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Produkte von Bertani

Das Weingut Bertani hat sein historisches Haupthaus in Grezzana, einer venezianischen Kleinstadt circa 13 Kilometer von Verona entfernt. Hier wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Bertani-Weingut von zwei Brüdern gegründet, die ihr Wissen um den innovativen Weinanbau von keinem geringen als Jules Guyot in Frankreich erwarben. Bertani blickt auf ruhmreiche Zeiten zurück, als die damals noch junge Republik Italien das Weingut mit Auszeichnungen ehrte und der englische König Georg VII. auf seiner Hochzeit ausschließlich einen „Bertani“ unter den Weißweinen duldete. 

Heutzutage besteht das Bertani-Weingut aus über 200 Hektar Rebland in den Appellationen Valpolicella und Soave. Berühmt ist die Weinkellerei für drei ihrer Weine, für den international prämierten Amarone, den „Secco-Bertani“ und für den Weißwein. Bertani gilt als der Erfinder des Soave, eines fruchtig-spritzigen Weins, der nichts mit den billigen Abfüllungen, die in deutschen Supermerkten im Sommer die Weinabteilung füllen, gemein hat. Obwohl er ein preislich günstiger Wein ist, steht er ein für die enorme Qualität in den Standards der Casa Vinicola Bertani.

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Das Weingut Bertani hat sein historisches Haupthaus in Grezzana, einer venezianischen Kleinstadt circa 13 Kilometer von Verona entfernt. Hier wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Bertani-Weingut von zwei Brüdern gegründet, die ihr Wissen um den innovativen Weinanbau von keinem geringen als Jules Guyot in Frankreich erwarben. Bertani blickt auf ruhmreiche Zeiten zurück, als die damals noch junge Republik Italien das Weingut mit Auszeichnungen ehrte und der englische König Georg VII. auf seiner Hochzeit ausschließlich einen „Bertani“ unter den Weißweinen duldete. 

Heutzutage besteht das Bertani-Weingut aus über 200 Hektar Rebland in den Appellationen Valpolicella und Soave. Berühmt ist die Weinkellerei für drei ihrer Weine, für den international prämierten Amarone, den „Secco-Bertani“ und für den Weißwein. Bertani gilt als der Erfinder des Soave, eines fruchtig-spritzigen Weins, der nichts mit den billigen Abfüllungen, die in deutschen Supermerkten im Sommer die Weinabteilung füllen, gemein hat. Obwohl er ein preislich günstiger Wein ist, steht er ein für die enorme Qualität in den Standards der Casa Vinicola Bertani.

Bertani-Weingärten mit weltberühmten Weinen

Bertani schätzt sich glücklich, rechtzeitig das Potenzial der Provinz Verona für den Weinanbau erkannt und in verschiede Appellationen investiert zu haben. Heutzutage verfügt das Bertani-Weinunternehmen über gut 220 Hektar Land in den DOC-Appellationen Soave, DOCG Valpolicella Valpantena, Valpolicella Classica und Lago di Gardo (Gardasee). Die Weinlagen haben äußerst unterschiedliches Terrain. Mergeldominate Areale wechseln sich ab mit ton-, sand- oder kalkhaltigen Böden. Auch Basalte finden sich darunter. Je nach Terroir werden auf den Rebflächen sowohl regionale als auch internationale Varietäten angebaut. Allen voran Cabernet Sauvignon, Corvina, Garganega, Molinara und Rondinella. Jede Appellation hat nicht nur unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, sondern auch eigene klimatische Bedingungen. 

Das Soave-Produktionsgebiet zeichnet sich durch sanfte Hügel und ein besonders mildes Klima mit ausgeglichenen Temperaturen, einen milden Winter und angenehmen Sommer. Hier gedeihen die Reben auf lehmhaltigen bis mineralischen Böden, die je nach Standort differenzieren. Langlebige Garganega-Weine mit fruchtigen Noten entstehen auf der Sereole-Lage zwischen der Gemeinde Soave und dem Städtchen Monteforte d'Alpone. In der Nachbarschaft Valpantena ändern sich das Mikroklima und die Böden, die aus dunklem Lavagestein (Basalt) bestehen und damit die Tageshitze speichern. Hier wachsen neben den Garganega- auch Chardonnay-Reben. 

Valpantena ist die historische Lage des Weinguts Bertani. Sie ist eine uralte Gegend, die besonders geschätzt wurde und wird, worauf ihr archaischer Name verweist: „val pantena“ – das Tal des Pantheons, der Sitz der Götter. Das Klima ist ausgeprägter als der Umgebung, mit deutlichen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden und hoher Sonneneinstrahlung, was für frische, knackige Trauben sorgt. Mergelböden mit hohem Kalkgehalt und viel Eisen machen die Valpantena-Lage aus. Würzige, mineralische Typenweine entstehen hier, die sich stark von den anderen Valpolicella-Weinen unterscheiden. Diese besonderen Eigenschaften der Gegend und der hier wachsenden Trauben haben Valpantena zu der einzigen offiziell anerkannten Cru-Lage verholfen. Bertani stellt aus den hier gedeihenden Trauben – Corvina, Rondinella, Sangiovese und Cabernet Sauvignon – seine besten Weine her, zu denen vor allem der „Secco-Bertani“,  „Amarone della Valpantena“ und „Recioto“ gehören. 

