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Castellucci Miano

Schon einmal von Catarratto und Perricone gehört? Das sind uralte weiße und rote Traubensorten aus Siziliens neuem, seit 2016 offiziell beglaubigten DOC-Gebiet Valledolmo Sclafani. Das Städtchen Valledolmo blickt auf jahrhundertalte Weingeschichte zurück und mitten in diesem historischen Territorium liegt das Weingut Castellucci-Miano.

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Miano Bianco Valledolmo DOC 2021 Castellucci Miano
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Nero-dAvola-Sicilia-DOC-2020-Castellucci-Miano-1.png
Nero d'Avola Sicilia DOC 2020 Castellucci Miano
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Shiarà Bianco Valledolmo DOC 2019 Castellucci...
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PerricOne DOC Sicilia 2020 Castellucci Miano
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Castellucci-Miano schreibt sich eigentlich Castelluccimiano, mit dem Nachsatz "mountain natives" oder "vinicultura di montagna" – "Berg-Autochthone" bzw. "Weinkultivierung aus den Bergen" –, was sowohl auf die regionalen Weinsorten als auch auf die Weinkultivierung auf einer ordentlichen Höhe zwischen 700 und, wenn man ganz genau ist, 1050 m. ü. M. bezogen ist. Diese Lagen sind etwas ganz besonderes im heißen Sizilien, zumal sie im Landesinneren liegen und wenig bis gar nicht von den Brisen des Meeres abbekommen. Hier ganz oben herrschen ein besonderes Mikroklima und eine geologische Besonderheit von mineralischen, kalkhaltigen Lehmböden, die die rare Feuchtigkeit gut speichern und an die autochthonen Rebsorten Siziliens abgeben, die es so dringend brauchen. Während die weiße Weinsorte Catarratto wenn überhaupt geläufig, dann als eine typische Cuvée-Ergänzung, die an sich als tendenziell von minderer Qualität gilt, beschloss Castelluccimiano, sie in ihrem vollen Potenzial auszubauen. Das nennt man Mut im Weinbusiness. Genauso mutig ist es, die leider gänzlich vernachlässigte Rotweinsorte Perricone mehrheitlich anzubauen. Perricone war bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert die rote Weinsorte Siziliens und ein echter Schlager. In Vergessenheit geraten verschwand sie aus den Portfolios der meisten Winzer. Nicht so bei Castelluccimiano, das daraus ein rares reinsortiges Flaggschiff, den "Maravita" DOC Sicilia, macht und damit auf unnachahmliche Weise unter Beweis stellt, wie gut es in seinem Fach ist. Es sind nicht viele, die einen Perricone auf höchster Qualitätsstufe schaffen, der von Castelluccimiano ist sicherlich ein solcher Glücksfall, der den Perricone Konkurrenten der berühmten Tasca d'Almerita Tenuta Regaleali locker in den Schatten stellt. 

Castelluccimiano: ein Sizilianer im Spagat 

Das Weingut Castelluccimiano liegt im Südosten von Palermo, circa 95 Kilometer davon entfernt, am Rande der kleinen Ortschaft Valledolmo. Der Ort entstand im frühen 17. Jahrhundert, die Region blickt jedoch auf antike Weingeschichte zurück, die ins 5. Jh. v. Chr. zurückreicht. Castelluccimiano greift dieses lokale Erbe auf eine der bestmöglichen Weisen auf, indem es die ureigenen sizilianischen (lokalen) Weitraubensorten auf biologische Art kultiviert. Bei Castelluccimiano handelt es sich um eine ehemalige Weingenossenschaft, die aktuell 75 Hektar bestocktes Land bewirtschaftet. Die einzelnen Lagen sind nicht größer als 1 Hektar und befinden sich in den Gemeinden Castellucci, Rovittello, Miano, Sprella, Contrasto, Cifiliana, Acqua del Corvo und in Sciarazzi. Sie alle gehören der Region von Valledolmo an und liegen hoch auf 700 bis 1.100 m. ü. M. an den Hängen der Madonie und sind reich an geologischen Qualitäten. Hier finden sich sandige bis lehmige Bodenstrukturen von mittlerem Typ, die durch alkalische Reaktionen, verursacht durch aktiven Kalkstein, bereichert werden. Die klimatischen Bedingungen auf dieser Höhe machen die Weine trotz der sizilianischen Hitze frisch und bescheren ihnen einen hervorragend austarierten Säure-Tannine-Körper. Zu den Besonderheiten dieser Region gehört das feuchtere Mikroklima und ein Boden, dass Wasser zurückhält, so dass die Castelluccimiano auf künstliche Bewässerung – sowieso keine gute Entscheidung angesichts der aktuellen klimatischen Entwicklung – verzichtet.

