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Produkte von Chiarli

Die Weinkellerei Chiarli, die mittlerweile zwei Labels – Cleto Chiarli und Chiarli 1860 – hat, gehört zu den alteingesessenen Weingütern der Emilia Romagna, die sich auf einen ganz besonderen, leicht moussierenden Wein spezialisiert hat: den Lambrusco. Der Lambrusco-Wein ist seit Jahrhunderten typisch für die Weinanbauregion um die Stadt Modena. Leider hat er durch zahlreiche Nachahmer, die billig produzieren, an Qualität verloren und verkommt zu einem unattraktiven Massenwein. Nicht so bei dem Chiarli-Weingut mit Sitz in der Stadt Modena. Bereits 1860 gegründet, befindet sich das Unternehmen seit vier Generationen in Familienhand. Neben den verschiedenen Lambrusco-Weinsorten produziert das Unternehmen  klassische Spumante und sowohl weiße als auch rote Stillweine. Wie es in Modena offenbar nicht anders möglich ist, hat das Weingut zusätzlich köstlichen Balsamico-Essig im Portfolio. Wer Lambrusco bisher mit einem nicht besonders interessanten, süßlich-moussierenden Wein verbindet, sollte sich eines Besseren belehren lassen, und zu einem der herausragenden, leicht perlenden und überaus charakteristischen Chiarli-Lambruschi greifen.

Die Weinkellerei Chiarli, die mittlerweile zwei Labels – Cleto Chiarli und Chiarli 1860 – hat, gehört zu den alteingesessenen Weingütern der Emilia Romagna, die sich auf einen ganz besonderen,... mehr lesen »
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Die Weinkellerei Chiarli, die mittlerweile zwei Labels – Cleto Chiarli und Chiarli 1860 – hat, gehört zu den alteingesessenen Weingütern der Emilia Romagna, die sich auf einen ganz besonderen, leicht moussierenden Wein spezialisiert hat: den Lambrusco. Der Lambrusco-Wein ist seit Jahrhunderten typisch für die Weinanbauregion um die Stadt Modena. Leider hat er durch zahlreiche Nachahmer, die billig produzieren, an Qualität verloren und verkommt zu einem unattraktiven Massenwein. Nicht so bei dem Chiarli-Weingut mit Sitz in der Stadt Modena. Bereits 1860 gegründet, befindet sich das Unternehmen seit vier Generationen in Familienhand. Neben den verschiedenen Lambrusco-Weinsorten produziert das Unternehmen  klassische Spumante und sowohl weiße als auch rote Stillweine. Wie es in Modena offenbar nicht anders möglich ist, hat das Weingut zusätzlich köstlichen Balsamico-Essig im Portfolio. Wer Lambrusco bisher mit einem nicht besonders interessanten, süßlich-moussierenden Wein verbindet, sollte sich eines Besseren belehren lassen, und zu einem der herausragenden, leicht perlenden und überaus charakteristischen Chiarli-Lambruschi greifen.

Während Chiarli 1860 alterprobte und konstante Qualitätsweine produziert, ist das Cleto Chiarli ein Prestigeobjekt der Winzerfamilie. Ob Still- oder Schaumweine, die Lambrusco-Weine der Chiarlis eröffnen ganz neue Perspektiven auf diesen uralten Wein, der bereits in der römischen Antike unter dem Namen „Lambrusca“ bekannt und beliebt war. Die Qualität und die Typizität der Weine aus der Hand der Chiarlis wird nur unzureichend mit der Klassifizierung „Lambrusco-Wein“ beschrieben. Hier entstehen beschwingende Sommerweine aber auch ernstzunehmende Begleitweine, die sich durch niedrigen Alkoholgehalt mit überaus belebender Wirkung auszeichnen. Gut gemachte Lambruschi sind entsprechend der sehr unterschiedlichen Weintraubensorten richtige Typenweine. 