Die zweite historische Appellation der Bertani-Weinkellerei stellt die Tenuta Novare dar, die sich in Arbizzano di Negrar und damit im Zentrum des Valpolicella-Classica-Anbaugebietes befindet. Ähnlich wie das benachbarte Valpantena zeichnet sich das Novare-Land durch einige Besonderheiten aus, die dazu führten, dass hier der legändere Wein „Amarone“ seinen Ursprung hat. 

Die Tenuta Novare ist eine fruchtbare Mulde umgeben von Wäldern und wildbelassener Natur, ein herrliches natürliches Amphitheater. Olivenhaine und Zypressenwälder deuten auf das milde Klima hin, das hier das ganze Jahr über herrscht. Es ist ein gut bewässertes, durch sieben Quellen gespeistes Land, das sich durch einen regelmäßig verlaufenden Bodenwechsel von Talgrund bis zu den Hügeln auszeichnet. Im Talgrund überwiegt der Tonboden, gefolgt von mineralienreichen Kalkböden mit Eisen- und Manganvorkommen und endet schließlich in Basaltböden in den oberen Lagen des Terrains. Diese Gemengelage ist ideal für hochqualitative Rotweine wie den legendären „Amarone“ oder auch den „Valpolicella Classico Superiore“.

Als letzte Weinberge der Bertani sind schließlich jene zu nennen, die sich im Süden und Osten vom Gardasee erstrecken. Die gesamte Gegend um den See ist trotz der Alpennähe – oder gerade deswegen – für ihr mediterranes Klima berühmt. Die Winter sind nicht zu streng und die Sommer angenehm warm mit ausgeglichenen Regenmengen. Auch hier gibt es eine schöne Variation an unterschiedlichen Böden, wobei das sandige bis kieselhaltige Terrain überwiegt und durch Lehmarealen ergänzt wird. Die Weintrauben, die hier gedeihen, sind sowohl für ihre frische Knackigkeit als auch sonnengereifte Samtheit bekannt. Einer der Toptraubensorten ist die regionale Trebbiano di Lugana, die am besten südlich des Sees auf lehmigen Böden reift. Weiter oben in den Hügeln werden die weißen Weinreben Trebbiano Toscano, Garganega, Malvasia Toscana und Cortese kultiviert. Aus ihnen entsteht der bereits im 16. Jahrhundert bekannte und von der damaligen High Society geschätzte „Bianco di Custoza“ Cuvée, ein weicher, trockener Weißer, der interessanterweise etwas bitter schmeckt. Hier entsteht auch der ganz besonders angenehme, ‚unaufdringliche‘ Bardolino der Bertani-Weinkellerei.

Das Herzstück des Bertani-Weinguts

Das geschäftige Zentrum des Weingut Bertani liegt in Grezzana. Die Weinkellerei ist eine staunenswerte Mischung aus Modernität und Historie. Das betrifft nicht nur die architektonischen Fassetten wie lokale Materialien (roter Marmor aus Verona), die im modernistischen Stil verarbeitet wurden, sondern auch die technologischen Errungenschaften. Hier stehen alte Zementtanks aus dem frühen 20. Jahrhundert neben modernsten Edelstahltanks, Barriques neben großen Fässern aus slawonischer und französischer Eiche, und daneben Fässer aus Kastanie, Akazie und Kirsche, die für die Alterungsprozesse eingesetzt werden. In der Bertani-Weinkellerei werden auch die klassischen „botte veronese“ benutzt, die bis zu 800 Liter fassen können. Neben hohen Standards in den Weinbergen, während der Lese als auch in der modernen Vinifizierung liegt das Geheimnis des Erfolgs der Bertani-Weine in der richtige Mischung zwischen den unterschiedlich gereiften Weinen aus den unikaten Holzfässern.

Vom französischen Meister gelernt

1857 gründeten die aus Quinto di Valpantena stammenden Gebrüder Bertini – Giovan Battista und Gaetano – im Valpantena-Tal das nach ihnen benannte Weingut Casa Vinicola Bertani. Es war das erste Weingut, das ausschließlich auf Weinanbau setzte, und sich dabei experimenteller und moderner Methoden bediente. Der erste Weinberg wurde in der Valpolicella-Region nahe des Städtchens Grezzana angelegt. Bis heute ist Greuzzana der historische Hauptsitz und das operative Herz des Bertani-Unternehmens, das seit 2011 ein Teil des größeren Bertani Domains ist. 

