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Ferrari

Ferrari – Schaumweine für Maradona, die Queen und Warhol

Das Schaumweinhaus Ferrari gehört zu dem großen Familienunternehmen der Familie Lunelli und heißt eigentlich "Ferrari Trento", auch "Cantine Ferrari" genannt. Ferrari avancierte zum italienischen Spumante-Mythos, auch wenn viele bei dem Namen an ein schnelles rotes Auto denken. Sie liegen damit nicht gänzlich falsch, denn Ferrari-Schaumweine machen die Sieger der Autorennen nicht nur seit Formel-1-Saison 2021 nass. Dennoch, die beiden Ferrari-Unternehmen aus dem Trentino sind nicht miteinander verbandelt. Cantine Ferrari ist das italienische Spumante-Unternehmen aus Trient, das seit 1902 es mit den französischen Champagner-Häusern aufnehmen will. Und zwar nicht mit irgendwelchen, sondern mit den besten, wie der Gründer als auch seine Nachfolger der Familie Lunelli immer wieder betonen. 1906 wurde dem Ferrari-Schaumwein die Goldmedaille auf der Weltausstellung in Mailand verliehen und seitdem halten die Weinmacher an der einst gesetzten hohen Qualitätsmesslatte fest und sind auf Schaumweine nach der traditionellen Methode, die man in Italien "metodo classico" nennt, spezialisiert. Sie produzieren Schaumweine von besonderer Eleganz und komplexen Noten von frisch zitronig bis mineralisch und immer mit einem außergewöhnlichen lebendigen Mousseux. 

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Ferrari-Brut-Metodo-Classico-DOC-Ferrari
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Ferrari: die schönsten Weinberge für die besten Spumanti

Es ist alles andere als selbstverständlich, dass Sekthäuser ihre eigenen Weinberge pflegen und Schaumweine aus dem eigenen Lesematerial herstellen. Die Cantine Ferrari ist eine solche Ausnahme und das von Anbeginn an. Es ist dem Gründer des Sekthauses zu verdanken, dass die Ferrari heute 120 Hektar mitunter bester Lagen in einer der außergewöhnlichsten Weinanbauregion Italiens, dem Trentino, verfügt. Goethe schwärmte von dieser Landschaft und nannte das Trentino "der schönste Weingarten Europas". Das ist sie zweifelsohne bis heute, auch wenn die urbanisierten Flächen um ein Vielfaches zugenommen haben. Der Wein profitiert hier vor den großen Tag-und-Nacht-Temperaturschwankungen und einem Klima, das je nach Lage von warmen bis heißen Sommern, sonnigem, trockenem Herbst und nicht allzu kalten Wintern geprägt ist. Die höheren Lagen sind um einige Grade frischer, aber moderat trocken und sonnig. Überhaupt gehört das Trentino zu den sonnigsten Regionen Norditaliens. Das besondere Klima bringt es mit sich, dass die Trauben hier länger reifen, dafür aber nicht nur eine angenehme Frische, sondern auch ein größeres Spektrum an Aromen entwickeln.  

Angebaut und verwertet werden in der Ferrari-Kellerei vor allem Chardonnay und Pinot Noir. Übrigens, dank dem Gründer und Namensgeber der Ferrari-Kellerei ist die Region das größte Anbaugebiet an Chardonnay in Italien. Mehr noch, die Weinberge liegen in der Appellation Trentino DOC, in der ausschließlich Weiß- und Rosé-Schaumweinanbau erlaubt sind. Die Trentiner DOC-Denomination ist die weltweit zweite und einzige nach der Champagne, die diese Auszeichnung tragen darf. Das Konsortium Trentino-DOC (auch "Trentinodoc"), dessen Mitbegründer Ferrari ist, wacht über die Qualität und Unterscheidungsmerkmale der regionalen Schaumweine und das tut sie, wie Kenner unterstreichen, besonders rigoros. Sie definiert nicht nur die Reben bzw. Weine – nur Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier und Pinot Blanc –, das Anbaugebiet, die Alterung, sondern auch die Techniken der Herstellung. Dabei vertritt sie strengere Maßstäbe als die Konsortien, die die  Méthode Traditionnelle vertreten. Ein wichtiges Merkmal ihrer Vorschriften betrifft die Anbautechnik, die regional-traditionell erfolgen muss. Charakteristisch ist für das Trentino beispielsweise die "Pergola Trentino", in der die Reben erzogen werden. Der maximale Ertrag liegt bei 150 Hektoliter pro Hektar und künstliche Bewässerung ist nur in äußerster Not erlaubt. 