Drei Weingüter für Lambrusco 

Das Weingut Chiarli liegt mit seinen beiden Dependancen in der Gemeinde Modena und verfügt insgesamt über 140 Hektar Rebland. Die Weinkellerei, die weiterhin von den Nachfahren der Gründerfamilie Chiarli bewirtschaftet wird, setzt sich zusammen aus drei Tenute: Cialdini in Castelvetro (Label „Cleto Chiarli), Belvedere in der Gemeinde Spilamberto und der Tenuta Sozzigalli. In den Weinbergen werden unterschiedliche Lambrusco-Rebsorten und ihre Klone angebaut. Zu den wichtigsten gehören Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa und Lambrusco Salamino. Alle drei haben seit 1970 die DOC-Ursprungskennung. 

Die Tenuta Cialdini ist das älteste Weingut der Chiarlis. Situiert im Herzen des Weinanbaugebiets Lambrusco di Grasparossa besteht sie aus 50 Hektar leicht gewellten Weinbergen auf alten, fruchtbaren Schwemmland zu Füssen des Apennins. Auf eine Schlickschicht folgen die Ablagerungen von Sedimenten und Kiesel und ergeben beste Böden für den Lambrusco Grasparossa. Stolz ist die Winzerfamilie vor allem auf ihre Lage „Vigneto Cialdini“, ihren berühmter Weinberg, der für den Lambrusco Cru „Generale Enrico Cialdini“ verantwortlich zeichnet. 

Die Tenuta Belvedere umfasst circa 20 Hektar Weinberge in einer flachen, fruchtbaren Ebene, wo auch der „Aceto Balsamico Tradizionale di Modena“ hergestellt wird. Hier wachsen die Grasparossa-Reben, die sich durch besondere Tanninkonzentration hervortun. Aus ihnen entstehen sowohl der Spumante als auch der Frizzante „Pruno Nero“.

Die dritte im Bunde, die Tenuta Sozzigalli, liegt im Norden von Modena am linken Ufer des Flusses Secchia und beläuft sich auf circa 30 Hektar Rebland. Ihre Böden sind tonhaltig und perfekt für die älteste Lambrusco-Rebsorte, die Sorbara. Die Lese erfolgt – wie bei allen drei Tenute – bei besonderen Weinbergen von Hand, dabei werden die Trauben genauestens sortiert. Aus diesem Lesegut entstehen die besten Weine der Chiarlis, die preisgekrönten „Premium Vecchia Modena“ und „Lambrusco del Fondatore“. 

Auf kleinen Parzellen, die an der Grenze zur Provinz Bolognia liegen, wird darüber hinaus seit mittlerweile über 10 Jahren die selten angebaute weiße Pignoletto-Sorte kultiviert. Diese autochthone Rebsorte gehört mittlerweile, wie der Lambrusco, offiziell zu der Appellation DOC-Modena. Da die Pignoletto recht pflegeintensiv ist, kommt sie mittlerweile selten in der Region vor. Dem Weingut Chiarli dient sie als Verschnittsorte für einige Weine, denen sie ein besonderes Aroma und eine schöne Säure verleiht.  

Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und leichte klimatische Unterschiede führen dazu, dass die Lambrusco-Trauben aus dem nördlichen Bereich helle Rottöne erzeugen und voll von zarten Aromen nach Himbeeren und Veilchen sind. Ganz anders präsentieren sich die Trauben der Grasparossa-Sorte, die rubinrote bis violette Farbe haben und von intensiven, fruchtigen Aromen sind.

Im Jahr 2002 ist die neue Kellerei „Cleto Chiarli“ in unmittelbarer Nähe zu den dazugehörigen 100 Hektar umfassenden Weinbergen entstanden. In dem neuen, topmodernen Weinkeller wird die Lese fast ohne Verzögerung vom Weinberg kommend noch einmal von Hand selektiert und zeitnah verarbeitet. Die neuste Technik und Vinifizierungsmethoden, zu denen der langsame Gärvorgang, die vorsichtige Filtration sowie die kalte Lagerung gehören, sorgen für die hohe Qualität der außergewöhnlichen Lambruschi des Hauses Chiarli. Die Urzelle des Betriebes ist jedoch nach wie vor das „Chiarli 1860“, dem die Winzerfamilie das heutige Renommee und die nationalen wie internationalen Erfolge verdankt.