Ausschlaggebend für den baldigen Erfolg des Weinguts war die Ausbildung, die Gaetano Bertani bei dem Weinexperten Jules Guyot in Frankreich absolvierte, mit dem die Brüder bald auch in einem freundschaftlichen Verhältnis standen. Dort lernte Gaetano die damals innovativsten Anbau- und Vinifizierungsmethoden. Bis heute steht der Name Guyot, nach dem das Erziehungssystem „Guyot“ benannt ist, für einen weltweit geachteten Weinexperten und Innovator, dessen Techniken weiterhin Geltung haben. Die Reise der Brüder nach Frankreich, genauer: in die Bourgogne, war nicht ganz freiwillig unternommen worden. Nach der Annektierung des Veneto durch die Österreichische Armee mussten die Brüder Bertani aufgrund ihrer Gesinnung und aktiven Unterstützung im pro-italienischen Kampf außer Landes fliehen.  Wieder zurück auf ihren Weingütern in Valpantena nach der Vereinigung Italiens beschlossen die sie die neuen Techniken unter Beibehaltung einiger traditioneller Methoden und unter Berücksichtigung des spezifischen Terrains auf ihren Weinparzellen anzuwenden. Das ging einher mit der Einführung einiger für die Region neuer Rebsorten sowie mit einer neuartigen Bepflanzungsmethode. Gleichzeitig investierte die Familie Bertani viel Kapital, um einen nach neusten Erkenntnissen ausgestatteten Weinkeller zu errichten. Sie selbst haben immer wieder neue Erfahrungen in der Vinifizierung gemacht und wichtige Innovationen vorangetrieben. Dazu gehört an erster Stelle die ‚Erfindung‘ des Soave-Weins, den die Bertani-Weinkellerei in so feiner Qualität herstellte, dass der englische König Georg VI. den Bertani’schen Soave als einzigen Weißwein für seine Krönung 1937 wählte. Die Bertanis haben früh die Bedeutung von Flaschenabfüllung erkannt und begannen als erste in Veneto Flaschenweine herzustellen und als einer der ersten in der USA zu vermarkten. 

Die Bedeutung und der Innovationsgeist des Weinguts Bertani kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gepaart mit selten so früh in der Weingeschichte anzutreffenden Professionalität und Qualitätssinn haben Bertanis den Weinanbau nicht nur in Venetien revolutioniert und sondern auch mit die besten Weine Italiens kreiert. Bereits 1870 kürte die Accademia di Agricoltura, Arti e Commercio di Verona – die Akademie für Landwirtschaft, Handwerk und Handel von Verona – das Weinunternehmen zum „Modellgut“. Es folgten weitere aristokratische Auszeichnungen, zum Beispiel die Patentverleihung durch den italienischen Königs im Jahr 1923. 

1957 erweiterte die Familie Bertani ihre Weingüter um die ehrwürdige Tenuta Novare in Valpolicella Classica und erwarb gleichzeitig die Villa Mosconi, einer schlossähnlichen Anlage mit weitläufigen englischen Landschaftsgärten. Auf den neuerworbenen Gütern wurde viel mit den Weintrauben experimentiert und neue Kreationen von Weinen entwickelt. Ein regelrechter Hit wurde der 1958 zum ersten Mal lancierte „Amarone“, ein außergewöhnlicher Roter, der schon bald legendär wurde. 

2011, nach circa 160 Jahren ununterbrochener innovativer Familienarbeit, wurde das Bertani-Weinunternehmen von der Angelini Holding (Angelini Pharmaceutical Group mit versch. Sektoren) aufgekauft und in Tenimenti Angelini Wine Group integriert. Die Familie Angelini hat ihr Vermögen mit den im frühen 20. Jahrhundert gegründeten Pharma-Laboren gemacht, besaß aber bereits Weingüter in der Toskana. Seit 2020 ist Ettore Nicoletto verantwortlich für den Weinsektor der Angelini Holding, der seit 2014 unter dem neuen Namen „Bertani Domains“ zusammengefasst ist. Dazu zählen neben den Bertani-Weingütern in Veneto, das Puiatti-Weingut in Friaul, die Fazi Battaglia in den Marchen, sowie San Leonino, Trerose und Val di Suga in der Toskana. Die Weingüter werden von engagierten und der jeweiligen Regionen verbundenen Winzern unabhängig bewirtschaftet. Das erfolgreiche und gut eingespielte Team der Bertani-Weingüter wurde beibehalten und dem sympathischen Agronom Andrea Lonardi als ausführendem Direktor überantwortet. 

Die Villa Mosconi Bertani – ein Schloss für Weine

1957 erwarb die Familie Bertani eine der schönsten Villen des Veneto, die Villa Novare, die offiziell unter dem Namen „Villa Mosconi Bertani“ bekannt ist. Diese herrliche schlossartige Villa ist im neoklassizistischen, auf Palladio rekurrierenden Architekturstil im Auftrag von Giacomo Fattori, einem wohlhabenden Seidenhändler, um 1735 errichtet und 1769 an die Familie Mosconi verkauft worden. Die Grafen Mosconi bauten die Anlage aus und machten sie darüber hinaus zum damals größten Weingut Italiens. Zu der Villa gehören weitläufige Gartenanlagen im englischen Landschaftsstil, Weinberge und Weinkellereien mit sowohl historischen (16. bis 18. Jh.) als auch modernen Abteilungen, wo weiterhin Wein produziert wird. Die Fundamente der Villa ruhen auf einem alten Weingut aus dem 16. Jahrhundert, dessen Existenz schriftliche Urkunden aus dem 10. Jahrhundert belegen. Es wird angenommen, dass an diesem Ort schon in der Römerzeit ein Weingut existierte. Damit ist die Villa Mosconi das älteste kontinuierlich bis heute betriebene Weingut Italiens. Heutzutage besteht der Baukomplex neben dem als Sommerresidenz der Familie Gaetano Bertani fungierendem Haupthaus, aus einer Kapelle, einem beachtlichen historischen Weinkeller, alten und modernen Weinproduktionsstätten sowie einem 22 Hektar großen Weinberg. 

