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Nanni Copé

Nanni Copè – Dieses Juwel ist noch zu entdecken! 

Man kann sich zu Recht fragen, ob es in Italien noch unentdeckte Qualitätsweine geben kann. Antwort: Gerade in Italien! Die regionale Vielfalt in Bezug auf Weine – und natürlich auch auf die Kultur – ist auf engstem Raum des "Stiefels" so groß, dass es immer wieder großartige, aber still produzierende Weingüter gibt. Eines davon ist Nanni Copè. Das Weingut liegt in der grandiosen Landschaft zwischen Meer und Bergen in Kampanien. In Italien haben sich die Qualitätsweine aus dem durch die Amalfiküste berühmten Südwesten durchaus herumgesprochen, in Deutschland ist Kampanien jedoch weiterhin eine terra incognita. Zumindest für Weine. Mit Nanni Copè können Sie diese Lücke auf denkbar beste Weise schließen! Wer ganz besondere Weine sucht, wird sie mit der einst berühmten, jetzt tendenziell in Vergessenheit geratenen autochthonen Rebsorte Palagrello Nero finden. Winzer von Nanni Copè machen aus diesen Trauben wahre Wein-Juwele! Man sollte sich vor Augen führen, dass Weine aus der Palagrello-Nero-Traube einst im Königshaus der Bourbonen in Neapel aufgetischt wurden. Nanni Copè hat das Potential dieser Traube wahrlich königlich ausgelotet! Die winzige Produktion seiner Tenuta macht die Flaschen regelrecht zu Raritäten. Greifen Sie daher unbedingt zu, wenn Sie bei diesem Etikett fündig werden. Das ist auch die Empfehlung von Antonio Galloni, der einst für Robert Parkers "Wine Advocate" schrieb: "Leser, die Weltklasseweine aus Kampanien entdecken wollen, ohne dafür ein Vermögen auszugeben, beginnen hier [bei Nanni Copè]."

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Sabbie-di-Sopra-il-Bosco-Terre-del-Volturno-IGT-2014-Cope-Na
Sabbie di Sopra il Bosco Terre del Volturno IGT...
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Nanni Copè: Obsession für Palagrello Nero

Das Weingut Nanni Copè gehört zu den kleinen, äußerst fokussierten Weingütern in Kampanien. Es liegt in der südwestlichen Provinz Caserta, nördlich von Neapel, in dem kleinen Örtchen Vitulazio. Nur 2,5 Hektar Weinland in Monticelli di Castel Campagnano, das ist inmitten des DOC-Gebiet  Colline Caiatine, besitzt das Miniweingut und bestockt es ausschließlich mit autochthonen Rebsorten. Allen voran mit Pallagrello Nero im Dachlauben-Erziehungssystem, die im Durchschnitt 30 Jahre alt sind. Ihr folgen die gleichfalls autochthonen Casavecchia und Aglianico, welche unveredelt angebaut und deren Alter auf 140 Jahre geschätzt wird. 

Geführt wird die kleine Tenuta nach höchsten Qualitätsmaßstäben und man kann ergänzen: mit überragender Leidenschaft für Weine. Der kleine uralte Weinberg "Sopra il Bosco" liegt circa 200 m. ü. M. in einer ursprünglich geblieben Gegend, die noch von Wäldern dominiert wird (daher auch der Name). Hier bestehen die Böden hauptsächlich aus wasserableitenden, nährstoffarmen Sandgemischen. Die Hauptausrichtung des Weinbergs ist Nordwest mit einer Hanglage von 25 % Neigung. Das Klima bestimmen das circa 30 Kilometer entfernte Mittelmeer und die alles überragenden Taburno- und Matese-Berge. Beides sorgt für eine gute Durchlüftung und Abmilderung der Sommerhitze. In unmittelbarer Nachbarschaft fließt der Volturno, der gleicherweise sein eigenes Mikroklima schafft und für merkliche Tag-Nacht-Temperaturunterschiede sorgt.

Das Weingut Nanni Copè kann man mit Fug und Recht als die Obsession des Winzers Giovanni Ascione bezeichnen. Der kleine Weinberg ist in noch kleinere Sektoren unterteilt, auf denen einzeln registrierte Rebstöcke in differenzierten Anbaumethoden wachsen. Dazu gehören verschiedene Pflegesysteme, unterschiedliche Bodenbehandlungen als auch verschiedene Lesezeiten. Die Pflege des Weinbergs mit seiner penibel gegliederten Aufteilung dient der Optimierung des Weinanbaus unter Minimierung künstlicher Eingriffe. Auf synthetische Bodenbereitung, Pestizide oder Herbizide wird gänzlich verzichtet. Die einzelnen Rebstöcke werden genau beobachtet und ihre Entwicklung akribisch aufgezeichnet. Gleichzeitig wird auf eine starke Minimierung des Leseguts zugunsten der Qualität des Traubenmaterials geachtet. Davon profitieren sowohl der Boden, der dadurch weniger ausgelaugt wird, als auch die Pflanze selbst. Der achtsame Umgang mit den Reben setzt sich fort in der Lese: Je nach Reifegrad werden die jeweiligen Rebreihen oder sogar einzelne Rebstöcke gelesen! Natürlich händisch. Die Selektion erfolgt nicht minder obsessiv, nämlich Traube für Traube. 

