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Poggio al Tesoro

Poggio al Tesoro – Wieder Bolgheri, wieder nah am Supertoskaner

Poggio al Tesoro hat überraschend schnell in Bolgheri Fuß fassen können und wird spätestens seit 2014 von namenhaften Weinkritikern mit besten Noten beehrt. Man wundert sich dann doch immer wieder, wenn Newcomer in einem Zeitraum von gerade mal 10 Jahren in der dicht mit herausragenden Weingütern besetzten, zumal auch noch so kleinen Region wie der Bolgheri, es zu internationalem Renommee bringen. Poggio al Tesoro ist von der in Weinherstellung bestens bewanderten Familie Allegrini gegründet worden und ein Blick in die Valpolicella-Landschaft macht schnell klar, dass die Winzer zu den Besten gehören, was Venetien zu bieten hat. Anschließend ist man dann weniger, wenn es um den schnellen Erfolg der Poggio al Tesoro Weinetiketten geht. 

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Il Seggio Bolgheri Rosso 2019 Poggio al Tesoro
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Die Erfolge der Tenuta Poggio al Tesoro liegen in ihren interessanten Weinkompositionen, die sich nicht nur auf die Klassiker der Bolgheri-Region stützen. Andererseits fällt bei der Weinzubereitung kein Meister vom Himmel und die Ergebnisse der Tenuta gründen auf der peniblen Arbeit im Weinberg selbst, der Selektion der Trauben und ihrer umsichtigen Vinifikation. Die Auswahl der Parzellen ist der Grundstein des Erfolgs und die Winzerfamilie hat gut getan, lange nach den richtigen Weinbergen zu suchen. Eine der größten Parzellen liegt nun in unmittelbarer Nachbarschaft der weltberühmten Ornellaia. Diese Säulen des guten Weins sind selbstverständlich jedem herausragenden Winzer bekannt und wahrlich kein Geheimnis. Doch der Teufel steckt im Detail und dieser bleibt dann doch tendenziell geheim. 2014 brachte die Tenuta Poggio al Tesoro einen als "Supertoskaner" betitelten Wein, den "Il Seggio", heraus, dem Decanter 98 Punkte vergab. Allerdings konnte der Wein auf lange Distanz sein hohes Versprechen nicht halten. Dafür hat die Poggio al Tesoro einen neuen Kandidaten: "W – Dedicato a Walter" Bolgheri Superiore DOC, der die Marke von 96 knackt und ein großes Aufwärtspotenzial besitzt. 

Poggio al Tesoro – internationale Varietäten in Bolgheri 

Der Weinkeller der Poggio al Tesoro liegt in der Gemeinde Castagneto Carducci zwischen der gleichnamigen Ortschaft und Bolgheri. Das Weingut verfügt über insgesamt 70 Hektar Weinberge, die sich auf zwei Gemeinden verteilen und über teils sehr unterschiedliche Terroirs verfügen. Vier abwechslungsreiche Parzellen sind es mittlerweile, die zu Poggio al Tesoro gehören. Die größte von circa 57 Hektar befindet sich im Dorf Le Sondraie und ist nach ihr "Le Sondraie" benannt. Sie grenzt an das weltbekannte Weingut Ornellaia an und teilt sich mit ihr so zu sagen die besten Voraussetzungen der gleichen Lage. Zwei Lagen von insgesamt 7 Hektar befinden sich an der Via Bolgherese, namentlich "Via Bolgherese" und "Le Grottine". Die Vierte im Bunde ist die "Valle di Cerbaia" in der Bibbona-Gemeinde, die an Bolgheri unmittelbar angrenzt. 