Die Weinberge der Ferrari-Kellerei liegen am Fuße der Trentiner Berge in der besagten Trentino-DOC auf 300 bis 600 m. ü. M. und sind in südöstlicher und südwestlicher Richtung ausgerichtet. Die Lese erfolgt ausschließlich händisch. Der Bedarf an Ferrari-Spumanti übersteigt die Möglichkeiten, sie aus der eigenen Ernte heraus zu decken. Sage und schreibe 500 Trentiner Weinbauern stehen unter Vertrag mit der Ferrari-Kellerei und liefern ihre handverlesenen Ernten, die zuvor von besten Agronomen des Ferrari-Hauses begleitet wurden. Zunehmend mehr Weinberge werden nicht nur naturnah, sondern auch ausgewiesen ökologisch bewirtschaftet. Alle Ferrari-eigenen Weinberge werden nach diesen Verfahren – durch die Worldwide Biodiversity Association ausgezeichnet – gepflegt. Dazu gehört beispielsweise das Untergraben des Gründüngers, das sogenannte "sovescio", das ein altes, traditionelles Verfahren ist und den Statuten der Trentino-DOC entspricht. Die Zulieferanten des Ferrari-Unternehmens sind wiederum dem Protokoll "Der Ferrari-Weinberg – für einen nachhaltigen und gesunden Weinanbau in den Bergen" verpflichtet, das die Edmund Mach Stiftung und die CSQA beglaubigte. Selbstverständlich arbeiten die Weinbauern ohne Pestizide und Akarizide.

Im Ferrari-Keller werden alle Schaumweine streng nach der Metodo Classico hergestellt. Die Weine für die Schaumweine baut man vor Ort in 500 Liter Bottichen aus. Die klassischen, sogenannten "non-vintage" Schaumweine ruhen mindestens 15 Monate auf der Hefe, während die Vintage-Schaumweine mindestens 24 Monate und die Riservas 36 und mehr Monate reifen. 

1902 beginnt der italienische Spumante-Traum

Die Geschichte des Sekthauses Ferrari nimmt 1900 seinen Anfang, als Giulio Ferrari beginnt, in der Region um Trient gute Weinlagen aufzukaufen und dort Chardonnay anzubauen. Gebürtig aus Trient ist Giulio Ferrari bestens mit den regionalen Begebenheiten vertraut. In dieser Zeit gehört Trient noch zu der Österreich-Ungarn Monarchie. Ferrari studiert an der Hochschule für Garten- und Weinbau in Geisenheim im Rheingau, die er mit einem Abschluss regulär beendet, um anschließend nach Frankreich zu gehen. In Épernay, der Stadt des Champagners, lässt er sich in der Herstellung der hochwertigen Schaumweine einführen. Kurz vor der Jahrhundertwende kehrt er nach Trient zurück – mit im Gepäck die ersten Chardonnay-Reben, die in Italien angebaut werden. Giulio Ferrari wird in den Folgejahren zum Pionier für italienische Schaumweine nach der "klassischen Methode", besser bekannt als die "Champagner-Methode", und gründet 1902 offiziell seine Cantine Ferrari. In der Trentino-Region sieht er die besten Voraussetzungen gegeben für hochwärtige Chardonnay-Weintrauben, aus denen entsprechende Schaumweine in Flaschengärung produziert werden könnten. Seine Vorbilder sind die besten Häuser der Champagne. 

Die Geschichte gibt ihm Recht. Die Qualität seiner Schaumweine sprach sich allmählich herum, doch Ferrari ist kein allzu wirksamer Geschäftsmann, zudem durch die schwierige Kriegs- und Nachkriegszeit gehindert. Mit anderen Worten, Giulio Ferrari ist mit dem bis dahin Erreichten bei weitem nicht am Ende seines Lebenstraums. Ein Problem auf dem Weg dorthin ist seine Kinderlosigkeit, so dass er sich rechtzeitig um einen würdigen Nachfolger kümmern muss. Sein Anspruch ist groß, denn ihm geht es auch um Leidenschaft für die Schaumweine nach der Champagner-Methode. Ferrari wird schließlich mit Bruno Lunelli, einen Weinhändler aus Trient, fündig und das Schaumweinunternehmen wird 1952 offiziell an Lunelli übergeben. 

Diese Entscheidung entpuppt sich schnell als goldrichtig. Lunelli hat nicht nur die gleiche Passion, sondern ist darüber hinaus ein überaus fündiger Geschäftsmann, der sowohl die Weinqualität steigern kann, als auch die Marke selbst vorantreibt. In den 1970ern gibt Bruno Lunelli das mittlerweile über 9.000 Flaschen jährlich produzierendes Schaumweingeschäft an seine Kinder weiter. Der Leiter des Unternehmens wird Franco Lunelli, ihm zur Seite stehen seine Brüder Gino und Mauro. Mit von der Partie sind Giorgio und Carla Lunelli. Das Schaumweinhaus ist gleichzeitig federführend in dem neuentstandenen Konsortium Trento-DOC/Trentodoc, das überaus streng über die Herstellung von Metodo-Classico-Schaumweinen aus dem Trentino wacht.

