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Borgo Scopeto - Caparzo

Borgo Scopeto – Supertoskaner in Chianti Classico

Borgo Scopeto ist ein 700 Jahre altes Weingut, das aus einer mittelalterlichen Ansiedlung hervorgegangen ist und inmitten der berühmten toskanischen Weinanbaugegend DOCG Chianti Classico bei Castelnuovo Berardenga in der Provinz Siena liegt. Eingebettet ist der „Borgo“ in eine Landschaft, die an eine Postkartenidyllen erinnert. Doch die sanft geschwungenen Hügelketten, schlanke Zypressen, duftende Macchia und natürlich die mit Weinreben bestockten Hügel bilden die ganz reale Landschaft von Borgo Scopeto, in der mitunter die besten Weine der Welt entstehen. 

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Das Weingut Borgo Scopeto nimmt daran teil, mit seinen Chiantis DOCG und einem der sogenannten Supertoskaner oder Super Tuscan, wie einige IGT-Weine, also eigentlich „Tafelweine“, von den US-amerikanischen Weinexperten zum ersten Mal betitelt wurden. Eine dritte Spezialität des Borgo Scopeto ist der legendäre Dessertwein „Vin Santo“, der aus teils rosinierten, penibel selektierten Trauben der weißen Trebbiano- und Malvasia-Varietäten gemacht wird. Italien hat vier DOC-Appellationen, die sich der Herstellung des „Vin Santo“ ausgewiesener Maßen widmen, dazu gehört auch das Chianto Classico (Appellation Vin Santo del Chianti Classico) und Borgo Scopeto führt die alte Tradition dieser aufwändigen Weinherstellung auf höchstem Niveau weiter.

Der mittelalterliche Weiler Borgo Scopeto ist das erste Weingut der gebürtigen Römerin Elisabetta Gnudi Angelini, die bis dato noch nie mit Weinbereitung in Berührung kam. Mittlerweile markiert es den Beginn eines kleinen Weinimperiums, das in der engagierten Hand von Elisabetta Gnudi Angelini liegt. Es heißt, ihre zweite Erwerbung, die Tenuta Caparzo, die zu dem Einkaufszeitpunkt bereits bekanntes Weingut war, wurde hinzugekauft, um das Borgo Scopeto sanieren zu können. Beide Tenute werden vom gleichen Team aus Önologen und Verwaltern gemanagt. 

Borgo Scopetos Spagat zwischen Modernität und Tradition

Borgo Scopeto in Vagliagli gelegen, etwa 20 Kilometer außerhalb des Zentrums von Castelnuovo Berardenga entfernt, besteht aus 700 Hektar Land, wovon circa # auf Olivenhaine und 70 Hektar auf den Weinanbau entfallen. Davon liegen gut 40 Hektar in der uralten Kern-Appellation Chianti Classico. Das Terroir kann man mit Fug und Recht als „klassisch toskanisch“ bezeichnen: sanft gewellte Hügel, Überbleibsel ursprünglich ausgedehnter Wälder, Pinien, Zypressen und Olivenhaine bestimmen die ansonsten mit Weinbergen besetzte Landschaft. Die südliche bis südöstliche Ausrichtung der Weinberge des Borgo Scopeto bietet den Reben optimale Sonneneinstrahlung und die typischen Böden aus verschiedenen Ton-, Lehm- und Sandzusammensetzungen sind ideal für die mehrheitlich hier angebaute Sangiovese-Varietät. Daneben werden kleine Mengen an Rebsorten wie Trebbiano und Malvasia (für die Erzeugung des „Vin Santo“) sowie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut.

Borgo Scopetos Weinlagen befinden sich an vier Hauptorten, die auf Höhen zwischen 360 und 450 m. ü. M. liegen. Namentlich genannt sind das die Lagen Misciano, Fornacino, La Vittoria und Cagliano. Alle Lagen dienen seit Jahrhunderten als Weinberge und sind gleichzeitig uralte Wohn- und Arbeitsstätten wie beispielsweise Misciano, das im 15. Jahrhundert ein Weiler war, der verlassen wurde und nun der wichtigste Weinberg von Borgo Scopeto ist.