An diesem prächtigen historischen Ort schlagen die Herzen von Kunsthistorikern und Weinliebhabern gleichermaßen hoch. So ist die Weinkellerei der Villa der Geburtsort eines ganz besonderen Amarone-Weins, der als „Amarone della Cave. G. B. Bertani“ 1958 das Licht der Welt erblickte. Kunsthistorisch Interessierte werden sich für die Geschichte der frühen Bewohner der Villa begeistern, zu denen italienische Dichter und Adelsfamilien gehörten. Besonders beachtenswert ist der Festsaal, der über drei Stockwerke in die Höhe ragt und mit kostbaren Fresko- sowie augentäuschenden Trompe- l’œil- Malereien ausgeschmückt ist. Die Arbeiten sind den Malern aus der Emilia Romagna sowie dem Quadraturmaler Prospero Pesce und dem für das Deckenfresko verantwortlichen Giuseppe Valliani („Il Pistoiese“) zugeschrieben. Das Anwesen nahm am Anfang des 20. Jahrhunderts, als es verlassen stand, teilweise großen Schaden durch Vandalismus. Für die aufwändige Instandsetzung und die Wiederbelebung der Weintradition zeichnet die Familie Bertani verantwortlich. 

Seit 2012, das ist nach dem Verkauf der Bertani-Weingüter mit dem Haupthaus in Grezzana, lanciert die Familie des gleichnamigen Urenkels des Gründers, Gaetano Bertani, an diesem historischen Ort die Valpolicella-Weine, die nun den Namen der Tenuta Santa Maria tragen. Die Villa mit den Parkanlagen, dem Weingut und dem dazugehörigen Weinberg können im Rahmen von Führungen besichtigt werden und sind darüber hinaus für private Veranstaltungen zu mieten. 

Das Portfolio für Soave- und Amarone-Weinliebhaber

Entsprechend der Größe und der Vielfalt des Terrains produziert die Weinkellerei Bertani eine große Palette an unterschiedlichen Weinen. Im Jahr 2020 belief sich das Portfolio auf insgesamt 17 Weine, davon zehn Rot-, sechs Weißweine und einen Rosé. Alle Weinsorten des Beratni-Weinguts zeichnen sich durch zweierlei Dinge: großartige Qualität und unverkennbare Eigenständigkeit. Hier können Sie im Grunde nichts falsch machen. Sucht man nach dem Flaggschiff des Hauses, so bieten sich dafür sogleich drei Weine an, die wert sind, besonders hervorgehoben zu werden.

An erster Stelle ist die klassische Amarone-Produktlinie zu nennen, und darunter insbesondere der „Amarone della Valpolicella Classico“ DOCG, der James Suckling begeisterte. Ein Wein, der seit 1958 produziert wird (urspr. in der Villa Mosconi). Angeblich – so will die Weinlegende – wurde der erste Amarone durch ein Versehen des Weinmachers Adelino Lucchese gemacht, der 1936 im Weingut der Villa Mosconi eine Charge des Weins zu lange reifen ließ. Nun wird dieser Cuvée aus vorgeschriebenen Hauptanteilen der Corvina- und Rondinella-Trauben nicht mehr „aus Versehen“ sieben Jahre im Holzfass gelagert. Er überrascht durch seine Frische und angenehme Säure, und das trotz der langen Lagerzeit. Aromen nach sauren Kirchen paaren sich mit frischen Pflaumen und Orangenschalen. Die interessanten Subnoten reichen von Tabak, über rote Beeren bis zu Leder.

Der eigentliche Lieblingswein der Weinkäufer kommt aus der „Valpolicella Valpantena“-Produktreihe und ist das zweite Flaggschiff unter den Rotweinen der Bertani-Weinkellerei. Wir sprechen von dem „Secco-Bertani“ Verona IGT, den es auch in der seit 2012 lancierten „Vintage Edition“ gibt. Es handelt sich dabei um eine Cuvée aus vier Weinsorten: Corvina, Sangiovese, Syrah und Cabernet Sauvignon. Dieser substanzreiche, fruchtige Rote entwickelt eine Fülle an spannenden Aromen mit dominanten Kräuteranklängen.

