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Rotwein aus La Rioja

Lange Zeit schlummerte La Rioja, eine der ältesten Qualitätsweinregionen Spaniens in einem Dornröschenschlaf. Doch heute gehört die Region am Oberlauf des Ebro in Nordspanien zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten in Europa. La Rioja ist das Aushängeschild Spaniens in Sachen Rotwein – was die Mengen und was die Qualität angeht. Die Bodegas wissen mittlerweile Menge und Qualität genauso in Einklang zu bringen wie Tradition und Innovation beim Weinbau. Letzteres gilt übrigens auch für die Architektur der Bodegas. Der Star-Architekt Frank O. Gehry (Guggenheim-Museum in Bilbao) gestaltete die Bodega Marqués de Riscal in Elciego und Santiago Calatrava war für die Bodegas Ysios in Laguardia verantwortlich.

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Rioja
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Rioja Gran Reserva DOC Prado Enea 2011
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Seit einem halben Jahrtausend – Die „Marke“ La Rioja

Über 60.000 Hektar erstreckt sich die Anbaufläche der DOC La Rioja in der gleichnamigen autonomen Region sowie in Teilen Navarras und des Baskenlandes. Das entspricht in etwa der Anbaufläche in der Toskana. Es gibt über 20.000 Winzer, die allerdings nicht alle selber Wein produzieren, sondern die großen Bodegas beliefern. Zu 85 % wird in Rioja Rotwein hergestellt. Der Rest ist Weißwein und Roséwein sowie ein kleiner Anteil Cava (Schaumwein).

La Rioja hat eine lange Tradition der Weinherstellung und schon im Mittelalter wurden die ersten Exporte dokumentiert. Im 16. Jahrhundert begannen die Winzer in Rioja ihre Fässer mit „Logos“ als Brandzeichen zu versehen und im gleichen Zeitraum wurden erste einheitliche Qualitätskontrollen durchgeführt. Im 17. Jahrhundert gründeten die Winzer die Real Sociedad Económica de Cosecheros de Rioja, den königlichen Wirtschaftsverband der Rioja-Winzer. Der Kontrollrat zur Qualitätsüberwachung der Rioja-Weine wurde im Jahre 1925 ins Leben gerufen. Seitdem sind auch die Rebsorten für den Rioja festgeschrieben. Es dürfen nur die roten Sorten Tempranillo, Garnacha Tinta, Mazuelo (auch bekannt als Cariñena) und Graciano verwendet werden. Im Jahre 2007 hat der Kontrollrat erstmals seit 1925 diese Liste um Maturana Tinta , Maturana parda oder Maturano und Monastel (nicht zu verwechseln mit Monastrell oder Mourvèdre) erweitert.

Die Hauptrebsorte Tempranillo ist für den charakteristischen Geschmack der Rioja-Weine verantwortlich. Vor allem nach einem Ausbau im Holzfass fasziniert ein roter Rioja mit Aromen von Brombeeren, Kirschen, Himbeeren, Vanille, Nelken, Toast, Kaffee und Vanille. Der Name Tempranillo bedeutet übrigens (entsprechend zum Primitivo, von primo = der Erste) kleiner Früher, da die kleinbeerigen Trauben früh reif werden.

Die Subzone Rioja Alta liefert die besten und langlebigsten Weine. Die 24.000 Hektar große Unterzone liegt bei der Provinzhauptstadt Logroño. Durch den direkten Einfluss des Atlantischen Ozeans auf das Mikroklima bilden sich hier kleinere und dickwandigere Beeren, die einen besonders konzentrierten Most liefern. Die Subzone Rioja Baja liegt zum Teil in der Region Navarra. Das Mikroklima ist trockener und neben Tempranillo darf Garnacha Tinta (Grenache oder auf Sardinien Cannonau) als zweiter großer Protagonist mitspielen, der den Wein fruchtbetonter macht.

Die Qualitätsstufen - Crianza, Reserva und Gran Reserva

Die Qualitätsstufen bei spanischen Rotweinen orientieren sich an der Dauer der Fassreife (225-Liter-Eichenfässer). Junge Weine, die nur wenige Monate im Holzfass verbracht haben, kommen als Joven (jung) auf den Markt. In Rioja muss selbst ein Crianza für 12 Monate im Fass reifen und weitere 12 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf gelangt. Reserva und Gran Reserva sind die höchsten Qualitätsstufen mit 24 beziehungsweise 36 Monaten Holzfass- und anschließender Flaschenlagerung.

Seit dem Jahre 2017 gibt es zudem eine ganze Reihe von zusätzlichen Etikettierungen, die zuweilen zu Verwirrung führen. Wir finden Angaben über die Höhe der Weinberge (Viñedos de altura), das Alter der Rebstöcke (Viñas viejas, Viñas prefiloxéricas, Viñas centenarias), im Weingut gereifte Weine und Sondereditionen (Madurados en Bodegas, Ediciones oder colecciones seleccionadas y limitadas, ) oder den Ausbau in verschiedenen Tanks (tinajas de barro, hormigón).

Notabene: Traditionalisten erwarten noch immer das typische goldene Netz um die Reservas und Gran Reservas - das Alambrado. Einst war es ein Qualitäts- und Herkunftssiegel. Viele moderne Winzer verzichten heute darauf.