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Boasso

Boasso Franco – Ganz weit oben an der Barolo-Straße 

Boasso Franco nennt sich die kleine, aber überaus feine Azienda in der Langhe, die Franco Boasso in den 1970er Jahren ins Leben rief. Er hatte das unwahrscheinliche Glück, die besten Subgebiete des Weinanbaus auf der Barolo-Straße zu ergattern und mit kluger Hand die Lese in der Qualität zu optimieren. Das gesündeste Lesegut und die traditionellen, auf moderner Technologie gestützten Vinifizierungsmethoden führten dazu, dass Boasso-Weine zu den besten der Barolo-Region gezählt werden. Boasso bestockt seine recht hoch liegenden Weinberge nur mit autochthonen Rebsorten, allen voran mit der noblen Nebbiolo-Traube, aus der er hervorragende Barolo-Weine vinifiziert. James Suckling vergibt – nicht nur! – den Baroli des Boassos beste Bewertungen und eröffnet die Beschreibung seines Lieblingsbarolos aus dem Hause Franco Boasso mit einem begeisterten "Yum", lecker! Dabei bleibt es natürlich nicht, und er fährt fort (aus dem Englischen): "Voller Körper und feste, ausdauernde Tannine, mit Schliff und Schönheit. Zeigt Kraft und Fülle im Finish". Dieser Wein – wie so viele Barolos – braucht noch Zeit. Daher endet Suckling seine Empfehlung mit "Try in 2022". Das wäre jetzt! Greifen Sie also zu bei dem 2013-Jahrgang von Boasso "Barolo Margheria Riserva DOCG". Doch es muss nicht dieser sein, denn das Portfolio der Azienda Agricola Boasso Franco ist voller erstklassiger Langhe-Weine. Hierbei macht der Weinliebhaber kaum etwas falsch, zumal die Preise des Weinguts weiterhin sehr verbraucherfreundlich angesichts der herausragenden Qualitäten sind.

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Barolo-Margheria-Riserva-DOCG-2015-Boasso-1.png
Barolo Margheria Riserva DOCG 2015 Boasso
39,90 €

pro Flasche inkl.MwSt. zzgl. Versandkosten

53,20 € / 1 L
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Boasso: Serralunga-Barolos und die Perfektion im Weinberg

Die Azienda Agricola Boasso Franco befindet sich in dem winzigen Weiler Parafada, ca. 15 Kilometer südlich von Alba im Piemont und mitten in der Langhe-Region. Die Top-Weinberge der Boasso liegen auf ca. 300 bis 390 m. ü. M. und haben eine südöstliche Ausrichtung. Ihre Lagen klassifiziert Renato Ratti als "Erste-Klasse Subregion", womit das Gabutti-Untergebiet der Serralunga-Barolo-Denomination gemeint ist. Sieben Hektar Land dienen als Haselnusshaine. Weitere sieben Hektar bestockt der Winzer und Eigentümer der nach ihm benannten Azienda mit den Klassikern der Langhe, wozu an erster Stelle der Langhe Nebbiolo, Dolcetto d’Alba, Barbera d’Alba sowie die autochthonen Arneis und Moscato gehören.

Durch kluge Bewirtschaftung seiner Weinberge ist Boasso zum Synonym für Top-Qualität-Barolos geworden. Der Winzer ist zu Recht davon überzeugt, dass nur die besten, gesündesten und naturnah gepflegten Trauben entsprechend gute Weine hervorbringen. Dementsprechend werden die Weinberge der Boasso, die sich in den besten Subregionen Gabutti, Meriame und Margheria befinden, mit viel Aufmerksamkeit und kenntnisreicher Hand gepflegt und gehegt, wozu eine rigorose Erntereduzierung und eine Handlese gehören. Die sogenannte Grüne Ernte, die nur ein versiertes Team von Rebbeschneidern und Rebkennern vornehmen kann, gehört genauso dazu, wie eine radikale Selektion während und nach der Lese. Auch der Zeitpunkt der Ernte wird nach genauer Untersuchung der Trauben und nach der Bestimmung des Zuckergehalts im Refraktometer entschieden. Nur die besten Trauben kommen bei Boasso weiter. 