Bis in die 2000er Jahre hinein entwickelt sich die Marke Ferrari zum führenden Spumante in Luxussegment in Italien. Herausragende Schaumweine wie "Ferrari Rosé", "Ferrari Perlé" und "Giulio Ferrari Riserva del Fondatore" werden in dieser Zeit lanciert und erscheinen bei großen Events in der Kunst-, Polit- und Sportszene. Da sieht man nicht nur berühmte Rennfahrer oder Fußballer wie Diego Maradona mit der Ferrari-Flasche, sondern – um einiges dezenter – die Queen Elisabeth II. und ihren Gatten, oder glamouröse Künstler wie Andy Warhol. 

Heute ist die dritte Generation der Lunelli-Familie mit Marcello, Matteo, Camilla und Alessandro Lunelli am Start. Der CEO und Präsident des Unternehmens ist Matteo Lunelli. 

Schon lange geht es bei der Unternehmerfamilie Lunelli und Ferrari nicht mehr um Schaumweine alleine. "Ferrari Trento" heißt die Schaumwein-Sparte eigentlich und ist eine von insgesamt sechs Marken, die zu der Lunelli-Group gehören. Abgedeckt werden die Bereiche Wein mit der Tenute Lunelli und Bisol, gefolgt von Mineralwasser "Surgiva" sowie im Bereich Grappa und Spirituosen durch die Marke "Segnana". Zu der Group gehört gelicherweise die "Locanda Margon", ein Zwei-Sterne-Michelin-Restaurant. 

Das Portfolio der legendären Schaumweine 

Das Sortiment der Metodo-Classico-Spumanti aus dem Hause Ferrari besteht aus fünf Linien, zu denen Linea Classica, Linea Maximum, Linea Perlé, Linea Riserve und Linea Gran Cuvée gehören. 

Wie der Name es bereits vermuten lässt, befinden sich in der Classica-Linie all jene historischen  Ferrari-Schaumweine, mit denen die Cantine nah und nach berühmt wurde. Darunter auch jener Ferrari Brut, der bereits 1902 das Licht der Welt erblickte. Dagegen präsentiert sich die Linie Maximum "moderner" mit Ausführungen von Demi Sec, Rosé und Blanc de Blancs. Die Perlé-Linie will mehr Eleganz und hat neben drei exzellenten Riserva-Schaumweinen (Bianco, Nero, Rosé) auch zwei Zero-Dosage Spielarten der Klassiker. Die folgenden Linien Linea Riserve und Linea Gran Cuvée – diese mit bisher nur einer gleichnamigen Sorte am Start – versammeln die kostbarsten Etiketten des Ferrari-Sektkellers. 

Es ist schwer zu sagen, welche Schaumweine die Flaggschiffe oder das Flaggschiff des Hauses Ferrari sind. Wenn es nach den vergebenen Auszeichnungen geht, ist es fraglos der Ausnahmeschaumwein "Riserva del Fondatore Giulio Ferrari" Metodo Classico Trento DOC Extra Brut, den alle namenhaften Weinkritiker mit weit über 90 Punkten und einigen anderen Auszeichnungen beehren. James Suckling gibt ihm 95 und Robert Parker 96+ Punkte, während Bibenda Fünf Weintrauben und das Gambero-Rosso-Fachmagazin Drei Weingläser vergibt. "Slow Wine"-Vereinigung sagt dazu "Großer Wein". Für die Rosé-Ausführung gibt es sogar 97 Punkte von der renommierten Zeitschrift Wine Enthusiast. Wir sprechen hier über den Jahrgang 2008. 

Die Schaumweine der Ferrari zeichnen sich allgemein gesprochen durch ein feines, gleichwohl komplexes Bukett und einen eleganten, fein abgerundeten Geschmack, eine cremige Textur sowie eine ausdauernde, dabei feine Perlage. 

 

Ferrari Trento

Gründung: 1902
Eigentümer: Lunelli-Group
Önologe: Ruben Laurenti
Jahresproduktion: ca. 5.000.000 Flaschen
Rebfläche: ca. 120 ha in naturnahem bis ökologischen Anbau

Notabene: Wenn Sie die Schaumweine von Ferrari vor Ort kosten, lassen Sie sich unbedingt die Villa Margon aus dem 16. Jahrhundert zeigen! Unvergleichlich gut erhalten Räume mit originären Wandmalereien, Gemälden und Mobiliar. Ein gleicherweise großer Genuss ist der Besuch des Restaurants Locanda Margon in Trient, das stolz ist auf seine zwei Michelin-Sterne. Zurecht! Ein schöner Spaziergang bringt sie von der Villa zu der Locanda (oder umgekehrt). Sowohl eine Besichtigung des Weinkellers mit degustation als auch eine Variante mit Villa Margon sind buchbar (online).