Von einer Osteria zum Weingut

Das Weingut der Chiarlis entwickelte sich aus der Osteria dell‘Artigliere heraus, die von dem Ehepaar Lucia und Cleto Chiarli (mit ihren vier Kindern) in der Stadt Modena seit 1850 betrieben wurde. Hier schenkte man selbstverständlich den lokalen Lambrusco-Wein aus, den Cleto Chiarli in kleinen Mengen für seine Kundschaft selbst herstellte. Zehn Jahre später beschloss der Osteria-Chef das Kochen und Bedienen sein zu lassen und begann mit der ausschließlichen Produktion von Weinen. 1860 gründete er das Weingut „Cleto Chiarli & Figli“. Cleto Chiarli entdeckte schon bald die Bedeutung der Flaschenabfüllung und stellte auf entsprechende Weinproduktion um. Diese kluge Entscheidung war wegweisend für seine baldigen Erfolge im Ausland. Die erste internationale Auszeichnung, auf die man bis heute stolz ist, bekam das Unternehmen auf der Pariser Ausstellung von 1900, als das Weinhaus mit dem Preis „Mention Honourable“ ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung hob neben der Qualität des Weins auch die innovative Flaschenherstellung, die Präsentation (das Etikett) als auch die Verkorkung mit einer Sicherheitsschnur. 

Weitere 10 Jahre später verzeichnete das Familienunternehmen bereits einen Absatz von einer Million Weinflaschen, die auch den Auswanderern nach Argentinien und in die USA folgten und das Weinunternehmen in beiden Amerikas bekannt machten. So wurde der Lambrusco zu einem wichtigen Exportgut. In dieser Zeit expandierte das Weinunternehmen, das nun von Cletos Sohn Anselmo geleitet wurde, auch in Bezug auf die eigene Ausdehnung und erwarb 1925 in unmittelbarer Stadtnähe ein großes Landstück für weitere Weinberge. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gut durch Bombeneinschläge der Alliierten beschädigt und produzierte erst wieder ab 1946, nachdem es von Anselmos Söhnen, Giovanni und Giorgio, übernommen und wieder instandgesetzt wurde. Das Chiarli-Weinunternehmen konnte in den folgenden Jahren wie Phönix aus der Asche auferstehen und vermeldete schon bald einen neuen Rekord in der Weinproduktion, die auf drei Millionen Flaschen pro Jahr stieg. 

Ein anderes wichtiges Datum in der Annalen des Chiarli-Weinguts ist das Jahr 1958. In diesem Jahr haben die Winzer als erste in der Region Emilia Romagna die „Charmat-Methode“ angewendet und den Gärungsvorgang beim geschlossenen Tank durchgeführt (Cuves Closes). Diese Methode führte zu einer Steigerung der olfaktorischen und geschmacklichen Qualitäten des Lambruscos, der auf diese Weise seinen Charakter noch einmal ausbauen konnte. Die ungebrochen steigende Nachfrage nach den Weinen aus dem Hause Chiarli führte zu weiterem Ausbau der Kellereien und Investitionen in modernstes technisches Knowhow in den 1960er und 1970er Jahren. Das Flaggschiff dieser Zeit war das „Centenario“ (Hundertstel), ein Sorbara-Wein, der zum 100-jährigen Jubiläum des Weinguts kreiert wurde. 