Der beliebteste unter den Bertani-Weißweinen ist aber der seit über 80 Jahren auf höchstem Niveau produzierte „Soave“ aus der Gardarseegegend. Frisch, fruchtig und knackig – so der erste Eindruck nach einem Schluck des Bertani-Soave. Ihm folgt die Eleganz von gereiften Früchten kombiniert mit einem Aroma nach frischgepflückten mediterranen Kräutern. 

 

Bertani

Gründungsjahr: 1857
Eigentümer: Familie Angelini
Önologe: Cristian Rudolfi
Jahresproduktion: ca. 2.000.000 Flaschen
Rebfläche: 220 Hektar in konventionellem Anbau 

Kontakt: Cav. G. B. Bertani
Via Asiago, 1
37023 Grezzana (VR), Italien

Tel. +39 (0) 45 8658444
Fax +39 (0) 45 8658400 

eMail: bertani@bertani.net 

Internetpräsenz: www.bertani.net

Notabene: Die Casa G. B. Bertani in Grezzana ist nur nach schriftlicher/mündlicher Voranmeldung zu besuchen. Ein weinkundiges Team steht dem Besucher zur Seite und führt kenntnisreich sowohl durch den historischen Weinkeller vor als auch in einem Rundgang durch die benachbarten Weinberge mit anschließender Weinprobe. Ein speziell maßgeschneidertes Angebot kann die Begehung noch etwas privater und luxuriöser gestalten.

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Bertani-Weingärten mit weltberühmten Weinen

Bertani schätzt sich glücklich, rechtzeitig das Potenzial der Provinz Verona für den Weinanbau erkannt und in verschiede Appellationen investiert zu haben. Heutzutage verfügt das Bertani-Weinunternehmen über gut 220 Hektar Land in den DOC-Appellationen Soave, DOCG Valpolicella Valpantena, Valpolicella Classica und Lago di Gardo (Gardasee). Die Weinlagen haben äußerst unterschiedliches Terrain. Mergeldominate Areale wechseln sich ab mit ton-, sand- oder kalkhaltigen Böden. Auch Basalte finden sich darunter. Je nach Terroir werden auf den Rebflächen sowohl regionale als auch internationale Varietäten angebaut. Allen voran Cabernet Sauvignon, Corvina, Garganega, Molinara und Rondinella. Jede Appellation hat nicht nur unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, sondern auch eigene klimatische Bedingungen. 

Das Soave-Produktionsgebiet zeichnet sich durch sanfte Hügel und ein besonders mildes Klima mit ausgeglichenen Temperaturen, einen milden Winter und angenehmen Sommer. Hier gedeihen die Reben auf lehmhaltigen bis mineralischen Böden, die je nach Standort differenzieren. Langlebige Garganega-Weine mit fruchtigen Noten entstehen auf der Sereole-Lage zwischen der Gemeinde Soave und dem Städtchen Monteforte d'Alpone. In der Nachbarschaft Valpantena ändern sich das Mikroklima und die Böden, die aus dunklem Lavagestein (Basalt) bestehen und damit die Tageshitze speichern. Hier wachsen neben den Garganega- auch Chardonnay-Reben. 

Valpantena ist die historische Lage des Weinguts Bertani. Sie ist eine uralte Gegend, die besonders geschätzt wurde und wird, worauf ihr archaischer Name verweist: „val pantena“ – das Tal des Pantheons, der Sitz der Götter. Das Klima ist ausgeprägter als der Umgebung, mit deutlichen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden und hoher Sonneneinstrahlung, was für frische, knackige Trauben sorgt. Mergelböden mit hohem Kalkgehalt und viel Eisen machen die Valpantena-Lage aus. Würzige, mineralische Typenweine entstehen hier, die sich stark von den anderen Valpolicella-Weinen unterscheiden. Diese besonderen Eigenschaften der Gegend und der hier wachsenden Trauben haben Valpantena zu der einzigen offiziell anerkannten Cru-Lage verholfen. Bertani stellt aus den hier gedeihenden Trauben – Corvina, Rondinella, Sangiovese und Cabernet Sauvignon – seine besten Weine her, zu denen vor allem der „Secco-Bertani“,  „Amarone della Valpantena“ und „Recioto“ gehören. 

Die zweite historische Appellation der Bertani-Weinkellerei stellt die Tenuta Novare dar, die sich in Arbizzano di Negrar und damit im Zentrum des Valpolicella-Classica-Anbaugebietes befindet. Ähnlich wie das benachbarte Valpantena zeichnet sich das Novare-Land durch einige Besonderheiten aus, die dazu führten, dass hier der legändere Wein „Amarone“ seinen Ursprung hat. 

Die Tenuta Novare ist eine fruchtbare Mulde umgeben von Wäldern und wildbelassener Natur, ein herrliches natürliches Amphitheater. Olivenhaine und Zypressenwälder deuten auf das milde Klima hin, das hier das ganze Jahr über herrscht. Es ist ein gut bewässertes, durch sieben Quellen gespeistes Land, das sich durch einen regelmäßig verlaufenden Bodenwechsel von Talgrund bis zu den Hügeln auszeichnet. Im Talgrund überwiegt der Tonboden, gefolgt von mineralienreichen Kalkböden mit Eisen- und Manganvorkommen und endet schließlich in Basaltböden in den oberen Lagen des Terrains. Diese Gemengelage ist ideal für hochqualitative Rotweine wie den legendären „Amarone“ oder auch den „Valpolicella Classico Superiore“.