Die Lagen des Poggio al Tesoro weisen spezifische und außergewöhnliche klimatische Bedingungen auf und befinden sich sowohl in unmittelbarer Nähe (3 km) zum Tyrrhenischen Meer als auch zu der ursprünglichen Vegetation der Bergausläufer von Castagneto Carducci und Castiglioncello di Bolgheri, die eine natürliche Schutzwirkung haben. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Bodenbeschaffenheiten aus. Die Bolgheri verdankt seine Geologie nicht nur den Bergen, sondern zum großen Prozentsatz auch dem Fluss Seggio, der für die Tonbeschaffenheit der Böden sorgt. Feine bis gröbere Kieseleinlagen und viel unterschiedliche Mineralien, insbesondere Eisen, das die hiesige rote Erde kennzeichnet, sind charakteristisch für diese Weinregion. In seinem Einflussgebiet dominieren halbdurchlässige, "dichte", Böden. Während am Meer gröbere oder sandigere Böden überwiegen. Dort, wo der Boden steinhaltiger ist, baut Poggio al Tesoro Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc an. Wo mineralische, tonhaltige Böden dominieren, wird vor allem die Merlot-Traube kultiviert. 

In der "Le Sondraie" gedeiht die größte Vielfalt der Traubensorten, denn dort wachsen neben 28 % Cabernet Franc und 20 % Merlot auch Cabernet Sauvignon, Vermentino, Syrah und eine ganz kleine Anzahl an Petit Verdot. In "Valle di Cerbaia" hingegen wird neben Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc auch die Varietät Viognier angebaut. Das Schulsystem ist mehrheitlich Spalierkordon (cordone speronato). 

Die Vinifizierung erfolgt im modernen Weinkeller in temperaturkontrollierten Edelstahltanks. Nach dem Entrappen werden die Trauben sanft gepresst, so dass die Beeren nur teilweise aufbrechen. Die erste Gärung erfolgt bei einer Temperatur von 28 bis 30 °C für je nach Traubensorte (und Erntejahr) zwischen 12 bis 30 Tage auf Schalen. Die nachfolgende malolaktische Gärung ist spontan auf eigenen Hefen und wird in Barriques vorgenommen. Die Weine reifen je nach Sorte bis zu 24 Monate sowohl in neuen als auch in gebrauchten Barriques aus französischer Eiche. 

Die Geschichte der Poggio al Tesoro

Poggio al Tesoro entstand aus einem Joint Venture zwischen der Winzerfamilie Allegrini und Leonardo Lo Cascio. Hinter dem letztgenannten Namen verbirgt sich einer der bekanntesten Importeure von italienischen Weinen in die USA. Die Allegrini-Familie hingegen ist in der Valpolicella Classica beheimatet, wo es nicht nur für die Erneuerung der Valpolicella-Produktion sorgte, sondern bis heute Maßstäbe für diese Weine setzt. Die Idee zum Weingut Poggio al Tesoro hatte das Geschwisterpaar Marilisa und Walter Allegrini Ende der 1990er Jahre. Es war vor allem Walter, der den großen Wunsch verspürte, sich mit den Großen in der Bolgheri zu messen.  Für die notwendige finanzielle Unterstützung sorgte der Italoamerikaner Lo Cascio. 2001 war es soweit und das Weingut Poggio al Tesoro erblickte das Licht der Welt. 

Walter Allegrini, die treibende Kraft hinter dem Projekt, hatte die fixe Idee der Exzellenz seiner Weinetiketten, und setzte sein Augenmerk auf die akribische Arbeit im Weinberg. Die erworbenen Weinberge wurden durch Spezialisten auf ihre Bodenbeschaffenheit untersucht, wobei das Zusammenspiel zwischen Geologie und Umweltbedingungen eine große Rolle spielte. Erst auf dieser Grundlage wurden 2003 teilweise Neubepflanzungen vorgenommen. Die ältesten Reben der Tenuta Poggio al Tesoro sind damit von 1994. 

Als 2003 Walter Allegrini nach einem plötzlichen Herzinfarkt im Alter von nur 55 Jahren verstarb, überließ er Poggio al Tesoro in der Hand seiner Schwester Marilisa. Fachlich zur Seite steht ihr der Önologe Nicola Biasi. 

Das Kernunternehmen und die Wiege der Familie Allegrini, die aus Verona stammt, ist die nach ihnen benannte Tenuta in der Valpolicella-Region in Venetien. Die Allegrinis sind nachweislich seit dem 16. Jahrhundert in dieser Region als Winzer tätig und haben in Fumane ihre Wurzeln. Auch hier war Walter Allegrini der führende Kopf des Unternehmens. In seine Fußstapfen ist schon längst seine Tochter Silvia hineingewachsen. Die Familienfirma besteht mittlerweile aus vier Tenute – Allegrini (19. Jh.), Corte Giara (1989), Poggio al Tesoro (2001) und San Polo (2007) –, die unter der Leitung von den beiden übriggeblieben Geschwistern Franco und Marilia sowie ihrer Nichte Silvia stehen. 