Seit 2002 leiten Giorgio Chiarlis Söhne, Anselmo und Mauro, offiziell die Geschicke des Weinguts, nun in vierter Generation. Mauro Chiarli ist der Mann der Praxis – er leitet die Arbeiten in den Weinbergen und im Weinkeller – während sein Bruder Anselmo die Geschäftsführung und das Vertriebsmanagement übernimmt. Die Arbeit der beiden Brüder wird hervorragend unterstützt durch den gewandten Vertriebs- und Marketingleiter Roberto Saletto sowie die Weinmacher Franco de Biasio und Michele Faccin.

Die Führungsübernahme ist gekennzeichnet durch ein großes Projekt der beiden Brüder: den Bau eines neuen Weinguts. Zu Ehren des Gründers des Familienunternehmens wurde das neue Weingut „Cleto Chiarli“ benannt, wohingegen das alte Weingut den Namen „Chiarli 1860“ erhielt. 

Das 2002 umgesetzte Bauvorhaben hatte ein doppeltes Ziel zu erfüllen: Eine Weinkellerei aufzubauen, die auf modernster Technologie beruht und fähig ist, die Trauben aller Chiarli-Weingüter auf höchster Qualitätsstufe zu verarbeiten und gleichzeitig alle Lambrusco-Rebsorten zu kultivieren, die in Modena seit jeher angebaut wurden. Für die Umsetzung wurde Tenuta Cialdini, beziehungsweise die Azienda Agricola Castelvetro auserkoren. In den Bau wurde viel Knowhow und persönlicher Einsatz gesteckt, denn die Bauherren wollten das Erbe, die Tradition und die an diesem Ort stehenden historischen Gebäudes mit der Modernität der technischen und funktionalen Anlagen auf einem möglichst harmonischen Weg miteinander verbinden. Dieses ehrgeizige Projekt ist im Jahr 2003 geglückt und mit dem neuer Prestigelabel „Cleto Chiarli“ abgeschlossen worden. 

Lambrusco in vielen Varianten

Die Weinkellerei Chiarli hat sich auf die Weinrebe Lambrusco und die daraus gekelterten mannigfaltigen Lambrusco-Weinsorten spezialisiert. Die Produktion aus der Weinkellerei Cleto Chiarli beläuft sich auf circa 18, die der Chiarli 1860 auf circa 28 verschiedene Weinposten, zu denen sowohl Still- als auch Schaumweine aus der DOC- und DOCG-Appellationen (Modena und Bolognesi) gehören. Aus der Rebsorte Lambrusco di Sorbara entstehen die DOC-Premiumweine „Vecchia“ und „Fondatore“. Der Lambrusco Grasparossa di Castelvetro DOC wird hingegen vorwiegend für den Premiumwein „Vigneto Cialdini“, einen sortenreinen Lagenwein, verwendet. Eine schöne Besonderheit ist der DOCG-Premiumwein „Colli Bolognesi Pignoletto“. 

Das Portfolio ist in drei Linien aufgeteilt. Diese Aufteilung entspricht im Wesentlichen auch den drei Produktionsstätten der Familie Chiarli. Die Weine der „Cleto Chiarli“-Linie werden in der Tenuta Ciadini in Castelvetro hergestellt, wo die Spitzenweine und Flaggschiffe des Unternehmens ihre Heimat haben. Unter dem Label der Chiarli 1860 entstehen mittlerweile auch Sangiovese- und Trebbiano-Weine. 

Die Weinkellerei Chiarli hat so einige herausragende Überraschungen zu bieten, wozu auf jeden Fall der Lambrusco di Sorbara gehört, der nach der Champagner-Methode hergestellt wird, oder jene Lambruschi, die nach dem sogenannten Rifermentazione-Ancestrale-Verfahren entstehen, das heißt, hier verbleibt die Hefe aus dem zweiten Gärvorgang in der Flasche.