Als letzte Weinberge der Bertani sind schließlich jene zu nennen, die sich im Süden und Osten vom Gardasee erstrecken. Die gesamte Gegend um den See ist trotz der Alpennähe – oder gerade deswegen – für ihr mediterranes Klima berühmt. Die Winter sind nicht zu streng und die Sommer angenehm warm mit ausgeglichenen Regenmengen. Auch hier gibt es eine schöne Variation an unterschiedlichen Böden, wobei das sandige bis kieselhaltige Terrain überwiegt und durch Lehmarealen ergänzt wird. Die Weintrauben, die hier gedeihen, sind sowohl für ihre frische Knackigkeit als auch sonnengereifte Samtheit bekannt. Einer der Toptraubensorten ist die regionale Trebbiano di Lugana, die am besten südlich des Sees auf lehmigen Böden reift. Weiter oben in den Hügeln werden die weißen Weinreben Trebbiano Toscano, Garganega, Malvasia Toscana und Cortese kultiviert. Aus ihnen entsteht der bereits im 16. Jahrhundert bekannte und von der damaligen High Society geschätzte „Bianco di Custoza“ Cuvée, ein weicher, trockener Weißer, der interessanterweise etwas bitter schmeckt. Hier entsteht auch der ganz besonders angenehme, ‚unaufdringliche‘ Bardolino der Bertani-Weinkellerei.

Das Herzstück des Bertani-Weinguts

Das geschäftige Zentrum des Weingut Bertani liegt in Grezzana. Die Weinkellerei ist eine staunenswerte Mischung aus Modernität und Historie. Das betrifft nicht nur die architektonischen Fassetten wie lokale Materialien (roter Marmor aus Verona), die im modernistischen Stil verarbeitet wurden, sondern auch die technologischen Errungenschaften. Hier stehen alte Zementtanks aus dem frühen 20. Jahrhundert neben modernsten Edelstahltanks, Barriques neben großen Fässern aus slawonischer und französischer Eiche, und daneben Fässer aus Kastanie, Akazie und Kirsche, die für die Alterungsprozesse eingesetzt werden. In der Bertani-Weinkellerei werden auch die klassischen „botte veronese“ benutzt, die bis zu 800 Liter fassen können. Neben hohen Standards in den Weinbergen, während der Lese als auch in der modernen Vinifizierung liegt das Geheimnis des Erfolgs der Bertani-Weine in der richtige Mischung zwischen den unterschiedlich gereiften Weinen aus den unikaten Holzfässern.

Vom französischen Meister gelernt

1857 gründeten die aus Quinto di Valpantena stammenden Gebrüder Bertini – Giovan Battista und Gaetano – im Valpantena-Tal das nach ihnen benannte Weingut Casa Vinicola Bertani. Es war das erste Weingut, das ausschließlich auf Weinanbau setzte, und sich dabei experimenteller und moderner Methoden bediente. Der erste Weinberg wurde in der Valpolicella-Region nahe des Städtchens Grezzana angelegt. Bis heute ist Greuzzana der historische Hauptsitz und das operative Herz des Bertani-Unternehmens, das seit 2011 ein Teil des größeren Bertani Domains ist. 

Ausschlaggebend für den baldigen Erfolg des Weinguts war die Ausbildung, die Gaetano Bertani bei dem Weinexperten Jules Guyot in Frankreich absolvierte, mit dem die Brüder bald auch in einem freundschaftlichen Verhältnis standen. Dort lernte Gaetano die damals innovativsten Anbau- und Vinifizierungsmethoden. Bis heute steht der Name Guyot, nach dem das Erziehungssystem „Guyot“ benannt ist, für einen weltweit geachteten Weinexperten und Innovator, dessen Techniken weiterhin Geltung haben. Die Reise der Brüder nach Frankreich, genauer: in die Bourgogne, war nicht ganz freiwillig unternommen worden. Nach der Annektierung des Veneto durch die Österreichische Armee mussten die Brüder Bertani aufgrund ihrer Gesinnung und aktiven Unterstützung im pro-italienischen Kampf außer Landes fliehen.  Wieder zurück auf ihren Weingütern in Valpantena nach der Vereinigung Italiens beschlossen die sie die neuen Techniken unter Beibehaltung einiger traditioneller Methoden und unter Berücksichtigung des spezifischen Terrains auf ihren Weinparzellen anzuwenden. Das ging einher mit der Einführung einiger für die Region neuer Rebsorten sowie mit einer neuartigen Bepflanzungsmethode. Gleichzeitig investierte die Familie Bertani viel Kapital, um einen nach neusten Erkenntnissen ausgestatteten Weinkeller zu errichten. Sie selbst haben immer wieder neue Erfahrungen in der Vinifizierung gemacht und wichtige Innovationen vorangetrieben. Dazu gehört an erster Stelle die ‚Erfindung‘ des Soave-Weins, den die Bertani-Weinkellerei in so feiner Qualität herstellte, dass der englische König Georg VI. den Bertani’schen Soave als einzigen Weißwein für seine Krönung 1937 wählte. Die Bertanis haben früh die Bedeutung von Flaschenabfüllung erkannt und begannen als erste in Veneto Flaschenweine herzustellen und als einer der ersten in der USA zu vermarkten. 

