstechniken noch nicht so ausgereift waren, wie heute, setzte man dem Alkohol Wacholder, Kümmel, Anis und Koriander hinzu, um den Geschmack nach billigem Fusel zu übertönen. Wilhelm III. von Oranien-Nassau bestieg im Jahre 1689 den englischen Thron und brachte den Genever nach London. International hat sich London als die Hauptstadt des Gins etabliert. Königin Elisabeth II. hat mit ihrer Vorlieb für Gin sicherlich ihren Teil zum heutigen Erfolg des Getränks beigetragen.

Wie kommen die Aromen in den Alkohol?

Der Ausgangsalkohol für die Ginproduktion entsteht meist auf Getreide- oder Melasse-(Zucker-)Basis. Die Grundaromen stammen von Wacholder und Koriander. Bis zu 120 weitere Bestandteile, zuweilen als Botanicals bezeichnet, können dazukommen. Jeder Hersteller hat dabei seine eigenen (geheimen) Rezepturen. Muskatnuss, Orangenschale, Granatapfelkerne, Kräuter und Gewürze, Ingwer und vieles mehr kann dabei zum Einsatz kommen.

Zwei Verfahren kommen bei der Ginherstellung zum Einsatz. Bei der Mazeration werden die Gewürze in den Ausgangsalkohol eingelegt, der dann destilliert wird. Bei der zweiten Variante werden die Alkoholdämpfe über die Gewürze geleitet und nehmen so deren Aromen auf.

Wie aus Fusel ein Edeldestillat wurde

Als der bereits erwähnte Wilhelm III. von Oranien-Nassau 1689 aus Holland auf die Insel kam, befreite er die Produktion von Wacholderschnaps von den Steuern und brachte so den ersten Impuls für die Ginherstellung im Königreich. Zur gleichen Zeit wurde die Einfuhr von französischen Destillaten verboten. Einer der ältesten Hersteller ist die Gordon Co. im Norden Londons, die seit Ende des 18. Jahrhunderts Gin für die englische Marine produzierte.

Zur gleichen Zeit machte die Destillationstechnik und damit die Qualität einen Sprung. Die Londoner Destillen gingen dazu über, die zuvor billigen und einfachen Fusel zu verfeinern. So wurde jetzt vierfach destilliert und somit die Aromen feiner und der Alkohol reiner.

Die englische Marine brachte den Gin nach Indien und dort mischten die Soldaten des Königreichs den starken Alkohol mit Soda, Zitronensaft und Chinin, um der Malaria vorzubeugen. So wurde der Gin-Tonic geboren.

Übrigens hat der Gin nach einer europäischen Verortnung einen Mindestalkoholgehalt von 37,5 %. Höherprozentige Gins gelten jedoch als feiner und runder, da sich der Alkohol besser mit den Aromen verbindet.