 

Chiarli 1860 & Cleto Chiarli

Gründungsjahr: 1860
Eigentümer: Anselmo und Mauro Chiarli
Önologen: Franco de Biasio und Michele Faccin
Jahresproduktion: ca. 20.000.000 Flaschen
Rebfläche: 140 Hektar

Kontakt:
Chiarli 1860
Via Manin, 15
41122 Modena (MO), Italien

Cleto Chiarli Tenute agricole
Via Belvedere, 4
41014 Castelvetro di Modena (MO), Italien

Tel. +39 (0) 59 316 3311
Fax +39 (0) 39 059 313705

eMail: italia@chiarli.it / accoglienza.cletochiarli@chiarli.it

Internetpräsenz: www.chiarli.it

Notabene: Das Weingut Cleto Chiarli in Castelvetro gehört zu den schönsten Anlagen dieser Art in Emilia Romanga. Das liegt nicht zuletzt an dem historischen Hauptgebäude, der Villa Cialdini, und ihrer schönen Umgebung. Hier erblickte 1811 der spätere General Enrico Cialdini das Licht der Welt, der schon früh ein glühender Patriot und wichtiger Mitstreiter während des Risorgimento – dem Kampf der Italiener für die Unabhängigkeit und Einigkeit des zersplitterten Landes – wurde. Die gesamte Anlage ist behutsam restauriert und mit schönen alten Mobiliar ausgestattet. In dieser außergewöhnlichen Location können Sie eine Weintour durch die Weingärten, den Weinkeller mit abschließendem Degustation unternehmen. Dieses Erlebnis ist ausschließlich nach Voranmeldung und Reservierung per eMail (s.o.) möglich.

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Während Chiarli 1860 alterprobte und konstante Qualitätsweine produziert, ist das Cleto Chiarli ein Prestigeobjekt der Winzerfamilie. Ob Still- oder Schaumweine, die Lambrusco-Weine der Chiarlis eröffnen ganz neue Perspektiven auf diesen uralten Wein, der bereits in der römischen Antike unter dem Namen „Lambrusca“ bekannt und beliebt war. Die Qualität und die Typizität der Weine aus der Hand der Chiarlis wird nur unzureichend mit der Klassifizierung „Lambrusco-Wein“ beschrieben. Hier entstehen beschwingende Sommerweine aber auch ernstzunehmende Begleitweine, die sich durch niedrigen Alkoholgehalt mit überaus belebender Wirkung auszeichnen. Gut gemachte Lambruschi sind entsprechend der sehr unterschiedlichen Weintraubensorten richtige Typenweine. 

Drei Weingüter für Lambrusco 

Das Weingut Chiarli liegt mit seinen beiden Dependancen in der Gemeinde Modena und verfügt insgesamt über 140 Hektar Rebland. Die Weinkellerei, die weiterhin von den Nachfahren der Gründerfamilie Chiarli bewirtschaftet wird, setzt sich zusammen aus drei Tenute: Cialdini in Castelvetro (Label „Cleto Chiarli), Belvedere in der Gemeinde Spilamberto und der Tenuta Sozzigalli. In den Weinbergen werden unterschiedliche Lambrusco-Rebsorten und ihre Klone angebaut. Zu den wichtigsten gehören Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa und Lambrusco Salamino. Alle drei haben seit 1970 die DOC-Ursprungskennung. 

Die Tenuta Cialdini ist das älteste Weingut der Chiarlis. Situiert im Herzen des Weinanbaugebiets Lambrusco di Grasparossa besteht sie aus 50 Hektar leicht gewellten Weinbergen auf alten, fruchtbaren Schwemmland zu Füssen des Apennins. Auf eine Schlickschicht folgen die Ablagerungen von Sedimenten und Kiesel und ergeben beste Böden für den Lambrusco Grasparossa. Stolz ist die Winzerfamilie vor allem auf ihre Lage „Vigneto Cialdini“, ihren berühmter Weinberg, der für den Lambrusco Cru „Generale Enrico Cialdini“ verantwortlich zeichnet. 