Während in Misciano mittelschwerer, gleichmäßig skelettierter Boden dominiert, bestehen die Böden in Cagliano aus Schwemmland mit Sandeinschlüssen ohne Skelettanteile. Fornacino hingegen besteht aus Lehmböden und La Vittoria unterscheidet sich von den anderen durch ihr erhöhtes Sandvorkommen. Diese graduellen Unterschiede wirken sich unmittelbar auf die Qualitäten der Trauben, ihren jeweils einzigartigen Geschmack und – gemeinsam mit dem Mikroklima – verschiedene Säuregrade. Entsprechend dieser Vorbedingungen sind die Weinberge mit unterschiedlichen Sangioveseklonen bepflanzt. Als Erziehungssystem dient Kordon, „cordone speronato“, das mit einer Rebstockdichte von circa 6.000 Reben pro Hektar bestockt ist. Die Weinbergbewirtschaftung und Lese, die teils händisch (in Cagliano), teils maschinell (in Vittoria) erfolgt, ruht ausschließlich in den Händen von geschulten Fachkräften. Die Traubenentwicklung wird technisch streng überwacht, damit der optimale Reifegrad vorbestimmt wird und dementsprechend die Lese punktgenau vorgenommen werden kann. Die erste Sortierung des Traubenguts erfolgt im Weinberg, sodass ausschließlich unversehrte Trauben in den neugebauten, modern ausgestatteten Weinkeller ihren Weg finden, wo eine weitere Selektierung, Entrappung und eine vorsichtige Andrücken der Trauben erfolgt. Sowohl die erste Gärung als auch die spontane malolaktische Gärung wird in Edelstahltanks und zwar je nach Rebsorte und Weinberg getrennt vorgenommen. Anschließend erfolgt die Zusammenlegung der Weine. 

Das Problem der toskanischen Winzer – doch nicht nur ihres – ist die starke Erderwärmung und der allgemeine Klimawandel. Sehr heiße, trockene Monate stören nicht nur das Wachstum der Reben, sondern auch die Weinverarbeitung. Obwohl das Borgo Scopeto auf traditionelle Vinifizierungsverfahren setzt, sieht es sich gleicherweise dazu gezwungen, moderne Technologien einzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die automatische Feuchtigkeits- und Temperaturregelung im Weinkeller, die für die Frische und „Knackigkeit“ sowie eine gute Säureentwicklung während der Aufbereitung der Weine sorgt. Slawonische Barriques und französische Eichen-Tonneaux dienen dem Ausbau der Weine, die zwischen 14 und 48 Monaten altern. In beiden Fasssorten wird beispielsweise der Cru „Chianti Classico Riserva“ DOCG Vigna Misciano ausgebaut. Borgo Scopeto verfügt darüber hinaus über eine eigene Flaschenabfüllanlage und steuert somit alle Weinherstellungsprozesse von der Pike bis zu Auslieferung aus einer Hand und an einem Ort. Damit kann es in absolut allen Schritten der Vinifizierung für die höchste Qualität seiner Produkte sorgen, für die das Borgo einsteht. 

Borgo Scopeto: ein Weingut mit uralten Wurzeln 

Borgo Scopeto ist ein uraltes Anwesen, das architektonisch zwischen Landvilla und Castello angesiedelt ist. Seine erste beglaubigte Erwähnung geht auf ein Dokument aus dem Jahr 1079, in dem das Anwesen als eine befestigte Anlage beschrieben wird, die der Kathedrale von Siena beziehungsweise der Erzdiözese Siena gehört. Im Ursprung war der Borgo Scopeto eine Verteidigungs- und Militäranlage, wovon der bis heute erhaltene mächtige Turm aus dem 13. Jahrhundert zeugt, der als Späh- und Verteidigungsturm diente. Im unteren Teil des Turms auf seiner Nordseite sind noch die ursprünglichen Scharten für den Einsatz von Schließbögen und Büchsen vorhanden. Nach und nach wurden um den Turm ein Herrenhaus und weitere Nutz- und Bauernhäuser gebaut. Auf diese Weise entstand ein „borgo“, ein Weiler, auf den das heutige Gesamtensemble zurückzuführen ist. 