Die Bedeutung und der Innovationsgeist des Weinguts Bertani kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gepaart mit selten so früh in der Weingeschichte anzutreffenden Professionalität und Qualitätssinn haben Bertanis den Weinanbau nicht nur in Venetien revolutioniert und sondern auch mit die besten Weine Italiens kreiert. Bereits 1870 kürte die Accademia di Agricoltura, Arti e Commercio di Verona – die Akademie für Landwirtschaft, Handwerk und Handel von Verona – das Weinunternehmen zum „Modellgut“. Es folgten weitere aristokratische Auszeichnungen, zum Beispiel die Patentverleihung durch den italienischen Königs im Jahr 1923. 

1957 erweiterte die Familie Bertani ihre Weingüter um die ehrwürdige Tenuta Novare in Valpolicella Classica und erwarb gleichzeitig die Villa Mosconi, einer schlossähnlichen Anlage mit weitläufigen englischen Landschaftsgärten. Auf den neuerworbenen Gütern wurde viel mit den Weintrauben experimentiert und neue Kreationen von Weinen entwickelt. Ein regelrechter Hit wurde der 1958 zum ersten Mal lancierte „Amarone“, ein außergewöhnlicher Roter, der schon bald legendär wurde. 

2011, nach circa 160 Jahren ununterbrochener innovativer Familienarbeit, wurde das Bertani-Weinunternehmen von der Angelini Holding (Angelini Pharmaceutical Group mit versch. Sektoren) aufgekauft und in Tenimenti Angelini Wine Group integriert. Die Familie Angelini hat ihr Vermögen mit den im frühen 20. Jahrhundert gegründeten Pharma-Laboren gemacht, besaß aber bereits Weingüter in der Toskana. Seit 2020 ist Ettore Nicoletto verantwortlich für den Weinsektor der Angelini Holding, der seit 2014 unter dem neuen Namen „Bertani Domains“ zusammengefasst ist. Dazu zählen neben den Bertani-Weingütern in Veneto, das Puiatti-Weingut in Friaul, die Fazi Battaglia in den Marchen, sowie San Leonino, Trerose und Val di Suga in der Toskana. Die Weingüter werden von engagierten und der jeweiligen Regionen verbundenen Winzern unabhängig bewirtschaftet. Das erfolgreiche und gut eingespielte Team der Bertani-Weingüter wurde beibehalten und dem sympathischen Agronom Andrea Lonardi als ausführendem Direktor überantwortet. 

Die Villa Mosconi Bertani – ein Schloss für Weine

1957 erwarb die Familie Bertani eine der schönsten Villen des Veneto, die Villa Novare, die offiziell unter dem Namen „Villa Mosconi Bertani“ bekannt ist. Diese herrliche schlossartige Villa ist im neoklassizistischen, auf Palladio rekurrierenden Architekturstil im Auftrag von Giacomo Fattori, einem wohlhabenden Seidenhändler, um 1735 errichtet und 1769 an die Familie Mosconi verkauft worden. Die Grafen Mosconi bauten die Anlage aus und machten sie darüber hinaus zum damals größten Weingut Italiens. Zu der Villa gehören weitläufige Gartenanlagen im englischen Landschaftsstil, Weinberge und Weinkellereien mit sowohl historischen (16. bis 18. Jh.) als auch modernen Abteilungen, wo weiterhin Wein produziert wird. Die Fundamente der Villa ruhen auf einem alten Weingut aus dem 16. Jahrhundert, dessen Existenz schriftliche Urkunden aus dem 10. Jahrhundert belegen. Es wird angenommen, dass an diesem Ort schon in der Römerzeit ein Weingut existierte. Damit ist die Villa Mosconi das älteste kontinuierlich bis heute betriebene Weingut Italiens. Heutzutage besteht der Baukomplex neben dem als Sommerresidenz der Familie Gaetano Bertani fungierendem Haupthaus, aus einer Kapelle, einem beachtlichen historischen Weinkeller, alten und modernen Weinproduktionsstätten sowie einem 22 Hektar großen Weinberg. 