Die Vinifizierung wird streng nach Reifegrad vorgenommen. Auf die äußerst vorsichtige Extraktion folgt die Vinifizierung unter durchgehender Temperaturkontrolle. Während der Mazerationen von 16 bis 18 Tagen in Edelstahltanks wird die Maische alle drei Stunden umgepumpt. Der Alterungsprozess dauert 13 Monate in unterschiedlichen – neu, ein, zwei und drei Jahre alten – Tonneaux und acht Monate in der Flasche. Der Wein ist unfiltriert. 

Die Pallagrello Nero ist eine Weintraube, die spät reift und sich durch eine dicke Schale auszeichnet. Ihre Tannine sind fein und ergeben bei vorsichtiger Vinifizierung einen Wein von starker Persönlichkeit, vor allem wenn mit Fingerspitzengefühl Aglianico und Casavecchia mitverschnitten werden. Die beiden letztgenannten geben dem Pallagrello-Nero-Wein die notwendige Frische durch eine gute Säure und die Standfestigkeit durch Strukturtiefe. 

Von Nanni Copè zu Giovanni Ascione

Das Weingut Nanni Copè ist nach dem Kinderspitznamen Giovanni Asciones benannt. Und ein wenig hat man den Eindruck, als ob Giovanni Ascione sich einen Kindheitstraum erfüllt hat. Der als Weintester ausgebildete und als Weinjournalist tätige Giovanni alias Nanni Copè machte 2007 den alles entscheidenden Schritt und gründete die Azienda Agricola Nanni Copè Caserta in Kampanien. Der aus der kleinen Ortschaft Caserta stammende Giovanni Ascione suchte vielleicht nicht gezielt, aber er fand genau das Richtige in einer noch von Natur dominierten Gegend Kampaniens, wo alte Weinberge sich mit Wäldern abwechseln. Idealerweise sollte es sich bei seinem Kauf um einen historischen Weinberg handeln und nicht um eine neu gerodete Parzelle. Seinen ersten Wein präsentierte Ascione 2008. Seine Philosophie von Anbeginn des Unternehmens: größte ökologische Sensibilität zum Ziele eines exzellenten, einen eleganten und dennoch (oder gerade weil) originären Terroirweins, der die Region, die Kultur, die spezielle Scholle des Weinbergs in möglichst unverfälschter Weise zum Ausdruck bringt. 

Giovanni Ascione ist ein stets freundlicher, charismatischer Idealist-Winzer, der um die Realität jenseits seines kleinen Refugiums Bescheid weiß. Daher seine rigorose naturnahe Weinbereitung aus größter Überzeugung heraus, man könne nur mit der Natur gut leben. Als Winzer ist er vielleicht ein Newcomer, als Weinkenner jedoch ein alter Hase, der seinen Weintestergaumen in bester Weise bei seinen eigenen Produktionen einsetzt und darin kompromisslos ist.

Ein ganz großes Kino im Portfolio von Nanni Copè! 

Nanni Copè produziert bisher eigentlich nur einen einzigen Wein, den Nanni Copè "Sabbie di Sopra il Bosco" Terre del Volturno IGT. "Eigentlich" daher, weil Nanni Copè in den allerbesten Jahren auch einen Riserva und seit 2016 auch ein bisschen von dem weißen Nanni Copè "Polveri della Scarrupata" Terre del Volturno IGT vinifiziert, eine Assemblage aus Fiano (80 %), Asprinio (12 %) und Pallagrello Bianco (8 %). Genauso wie das Flaggschiff des Weinguts ist auch dieser Weiße mit einer interessanten salzig-mineralischen Note und mit einem schönen Fruchtkörper gekennzeichnet. Nur 2.500 Flaschen kamen auf den Markt – somit eine noch größere Rarität als das Flaggschiff des Weinguts!

Der "Sabbie di Sopra il Bosco" ist ein außergewöhnlicher, ein eleganter, sehr trockener Roter, der zu den 25 besten Weinen aus Italien zählt. Der Winzer des Weinguts verschneidet dabei Pallagrello Nero (90 %) mit Aglianico (7 %) und Casavecchia (3 %). Was ist zu erwarten? Seidige Tannine, perfekt eingebunden in Säure und Alkohol, und vor allem überraschende Dynamik im hellen Körper. Hier treffen Bitterschokolade auf Mineralität, dunkle Beeren und Kirschen auf starke Gewürze, frische Blumen auf salzige Noten. Und all das ist äußerst elegant und feinst ausgewogen eingepackt!

"Forbes"-Verkoster und Weinautor Tom Hyland stuft diesen Wein unter seinen persönlichen Top-10 und schwärmt: "Nanni Copè Sabbie di Sopra Il Bosco ist ein atemberaubender Wein, der in 15-20 Jahren bestens trinkbar sein wird (man kann ihn auch sofort nach der Veröffentlichung genießen, aber es ist ein Verbrechen, ihn so schnell zu trinken). […]" Seine Empfehlung: "Tun Sie, was Sie können, um eine Flasche zu finden."

 

Nanni Copè

Gründungsjahr: 2007
Eigentümer: Giovanni Ascione
Önologe: Giovanni Ascione
Jahresproduktion: ca. 6.000 – 10.000 Flaschen
Rebfläche: 2,6 ha in naturnahem Anbau

Notabene: Keine Homepage und leider bisher keine offiziellen Degustationen oder Besuchsmöglichkeiten vorhanden. Man kann es natürlich dennoch versuchen… die Adresse und Telefonnummer ist bekannt.