Die Tenuta Belvedere umfasst circa 20 Hektar Weinberge in einer flachen, fruchtbaren Ebene, wo auch der „Aceto Balsamico Tradizionale di Modena“ hergestellt wird. Hier wachsen die Grasparossa-Reben, die sich durch besondere Tanninkonzentration hervortun. Aus ihnen entstehen sowohl der Spumante als auch der Frizzante „Pruno Nero“.

Die dritte im Bunde, die Tenuta Sozzigalli, liegt im Norden von Modena am linken Ufer des Flusses Secchia und beläuft sich auf circa 30 Hektar Rebland. Ihre Böden sind tonhaltig und perfekt für die älteste Lambrusco-Rebsorte, die Sorbara. Die Lese erfolgt – wie bei allen drei Tenute – bei besonderen Weinbergen von Hand, dabei werden die Trauben genauestens sortiert. Aus diesem Lesegut entstehen die besten Weine der Chiarlis, die preisgekrönten „Premium Vecchia Modena“ und „Lambrusco del Fondatore“. 

Auf kleinen Parzellen, die an der Grenze zur Provinz Bolognia liegen, wird darüber hinaus seit mittlerweile über 10 Jahren die selten angebaute weiße Pignoletto-Sorte kultiviert. Diese autochthone Rebsorte gehört mittlerweile, wie der Lambrusco, offiziell zu der Appellation DOC-Modena. Da die Pignoletto recht pflegeintensiv ist, kommt sie mittlerweile selten in der Region vor. Dem Weingut Chiarli dient sie als Verschnittsorte für einige Weine, denen sie ein besonderes Aroma und eine schöne Säure verleiht.  

Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und leichte klimatische Unterschiede führen dazu, dass die Lambrusco-Trauben aus dem nördlichen Bereich helle Rottöne erzeugen und voll von zarten Aromen nach Himbeeren und Veilchen sind. Ganz anders präsentieren sich die Trauben der Grasparossa-Sorte, die rubinrote bis violette Farbe haben und von intensiven, fruchtigen Aromen sind.

Im Jahr 2002 ist die neue Kellerei „Cleto Chiarli“ in unmittelbarer Nähe zu den dazugehörigen 100 Hektar umfassenden Weinbergen entstanden. In dem neuen, topmodernen Weinkeller wird die Lese fast ohne Verzögerung vom Weinberg kommend noch einmal von Hand selektiert und zeitnah verarbeitet. Die neuste Technik und Vinifizierungsmethoden, zu denen der langsame Gärvorgang, die vorsichtige Filtration sowie die kalte Lagerung gehören, sorgen für die hohe Qualität der außergewöhnlichen Lambruschi des Hauses Chiarli. Die Urzelle des Betriebes ist jedoch nach wie vor das „Chiarli 1860“, dem die Winzerfamilie das heutige Renommee und die nationalen wie internationalen Erfolge verdankt.

Von einer Osteria zum Weingut

Das Weingut der Chiarlis entwickelte sich aus der Osteria dell‘Artigliere heraus, die von dem Ehepaar Lucia und Cleto Chiarli (mit ihren vier Kindern) in der Stadt Modena seit 1850 betrieben wurde. Hier schenkte man selbstverständlich den lokalen Lambrusco-Wein aus, den Cleto Chiarli in kleinen Mengen für seine Kundschaft selbst herstellte. Zehn Jahre später beschloss der Osteria-Chef das Kochen und Bedienen sein zu lassen und begann mit der ausschließlichen Produktion von Weinen. 1860 gründete er das Weingut „Cleto Chiarli & Figli“. Cleto Chiarli entdeckte schon bald die Bedeutung der Flaschenabfüllung und stellte auf entsprechende Weinproduktion um. Diese kluge Entscheidung war wegweisend für seine baldigen Erfolge im Ausland. Die erste internationale Auszeichnung, auf die man bis heute stolz ist, bekam das Unternehmen auf der Pariser Ausstellung von 1900, als das Weinhaus mit dem Preis „Mention Honourable“ ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung hob neben der Qualität des Weins auch die innovative Flaschenherstellung, die Präsentation (das Etikett) als auch die Verkorkung mit einer Sicherheitsschnur. 