Angebaut werden im alten Alberello- und Pergola-System vor allem die Rebsorten Catarratto und Perricone sowie etwas Nero d’Avola, alle drei autochthonen Rebsorten, wovon Perricone so gut wie aus den sizilianischen Weinbergen verschwunden ist. Das Unternehmen hat darüber hinaus einige der 40 bis 80 Jahre alten Weinberge restauriert und nutz Weinreben im durchschnittlichen Alter von 50/60 Jahren. Gedüngt wird nur mit Gülle und das einzig Chemische – sagt der Gutsmanager – sind sparsam eingesetzte Sulfite. Die Cantina produziert Weine, die zu den hochwertigsten Siziliens zählen. Alle hier entstehenden Roten, Weißen und Spumanti sind sortenrein und werden aus den besten, handverlesenen und stark selektierten Trauben und mit einem niedrigen Sulfiteinsatz produziert.

Der Spagat des Weinunternehmens besteht zwischen den technischen Innovationen einerseits und der 'altmodischen' Art der Weinbergbearbeitung und der Vinifizierung im Keller andererseits. Biodiversität, ökologische Nachhaltigkeit, Schutz des Territoriums und natürlich-biologische Anbaumethoden, die Hand in Hand mit überlieferten Vinifizierung einhergehen, sind die Markenzeichen des Weinguts und beweisen den Mut des Unternehmens, sich mit dieser strikten Philosophie einen Weg durch das Dickicht der konventionellen Weingüter nach Oben zu bannen. 

Die Technik bei der Rotweinbereitung fällt sehr unterschiedlich aus und ist stark der jeweiligen Weinsorte angepasst. Mal wird eine vollständig abgeschlossene, mal gar keine malolaktische Gärung vorgenommen. Die Reifung im Edelstahltank beträgt drei bis sechs Monate, der Alterungsprozess im Holz zwischen vier und zehn Monaten mit abschließender vier- bis sechsmonatiger Reifung in der Flasche. 

Eine besondere Behandlung erfährt das zweite Flaggschiff des Weinunternehmens, der "Maravita" DOC Sicilia, der ein reinsortiger Perricone-Wein ist. Die interessante Weintraubensorte gilt als vielleicht die älteste noch erhaltene Sorte Siziliens. War die Weintraube vor allem bis in die 1800er Jahre beliebt, wird sie heutzutage kaum mehr angebaut. Mit Ausnahme von Castelluccimiano, die daraus einen wunderbaren Wein macht. Nur die besten Weintrauben finden dafür Verwendung und werden zunächst 30 bis 40 Tage im speziellen Trauben-Raum unter einer angepassten Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle teilweise verdorrt. Nach einer traditionellen Gärung mit einer einmonatigen Mazeration und einer vollzogenen malolaktischen Gärung altert der Wein 12 bis 14 Monate in Eichenholz und anschließend 9 bis 12 Monate in der Flasche. Dieser bis zu 15 % Alkohol starke, sehr charakterbetonte und bestens durchkomponierte Wein ist wie kein anderer sizilianischer Roter Ausdruck einer ganz besonderen Verbindung von Terroir und Traubensorte. 