Im Jahr 1300 verschenkte der Klerus das Anwesen an die adelige sienesische Familie Sozzini, die die militärische Anlage in eine Landvilla umzubauen begann und die dazugehörigen Ländereien zum Nutzland umgestaltete. Bereits damals lag der Produktionsschwerpunkt auf der Herstellung von Olivenöl und Wein. Doch die spannende Geschichte des Anwesens erschöpft sich nicht nur in seiner ökonomischen Bedeutung, sondern erreicht wichtige kulturell-politische Dimensionen, als nämlich im 16. Jahrhundert das Anwesen zum Zentrum für theologische Dispute wurde, deren Zielsetzung die Reformation der Katholischen Kirche war. Die dort verfassten Reformationsthesen zogen wiederum die Verfolgung der Adelsfamilie Sozzini durch die Inquisition nach sich. Die ökonomische Entwicklung des Guts wurde davon offenbar nicht beeinträchtigt, das sich zu einem angesehenen Weinlieferanten entwickelte. Bis die Weine das Etikett „Borgo Scopeto“ trugen, mussten jedoch noch viele Jahrzehnte vergehen. Erst mit dem Ausbau und Erneuerung des Weinguts durch die Familie Bindella in den 1990er Jahren kamen auch die ersten mit dem entsprechenden Ettikette versehenen Weine auf den Markt. 

1997 wurde Borgo Scopeto an Elisabetta Gnudi Angelini verkauft, der Erbin des früh verstorbenen Paolo Angelini, der ein großes italienisches Pharmaunternehmen führte, das weiterhin in der Familienhand ist. Elisabetta ist studierte Wirtschaftswissenschaftlerin, ihre große Liebe aber galt – und gilt – schon früh der Kunst. Bevor sie ihre große Liebe für die Weine entdeckte, war sie lange Zeit im Film- und Theaterproduktionsmanagement tätig. Bis heute engagiert sie sich für moderne Kunst. Ihr tiefes Interesse für die Weinbereitung ist sicherlich der Familie Angelini zu verdanken, die neben dem großen Pharmaunternehmen auch viele Weingüter in der Toskana besitzt (u.a. Val di Suga in Montalcino, San Leonino im Chianti Classico und Trerose in Montepulciano). 

Elisabetta war einige Jahre im Verwaltungsrat der Familie tätig bis sie sich schließlich mit ihrem ersten Weingut, dem Borgo Scopeto, selbständig machte. Ihre Idee bestand darin, sich voll und ganz in die Vinifizierungsprozesse einzubringen. Sie lernte in Abendkursen Önologie, bei renommierten Sommeliers der Italian Sommelier Association das entsprechende Handwerk und studierte darüber hinaus Landwirtschaft in Rom. Sie versäumt bis heute nicht, sich von angesehenen Önologen und Weinmachern beraten zu lassen, um so ihre Weingüter und Weinprodukte zu perfektionieren. Ein Jahr nach dem Kauf des Borgo Scopeto folgte das Weingut Caparzo in Montalcino, das hochgeschätzte Brunello di Montalcino produziert, dann die Tenuta Doga delle Clavule und schließlich 2002 Altesino, eines der renommiertesten Weingüter von Montalcino und Elisabettas Herzprojekt. Ihre beiden Kinder Igino und Alessandra unterstützen sie mittlerweile im Management der Weingüter. Die Zentrale des Weinunternehmens befindet sich in der Tenuta Caparzo.

