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Produkte von Argiano

Argiano – Brunelli der italienischen Elite 

Das Weingut Argiano blickt auf eine famose Geschichte voller Patrizier, Dichter und Denker zurück, die die edlen roten Tropfen der Tenuta zu ihren Lieblingsweinen erklärten und ein Hohelied auf ihre Qualität sangen. So auch der berühmte italienische Dichter Carducci, der sich über die Herbheit der Welt hinwegtröstete „mit dem Wein aus Argiano, der so köstlich ist…“ („nella quale asprezza mi tersi col vin d’Argiano, il quale è molto buono…“).

Die Tenuta Argiano liegt südwestlich von Mantalcino und besteht aus mehreren uralten Gebäudekomplexen. Im Herzen der Tenuta liegt der hochherrschaftliche Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, von wo aus der Blick über Wälder, Reben und über den Fluss Orcia schweift. An diesem historischen Ort werden mit die besten Brunelli und der Super Tuscan „Solengo“ gekeltert. Das kleine Weinportfolio der Tenuta Argiano macht einem Weinliebhaber der besonderen roten Tropfen die Entscheidung geradezu kinderleicht: einfach alles doppelt kaufen – einmal für den sofortigen, und einmal für den vollständigen Genuss in circa 15 Jahren. Wer die Weine der Tenuta Argiano probiert hat, der wird sie sicherlich ganz im Sinne des Mottos im Hauswappen „non confunditur“ – nicht so leicht verwechseln.

Arigiano: Super Tuscans und Brunello-Weine gemacht „aus Respekt“

Die Tenuta di Argiano (auch Fattoria di Argiano) liegt unweit des mittlerweile unter den Weinkennern berühmten mittelalterlichen Weilers Montalcino in der Toskana. Das Weingut geht zurück auf das frühe 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Weingütern Italiens. Die Tenuta besteht aus circa 125 Hektar Land, wovon 51 Hektar dem Weinanbau vorbehalten sind. Auf dem Rest wachsen uralte Olivenbäume und Wälder. Die Tenuta ist auf Brunello-Weine spezialisiert, und daher liegt ihr Augenmerkt auf dem Anbau von Sangiovese di Montalcino, einem Klon der Sangiovese Grosso, hier Brunello genannt. Im kleineren Maßstab baut die Tenuta auch internationale Varietäten wie Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon an.

Die Tenuta produziert im Jahr durchschnittlich 550.000 Flaschen, davon über 200.000 Brunello-di-Montalcino-Weine. Damit gehört sie zu den zehn größten Weinbetrieben der Region was die Produktion von Brunnello Montalcino and Rosso di Montalcino betrifft. Gleichzeitig ist die Tenuta ein starker Exporteur vor allem nach Japan, Großbritannien, Dänemark, Brasilien und in die USA.

Önologische Berühmtheiten wie Giacomo Tachi, der den Super Tuscan „Solengo“ kreierte, aber auch seit 2003 sein Nachfolger, der talentierte und umtriebige Star-Önologe und Weinmanager Hans Vinding-Diers, machen Argianos Brunelli weltweit berühmt. Der neue Gutsverwalter, der gleichfalls seit 2003 für Kontinuität sorgt, ist Pepe Schib Graciani.

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Argiano – Brunelli der italienischen Elite 

Das Weingut Argiano blickt auf eine famose Geschichte voller Patrizier, Dichter und Denker zurück, die die edlen roten Tropfen der Tenuta zu ihren Lieblingsweinen erklärten und ein Hohelied auf ihre Qualität sangen. So auch der berühmte italienische Dichter Carducci, der sich über die Herbheit der Welt hinwegtröstete „mit dem Wein aus Argiano, der so köstlich ist…“ („nella quale asprezza mi tersi col vin d’Argiano, il quale è molto buono…“).

Die Tenuta Argiano liegt südwestlich von Mantalcino und besteht aus mehreren uralten Gebäudekomplexen. Im Herzen der Tenuta liegt der hochherrschaftliche Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, von wo aus der Blick über Wälder, Reben und über den Fluss Orcia schweift. An diesem historischen Ort werden mit die besten Brunelli und der Super Tuscan „Solengo“ gekeltert. Das kleine Weinportfolio der Tenuta Argiano macht einem Weinliebhaber der besonderen roten Tropfen die Entscheidung geradezu kinderleicht: einfach alles doppelt kaufen – einmal für den sofortigen, und einmal für den vollständigen Genuss in circa 15 Jahren. Wer die Weine der Tenuta Argiano probiert hat, der wird sie sicherlich ganz im Sinne des Mottos im Hauswappen „non confunditur“ – nicht so leicht verwechseln.

Arigiano: Super Tuscans und Brunello-Weine gemacht „aus Respekt“

Die Tenuta di Argiano (auch Fattoria di Argiano) liegt unweit des mittlerweile unter den Weinkennern berühmten mittelalterlichen Weilers Montalcino in der Toskana. Das Weingut geht zurück auf das frühe 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Weingütern Italiens. Die Tenuta besteht aus circa 125 Hektar Land, wovon 51 Hektar dem Weinanbau vorbehalten sind. Auf dem Rest wachsen uralte Olivenbäume und Wälder. Die Tenuta ist auf Brunello-Weine spezialisiert, und daher liegt ihr Augenmerkt auf dem Anbau von Sangiovese di Montalcino, einem Klon der Sangiovese Grosso, hier Brunello genannt. Im kleineren Maßstab baut die Tenuta auch internationale Varietäten wie Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon an.