Weitere 10 Jahre später verzeichnete das Familienunternehmen bereits einen Absatz von einer Million Weinflaschen, die auch den Auswanderern nach Argentinien und in die USA folgten und das Weinunternehmen in beiden Amerikas bekannt machten. So wurde der Lambrusco zu einem wichtigen Exportgut. In dieser Zeit expandierte das Weinunternehmen, das nun von Cletos Sohn Anselmo geleitet wurde, auch in Bezug auf die eigene Ausdehnung und erwarb 1925 in unmittelbarer Stadtnähe ein großes Landstück für weitere Weinberge. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gut durch Bombeneinschläge der Alliierten beschädigt und produzierte erst wieder ab 1946, nachdem es von Anselmos Söhnen, Giovanni und Giorgio, übernommen und wieder instandgesetzt wurde. Das Chiarli-Weinunternehmen konnte in den folgenden Jahren wie Phönix aus der Asche auferstehen und vermeldete schon bald einen neuen Rekord in der Weinproduktion, die auf drei Millionen Flaschen pro Jahr stieg. 

Ein anderes wichtiges Datum in der Annalen des Chiarli-Weinguts ist das Jahr 1958. In diesem Jahr haben die Winzer als erste in der Region Emilia Romagna die „Charmat-Methode“ angewendet und den Gärungsvorgang beim geschlossenen Tank durchgeführt (Cuves Closes). Diese Methode führte zu einer Steigerung der olfaktorischen und geschmacklichen Qualitäten des Lambruscos, der auf diese Weise seinen Charakter noch einmal ausbauen konnte. Die ungebrochen steigende Nachfrage nach den Weinen aus dem Hause Chiarli führte zu weiterem Ausbau der Kellereien und Investitionen in modernstes technisches Knowhow in den 1960er und 1970er Jahren. Das Flaggschiff dieser Zeit war das „Centenario“ (Hundertstel), ein Sorbara-Wein, der zum 100-jährigen Jubiläum des Weinguts kreiert wurde. 

Seit 2002 leiten Giorgio Chiarlis Söhne, Anselmo und Mauro, offiziell die Geschicke des Weinguts, nun in vierter Generation. Mauro Chiarli ist der Mann der Praxis – er leitet die Arbeiten in den Weinbergen und im Weinkeller – während sein Bruder Anselmo die Geschäftsführung und das Vertriebsmanagement übernimmt. Die Arbeit der beiden Brüder wird hervorragend unterstützt durch den gewandten Vertriebs- und Marketingleiter Roberto Saletto sowie die Weinmacher Franco de Biasio und Michele Faccin.

Die Führungsübernahme ist gekennzeichnet durch ein großes Projekt der beiden Brüder: den Bau eines neuen Weinguts. Zu Ehren des Gründers des Familienunternehmens wurde das neue Weingut „Cleto Chiarli“ benannt, wohingegen das alte Weingut den Namen „Chiarli 1860“ erhielt. 

Das 2002 umgesetzte Bauvorhaben hatte ein doppeltes Ziel zu erfüllen: Eine Weinkellerei aufzubauen, die auf modernster Technologie beruht und fähig ist, die Trauben aller Chiarli-Weingüter auf höchster Qualitätsstufe zu verarbeiten und gleichzeitig alle Lambrusco-Rebsorten zu kultivieren, die in Modena seit jeher angebaut wurden. Für die Umsetzung wurde Tenuta Cialdini, beziehungsweise die Azienda Agricola Castelvetro auserkoren. In den Bau wurde viel Knowhow und persönlicher Einsatz gesteckt, denn die Bauherren wollten das Erbe, die Tradition und die an diesem Ort stehenden historischen Gebäudes mit der Modernität der technischen und funktionalen Anlagen auf einem möglichst harmonischen Weg miteinander verbinden. Dieses ehrgeizige Projekt ist im Jahr 2003 geglückt und mit dem neuer Prestigelabel „Cleto Chiarli“ abgeschlossen worden. 