Das eigentlich Borgo Scopeto wurde für circa 30 Millionen Euro stilvoll renoviert und dient nun als Luxushotel, das Elisabetta Gnudi Angelini selbst bis ins kleinste Detail entwarf, während die moderne Weinkellerei circa einen Kilometer Luftlinie entfernt inmitten der Weinberge liegt. 

Beeindruckendes, wenn auch kleines Portfolio 

Vier Weinsorten befinden sich zurzeit im handverlesenen Weinsortiment des Borgo Scopeto. Dazu gehören der Cru „Chianti Classico Riserva“ DOCG Vigna Misciano, der nur in den besten Erntejahren und nach einer besonders sorgfältigen Selektion entsteht, ein „Chianti Classico“ DOCG, ein „Borgonero“ und der Dessertwein „Vin Santo“ Chianti Classico DOC. Um den „Vin Santo“ spinnt sich eine schöne Legende, der nach der griechische Metropolit Bailius Bessariun im Jahr 1439 auf dem Unionskonzil von Florenz diese Weinsorte probierte und begeistert ausgerufen haben soll: „Dies ist ein Wein [wie] aus Xantos [Santorin]!“.  Seine Tischnachbarn haben das Wort Xantos als „Santos“ für „heilig“ verstanden und seitdem heißt der Wein „Vin Santo“. Dieser alte Traditionswein wird aus Trebbiano Toscano und Malvasia hergestellt, deren Trauben drei Monate auf speziellen Gestellen trocknen und dann in Barrique vergoren werden. Anschließend altern sie mindestens 48 Monate lang in sogenannten Caratelli-Fässern, kleinen mit roten Siegellack versiegelten Likörfässern aus Eiche. Traditionell sind die Fässer mit einem Kreuzzeichen versehen. 

 

Der „Borgonero“ IGT, ein Cuvée aus Sangiovese, Syrah und Cabernet Sauvignon (manchmal auch Merlot), ist das Flaggschiff des Weinguts und wird von einigen Kennern als Supertoskaner bezeichnet. Für den Jahrgang 2017 gab es beispielsweise 92 Punkte von James Suckling. Dieser herausragende Vorzeigewein des Borgo Scopeto, der 24 Monate in Eichen-Tonneaux reift und anschließend mindestens 8 Monate in der Flasche, ist – wie alle Weine des Weinguts – charakterstark und äußerst elegant, mit einem ungewöhnlich komplexen Körper und überragender Samtigkeit am Gaumen. Und das Beste zum Schluss: Der „Borgonero“ des Borgo Scopeto ist möglicherweise der günstigste Supertoskaner, den Sie für Euros bekommen können.

 

Borgo Scopeto

Gründungsjahr: verm. im 14. Jh./ Neugründung in den 1990er Jahren
Eigentümerin: Elisabetta Gnudi Angelini
Önologe: Simone Giunti und Angelo Rossi Nuccio Turone (Verwalter)
Jahresproduktion: ca. 20.000 Flaschen
Rebfläche:  70 Hektar in konventionellem Anbau

Notabene: Das Weingut Borgo Scopeto produziert neben seinen erlesenen Weinen auch einen herausragenden Extra Vergine Olivenöl DOP Chianti Classico auch einen Grappa. Das historisch und architektonisch überaus interessante Anwesen, das nun kein Weingut, sondern ein erlesenes Relais-Hotel ist, diente dem US-amerikanischen Spielfilm „Letters to Juliet“ des Regisseurs Gary Winick 2009 als Kulisse (mit Amanda Seyfried, Vanessa Redgrave und Franco Nero) und war in den USA überaus erfolgreich. Im Film wird natürlich auch Wein getrunken und einer der „Stars“ ist der Brunello der Tenuta Caparzo, was nach der Filmpräsentation zu einem deutlichen Umsatzanstieg des Weins in den USA führte. Das Weingut „Borgo Scopeto“, das auf kurzem Wanderweg vom Relais Borgo Scopeto in wenigen Minuten zu erreichen ist, kann mit Voranmeldung besichtigt und eine Degustation der Weine mitgebucht werden.