Boasso vinifiziert traditionell. Das heißt vor allem, dass der Ausbau der Weine in großen beziehungsweise in mittelgroßen Eichenfässern vorgenommen wird. Nach der ersten Gärung in temperaturkontrollierten Stahltanks erfolgt 15 bis 30 Tage dauernde Mazeration für die Baroli, während die anderen Weine (Dolcetto, Barbera, Nebbiolo, Arneis) eine circa 10-tägige Prozedur durchlaufen. Die malolaktische Gärung wird in Stahltanks vorgenommen. Je nach Sorte werden die Weine einem Alterungsprozess in verschiedenen großen Holzfässern unterzogen. Die Ausnahme davon bildet der Dolcetto-Wein. Bei den Fässern handelt es sich um sowohl neue als auch alte Holzfässer aus slawonischer Eiche in Größen von 8, 10, 29 und 25 Hektolitern. Die Reifezeiten liegen bei dem "Langhe Nebbiolo" und "Barbera d’Alba Superiore" bei sechs bis acht Monaten, wohingegen der "Barolo Serralunga" 30 Monate reift. Getoppt wird er vom "Barolo Margheria", dem 36 Monate Reifezeit gegönnt wird. Bei den Barolo-Weinen werden Eichenfässer eingesetzt, die 15 und 20 Jahre alt sind. Alle in Holz gereiften Weine Boassos altern vor der Flaschenabfüllung noch einmal in Stahltanks. 

Seit 1970 die richtigen Entscheidungen

Die Azienda Boasso wurde in den frühen 1950er Jahren, in den Jahren des allgemeinen Aufbruchs und Neubeginns, von Giuseppe Boasso direkt nach seiner Rückkehr aus dem Krieg neugegründet. Zunächst handelte es sich dabei um eine typische Azienda Agricola, das heißt um einen Bauernhof mit vielseitiger Nutzung. Neben Weinreben wurden Felder beackert, Haselnüsse angebaut und Wiesen für Viehhaltung betrieben. Erst als Franco, der Sohn Giuseppes, alt genug war, um gleichberechtigt an Vaters Seite die Azienda zu führen, wurden tiefgehende, zukunftsweisende Veränderungen vorgenommen. Vater und Sohn kauften neues Land dazu, gleichzeitig wurde der Bauernhof umstrukturiert. Statt Weiden und Viehhaltung wurden Haselnuss- und Pappelhaine geschaffen. Zwar erweiterte man gleichzeitig die eigenen Weinberge, doch in den folgenden Jahren wurde das Lesegut an benachbarte Winzer weiterverkauft. Die Familie Boasso machte in dieser Zeit Wein nur für den eigenen Bedarf. Erst Mitte der 1980er Jahre begann Franco Boasso aus den eigenen Trauben auch eigene Weine herzustellen. Es folgten notwendige Renovierungen des Landhauses und entsprechender Ausbau und Modernisierung des Weinkellers. Die neuste Errungenschaft stellt 2010 der Kauf der Azienda I Grappoli in der Gabutti-Subzone der Barolo-Appellation dar. I Grappoli steht Weininteressierten und Touristen gleichermaßen offen. 

Mittlerweile sind Francos Söhne Ezio, ein studierter Önologe, und Claudio sowie ihre Familien in das Weinunternehmen der Boassos eingestiegen. 

Das Boasso-Portfolio hat nicht nur Top-Barolos

Vier Barolos von insgesamt neun Weinsorten – das Portfolio des Weinguts Boasso Franco hat eindeutig eine Präferenz. Die Barolos sind fraglos die Vorzeigeweine des Unternehmens, worunter insbesondere zwei sich um den ersten Platz streiten: der Barolo Margheria Riserva DOCG und der Barolo Gabutti DOCG. James Suckling bewertet beide Weine mit Noten über 90 Punkten, gibt dem "Margheria" Riserva einen Vorzug und die herausragende "96" (2013). Neben den hundertprozentigen Nebbiolo-Weinen produziert das Weingut andere klassische Langhe-Weine, mit Vorliebe reinsortige wie den "Dolcetto d'Alba" DOC, den "Roero Arneis Grappoli" DOCG, den "Barbera d'Alba" DOC oder den "Moscato d'Asti Grappoli" DOCG. Allein der "Langhe Rosso Grappoli" ist eine Cuvée aus 50 % Nebbiolo, 40 % Barbera und 10 % Dolcetto DOC. 

 

Boasso Franco

Gründung: 1970er
Eigentümer: Franco Boasso
Önologen: Franco und Ezio Boasso
Jahresproduktion: ca. 60.000 Flaschen
Rebfläche: 7 ha in konventionellem Anbau

Notabene: Das Weingut Boasso bietet Degustationen und Führungen nur nach Vereinbarung. Wer sich jedoch in dem wunderschön gelegenen B&B "I Grappoli", einem schönen Landhaus mitten in den Weinbergen, einquartiert, der kommt fast schon automatisch in den Genuss der Boasso-Gastfreundschaft. Unser Tipp: Besuchen Sie das nur einen Katzensprung entfernte Castello im mittelalterlichen Weiler Serralunga d'Alba, das zu einem sehenswerten Museum umgestaltet ist.