An diesem prächtigen historischen Ort schlagen die Herzen von Kunsthistorikern und Weinliebhabern gleichermaßen hoch. So ist die Weinkellerei der Villa der Geburtsort eines ganz besonderen Amarone-Weins, der als „Amarone della Cave. G. B. Bertani“ 1958 das Licht der Welt erblickte. Kunsthistorisch Interessierte werden sich für die Geschichte der frühen Bewohner der Villa begeistern, zu denen italienische Dichter und Adelsfamilien gehörten. Besonders beachtenswert ist der Festsaal, der über drei Stockwerke in die Höhe ragt und mit kostbaren Fresko- sowie augentäuschenden Trompe- l’œil- Malereien ausgeschmückt ist. Die Arbeiten sind den Malern aus der Emilia Romagna sowie dem Quadraturmaler Prospero Pesce und dem für das Deckenfresko verantwortlichen Giuseppe Valliani („Il Pistoiese“) zugeschrieben. Das Anwesen nahm am Anfang des 20. Jahrhunderts, als es verlassen stand, teilweise großen Schaden durch Vandalismus. Für die aufwändige Instandsetzung und die Wiederbelebung der Weintradition zeichnet die Familie Bertani verantwortlich. 

Seit 2012, das ist nach dem Verkauf der Bertani-Weingüter mit dem Haupthaus in Grezzana, lanciert die Familie des gleichnamigen Urenkels des Gründers, Gaetano Bertani, an diesem historischen Ort die Valpolicella-Weine, die nun den Namen der Tenuta Santa Maria tragen. Die Villa mit den Parkanlagen, dem Weingut und dem dazugehörigen Weinberg können im Rahmen von Führungen besichtigt werden und sind darüber hinaus für private Veranstaltungen zu mieten. 

Das Portfolio für Soave- und Amarone-Weinliebhaber

Entsprechend der Größe und der Vielfalt des Terrains produziert die Weinkellerei Bertani eine große Palette an unterschiedlichen Weinen. Im Jahr 2020 belief sich das Portfolio auf insgesamt 17 Weine, davon zehn Rot-, sechs Weißweine und einen Rosé. Alle Weinsorten des Beratni-Weinguts zeichnen sich durch zweierlei Dinge: großartige Qualität und unverkennbare Eigenständigkeit. Hier können Sie im Grunde nichts falsch machen. Sucht man nach dem Flaggschiff des Hauses, so bieten sich dafür sogleich drei Weine an, die wert sind, besonders hervorgehoben zu werden.

An erster Stelle ist die klassische Amarone-Produktlinie zu nennen, und darunter insbesondere der „Amarone della Valpolicella Classico“ DOCG, der James Suckling begeisterte. Ein Wein, der seit 1958 produziert wird (urspr. in der Villa Mosconi). Angeblich – so will die Weinlegende – wurde der erste Amarone durch ein Versehen des Weinmachers Adelino Lucchese gemacht, der 1936 im Weingut der Villa Mosconi eine Charge des Weins zu lange reifen ließ. Nun wird dieser Cuvée aus vorgeschriebenen Hauptanteilen der Corvina- und Rondinella-Trauben nicht mehr „aus Versehen“ sieben Jahre im Holzfass gelagert. Er überrascht durch seine Frische und angenehme Säure, und das trotz der langen Lagerzeit. Aromen nach sauren Kirchen paaren sich mit frischen Pflaumen und Orangenschalen. Die interessanten Subnoten reichen von Tabak, über rote Beeren bis zu Leder.

Der eigentliche Lieblingswein der Weinkäufer kommt aus der „Valpolicella Valpantena“-Produktreihe und ist das zweite Flaggschiff unter den Rotweinen der Bertani-Weinkellerei. Wir sprechen von dem „Secco-Bertani“ Verona IGT, den es auch in der seit 2012 lancierten „Vintage Edition“ gibt. Es handelt sich dabei um eine Cuvée aus vier Weinsorten: Corvina, Sangiovese, Syrah und Cabernet Sauvignon. Dieser substanzreiche, fruchtige Rote entwickelt eine Fülle an spannenden Aromen mit dominanten Kräuteranklängen.

Der beliebteste unter den Bertani-Weißweinen ist aber der seit über 80 Jahren auf höchstem Niveau produzierte „Soave“ aus der Gardarseegegend. Frisch, fruchtig und knackig – so der erste Eindruck nach einem Schluck des Bertani-Soave. Ihm folgt die Eleganz von gereiften Früchten kombiniert mit einem Aroma nach frischgepflückten mediterranen Kräutern. 

 

Bertani

Gründungsjahr: 1857
Eigentümer: Familie Angelini
Önologe: Cristian Rudolfi
Jahresproduktion: ca. 2.000.000 Flaschen
Rebfläche: 220 Hektar in konventionellem Anbau 

Kontakt: Cav. G. B. Bertani
Via Asiago, 1
37023 Grezzana (VR), Italien

Tel. +39 (0) 45 8658444
Fax +39 (0) 45 8658400 

eMail: bertani@bertani.net 

Internetpräsenz: www.bertani.net

Notabene: Die Casa G. B. Bertani in Grezzana ist nur nach schriftlicher/mündlicher Voranmeldung zu besuchen. Ein weinkundiges Team steht dem Besucher zur Seite und führt kenntnisreich sowohl durch den historischen Weinkeller vor als auch in einem Rundgang durch die benachbarten Weinberge mit anschließender Weinprobe. Ein speziell maßgeschneidertes Angebot kann die Begehung noch etwas privater und luxuriöser gestalten.