Knapp und bündig: die kurze Geschichte des Weinguts Castelluccimiano

Die Geschichte des heutigen Weinguts geht auf das Jahr 1570 zurück als das Gut Valle dell'Olmo die Region beherrschte. Um 1900 gehörten dem Gut 570 Hektar Land, das mit Weinreben und Olivenbäumen bepflanzt war. Man produzierte hier Weine für die Region. Ein Teil dieser Weinberge wurde 1961 zu einer Weingenossenschaft mit circa 80 Weinbauern und insgesamt 125 Hektar rebbestocktes Land zusammengeschlossen. Die Bildung eines einzigen gemeinsamen Kellers hatte für alle Beteiligten den großen Vorteil von gebündelten finanziellen Möglichkeiten, die Produktionsstätte mit neuer Technologie und bestem Equipment ausstatten zu können, was den einzelnen Weinbauern nicht möglich gewesen wäre. Die Weingenossenschaft wurde 2005 von einem kleineren Konsortium von Unternehmern abgelöst, die auf einer verkleinerten Fläche von gut 75 Hektar (teil gepachtet, teils im Eigenbesitz) begonnen hatten, die uralten Weinberge zu rekonstruieren und zum neuen Leben zu erwecken. Dem Weinunternehmen stehen zwei Persönlichkeiten vor: Piero Buffa und Tonino Guzzo. Während Buffa sich um das Business kümmert, ist Guzzo als studierter und erfahrener Önologe für den Weinkeller und den Geschmack der hier produzierten Weine verantwortlich. Das Weingut spezialisiert sich ausschließlich auf Terroirweine aus autochthonen Weinsorten dieser Region. Für den Namen des Weinguts stehen zwei Ortsteile Castellucci und Miano Pate.

Überschaubar, territorial und handverlesen - das Portfolio der Castelluccimiano

Es sind acht große Weine – rote, weiße und spumanti –, die das aktuelle Portfolio (2022) der Weingutsgesellschaft Castelluccimiano bilden: "Miano" DOC Valledolmo - Contea di Sclafani, "Shiarà" DOC Valledolmo - Contea di Sclafani, "Shiarà" Vintage DOC Valledolmo - Contea di Sclafani, "Sampieri" Perlant Terre Siciliane IGT, "Miano" Brut Terre Siciliane IGT, "Maravita" DOC Sicilia, "Perric.One" DOC Sicilia sowie Nero D'Avola DOC Sicilia.

Castelluccimiano stellt zwei sehr unterschiedliche Flaggschiffe der interessierten Weintrinkern vor. Das ist zum einen der reisortige weiße Cataratto "Shiarà" Riserva, ein Wein von reichen Duftnoten nach Zitrusfrüchten und einem perfekten Körper. Zum anderen der kräftige, charakterstarke "Maravita", ein reisortiger, rarer Perricone, der mit sehr viel Aufwand aus der besten Trauben in althergebrachter Methode gemacht wird. 

Ob Spumanti, Rotweine oder Weißweine, die Produkte der Castelluccimiano zeichnen sich durch lebendige, frische Säure, spannende Mineralität und einen bestens ausbalancierten, feinen Geschmack, der für die sonstigen sonnendurchtränkten "Sizilianer" nicht unbedingt typisch ist. 

 

Società Agricola Vitivinicola Castelluccimiano

Gründungsjahr: 2005 (1961 als Weingenossenschaft)
Eigentümer: ein Zusammenschluss von Unternehmern
Önologe: Tonino Guzzo
Jahresproduktion: ca. 120.000 Flaschen
Rebfläche: ca. 75 Hektar in biologischem Anbau

Notabene: Die faszinierende Landschaft der Weinberge des Weinguts ist eines Besuches wert! Um in den Genuss einer Weinprobe und nach Wunsch einer Führung durch die Ländereien zu kommen, ist eine Voranmeldung per Internetformular auf der Homepage des Unternehmens notwendig. Wer eine schicke oder zumindest gemütliche Weinstube und architektonische Besonderheiten des Weinkellers erwartet, wird durch die weingenossenschaftliche Schlichtheit, die an sozialistische Zeiten erinnert, enttäuscht werden. Nicht jedoch vom Wein!