Lambrusco in vielen Varianten

Die Weinkellerei Chiarli hat sich auf die Weinrebe Lambrusco und die daraus gekelterten mannigfaltigen Lambrusco-Weinsorten spezialisiert. Die Produktion aus der Weinkellerei Cleto Chiarli beläuft sich auf circa 18, die der Chiarli 1860 auf circa 28 verschiedene Weinposten, zu denen sowohl Still- als auch Schaumweine aus der DOC- und DOCG-Appellationen (Modena und Bolognesi) gehören. Aus der Rebsorte Lambrusco di Sorbara entstehen die DOC-Premiumweine „Vecchia“ und „Fondatore“. Der Lambrusco Grasparossa di Castelvetro DOC wird hingegen vorwiegend für den Premiumwein „Vigneto Cialdini“, einen sortenreinen Lagenwein, verwendet. Eine schöne Besonderheit ist der DOCG-Premiumwein „Colli Bolognesi Pignoletto“. 

Das Portfolio ist in drei Linien aufgeteilt. Diese Aufteilung entspricht im Wesentlichen auch den drei Produktionsstätten der Familie Chiarli. Die Weine der „Cleto Chiarli“-Linie werden in der Tenuta Ciadini in Castelvetro hergestellt, wo die Spitzenweine und Flaggschiffe des Unternehmens ihre Heimat haben. Unter dem Label der Chiarli 1860 entstehen mittlerweile auch Sangiovese- und Trebbiano-Weine. 

Die Weinkellerei Chiarli hat so einige herausragende Überraschungen zu bieten, wozu auf jeden Fall der Lambrusco di Sorbara gehört, der nach der Champagner-Methode hergestellt wird, oder jene Lambruschi, die nach dem sogenannten Rifermentazione-Ancestrale-Verfahren entstehen, das heißt, hier verbleibt die Hefe aus dem zweiten Gärvorgang in der Flasche.

 

Chiarli 1860 & Cleto Chiarli

Gründungsjahr: 1860
Eigentümer: Anselmo und Mauro Chiarli
Önologen: Franco de Biasio und Michele Faccin
Jahresproduktion: ca. 20.000.000 Flaschen
Rebfläche: 140 Hektar

Kontakt:
Chiarli 1860
Via Manin, 15
41122 Modena (MO), Italien

Cleto Chiarli Tenute agricole
Via Belvedere, 4
41014 Castelvetro di Modena (MO), Italien

Tel. +39 (0) 59 316 3311
Fax +39 (0) 39 059 313705

eMail: italia@chiarli.it / accoglienza.cletochiarli@chiarli.it

Internetpräsenz: www.chiarli.it

Notabene: Das Weingut Cleto Chiarli in Castelvetro gehört zu den schönsten Anlagen dieser Art in Emilia Romanga. Das liegt nicht zuletzt an dem historischen Hauptgebäude, der Villa Cialdini, und ihrer schönen Umgebung. Hier erblickte 1811 der spätere General Enrico Cialdini das Licht der Welt, der schon früh ein glühender Patriot und wichtiger Mitstreiter während des Risorgimento – dem Kampf der Italiener für die Unabhängigkeit und Einigkeit des zersplitterten Landes – wurde. Die gesamte Anlage ist behutsam restauriert und mit schönen alten Mobiliar ausgestattet. In dieser außergewöhnlichen Location können Sie eine Weintour durch die Weingärten, den Weinkeller mit abschließendem Degustation unternehmen. Dieses Erlebnis ist ausschließlich nach Voranmeldung und Reservierung per eMail (s.o.) möglich.