Ein Portfolio von großer Vielfalt aus der Bolgheri 

Das Portfolio der Poggio al Tesoro ist gekennzeichnet durch eine große Vielfalt an eleganten, gleichwohl kraftvollen Weinen. Ihre Spezifik sind die starken Sensationen sowohl in der Nase als auch am Gaumen. Dabei bleiben die Weine fruchtbetont und überaus persönlich. Wer nach interessanten, eigenständigen Weinen aus der Bolgheri sucht und auch Gewächse probieren möchte, die nicht so typisch für diese Weinregion sind, der sollte zu der einen oder anderen Etikette aus dem Portfolio Poggio al Tesoro greifen. Neun Weinsorten stehen dem potenziellen Interessenten zur Auswahl, davon zwei Rosé-, zwei Weißweine, vier Rotweine und ein Dessertwein. 

Der Einstiegswein ist der "Mediterra" Toscana IGT, ein schön ausgewogener Roter mit viel Intensität, aus fast gleichen Anteilen von Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon. In der nächsten Qualitätsstufe liegt der "Sondraia" Bolgheri Superiore DOC, eine schöne Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und etwas Cabernet Franc.

Die Spitze bildet das Flaggschiff "W - Dedicato a Walter" Bolgheri Superiore DOC, ein reinrassiger Cabernet Franc, der zwischen 18 und 24 Monate in neuer französischer Eiche reift. Dieser hervorragend ausgewogene, opulente Rote überzeugt mit seinen tiefgründigen Aromen, die trotz der beerigen Dominanz mit balsamischen und pfeffrigen Nuancen sowie einer interessanten Beimischung von Eukalyptus überraschen. 

Im Portfolio befindet sich gleichfalls der legendäre "Il Seggio" Bolgheri DOC, benannt nach dem segenreichen Fluss der Bolgheri, mit dem die Karriere der Tenuta ihren Aufschwung nahm als die renommierte Weinzeitschrift Decanter dem ersten Jahrgang (2014) die begehrten 98 Punkte vergab und ihn somit zum sogenannten "Supertoskaner" kürte. Auch wenn "Il Seggio" – bisher – nie wieder diese herausragende Bewertung wiedererlangen konnte, handelt es sich bei der Cuvée aus 50 % Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot um einen Spitzenwein. In der Verkostung überzeugt er mit seinen mineralischen und würzigen Aromen und immer wieder durch seine unglaublich weichen, seidigen Tannine und einen lebendigen Abgang. 

Wer einen wunderbaren Sommerwein für leichte mediterrane Küche und Aperetifs sucht, der sollte "Solesolei" Bolgheri DOC für sich entdecken. Nome est omen! Dieser reine Vermentino-Wein trägt durch seine speziellen Klone die Frische und Würze von Korsika in sich und überzeugt durch seine intensiven fruchtig-blumigen Aromen. Das ist ein Wein mit Alterungspotenzial!

Poggio al Tesoro

Gründungsjahr: 2001
Eigentümerin: Marilia Allegrini
Önologe: Nicola Biasi
Jahresproduktion: ca. 280.000 Flaschen
Rebfläche: 70 Hektar teils in konventionellem, teils naturnahem Anbau 

Notabene: Inmitten der Weinberge der Poggio al Tesoro steht eine überaus pittoreske Kirche und ist ein Anreiz zu schönen Wanderungen in den hiesigen Weinbergen. Der Weinkeller des Unternehmens in der Via del Fosso in Donoratico ist für ein Normalpublikum nicht besonders einladend und gleich eher einer Flugzeughalle. Schöner ist es, inmitten der Olivenhaine und Weinreben an einem schön angelegten Teich die Weine der Tenuta zu probieren (Strada Provinciale Bolgherese). Im Moment (Stand 2022) sind beide Locations für den öffentlichen Verkehr geschlossen.