Die Tenuta produziert im Jahr durchschnittlich 550.000 Flaschen, davon über 200.000 Brunello-di-Montalcino-Weine. Damit gehört sie zu den zehn größten Weinbetrieben der Region was die Produktion von Brunnello Montalcino and Rosso di Montalcino betrifft. Gleichzeitig ist die Tenuta ein starker Exporteur vor allem nach Japan, Großbritannien, Dänemark, Brasilien und in die USA.

Önologische Berühmtheiten wie Giacomo Tachi, der den Super Tuscan „Solengo“ kreierte, aber auch seit 2003 sein Nachfolger, der talentierte und umtriebige Star-Önologe und Weinmanager Hans Vinding-Diers, machen Argianos Brunelli weltweit berühmt. Der neue Gutsverwalter, der gleichfalls seit 2003 für Kontinuität sorgt, ist Pepe Schib Graciani.

Der Erfolg der Tenuta Argiano ruht auf drei Säulen: 1. beste Denominationen von Montalcino mit ihren jeweils besonderen klimatischen Verhältnissen und dem gesunden Terroir, das charakteristische Gewächse hervorbringt. Fast alle Denominationen sind nach Süden ausgerichtet und bestehen aus lehmdurchzogenen Kreideböden, auf denen die Briesen vom nahen Meer für gute Durchlüftung sorgen, 2. herausragende Önologen und 3. modernste technische Vinifizierungsmethoden sowie die dazugehörende Gerätschaften. Doch wenn man die Besitzer der Tenuta fragt, so werden sie vor allem eines für den Grund des enormen Erfolges ihrer Qualitätsweine nennen: den Respekt. Respekt vor der Natur, vor der Tradition des Kelterns in Montalcino und Respekt von den unverfälschten, charaktervollen Weinen der Region. Die Weinkeller aus dem 16. Jahrhundert tragen immer noch zum Ausbau der Brunello-Weine bei, genauso wie der neugebaute Keller nicht nur die allerneusten Weinbereitungsgeräte beherbergt, sondern sich darüber hinaus harmonisch in die alte Kulturlandschaft des Landguts einbringt. Das Motto könnte sein: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Die Tenuta Argiano möchte Reben – die Stockdichte liegt bei 7.000 Pflanzen pro Hektar – so anbauen, dass das Weinmachen möglichst harmonisch mit sie umgebenden Natur einhergeht. Die Konsequenz ist, dass die Tenuta mittlerweile biologisch arbeitet.

Römer, Patrizia und Künstler – Argianos uralte Geschichte

Das Weingut Argiano liegt auf einem uralten Areal, auf dem in der Römerzeit ein Tempel des Gottes Janus stand. Man nannte die Gegend daher „Ara Jani“, woraus sich der Name „Argiano“ ableitet. Man kennt Argiano bereits aus den Analen der Abtei Sant‘ Antimo, der es in dieser Zeit untergestellt war. Ein Dokument von 1208 beglaubigt, dass das Landgut sich zu Sonderabgaben an die Stadt Siena verpflichtete, um die Kriegsschuld der Stadt tilgen zu helfen. Im 14. Jahrhundert ging das Gut in den Besitz der Republik Siena über und diente im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte den wichtigsten sienesischen Familien als Herrensitz.

Erste entscheidende Veränderungen erfuhr Argiano im 16. Jahrhundert, als die damaligen Besitzer, die Patrizierfamilie Pecci aus Siena, entschied, eine prächtige Landvilla zu errichten und aus dem Landgut ein Weingut zu machen. So entstand nach den Plänen des Architekten Baldassarre Peruzzi in den Jahren 1581 bis 1596 eines der schönsten und gleichzeitig der prächtigsten Herrenhäuser der Region, das bereits mit einem Weinkeller ausgestattet war. Im Laufe der Zeit wurde das Weingut an die Grafen von Pieri übertragen und schließlich auf die Marquisen Ballanti Merli und das Grafen- und Herzogsgeschlecht Gaetani Lovatelli vererbt.

Im 19. Jahrhundert kam es zu der zweiten bedeutsamen Entwicklung als die Herzogin Ersilia Caetani Lovatelli die Leitung der Fattoria übernahm. Mit kenntnisreicher und kluger Hand leitete sie die Geschicke des Weinguts und baute die Produktion der Brunello-Weine aus. Gleichzeitig vermarktete sie ihre Weine äußerst erfolgreich in den wichtigsten Kunst- und Literatursalons ihrer Zeit und machte sie in der Künstler- und Adelswelt ausnehmend gefragt.

Die 1930er Jahre kennzeichnen wichtige Auftritte der Fattoria di Argiano auf nationalen und internationalen Weinmessen, auf denen der Brunello des Weinguts große Anerkennung findet und prämiert wird (Lebensmittelmesse Brüssel 1932). Die Fattoria di Argiano gehört zusammen mit einigen wenigen historischen Weinkellereien der Montalcino-Region zu Gründungsgruppe des Consortio de Brunello di Montalcino, das 1967 gemeinsam ins Leben gerufen wurde, um Brunello-Weine in ihrer Qualität und Tradition zu schützen und gleichzeitig besser zu vermarkten.

Eine dritte und schlussendlich wichtigste neuzeitliche Veränderung, die das Weingut endgültig auf ein qualitativ höchstes Niveau stellte, geschah 1992. In diesem Jahr übernahm Gräfin Noemi Marone Cinzano das Landgut. Zu diesem Zeitpunkt war sie dem Adligen Gelasio Gaetani Lovatelli aus Montalcino verheiratet, und übernahm die Tenuta von der Mutter ihres Gattens, der Herzogin Gaetani Lovatelli, die bis dato auf dem Weingut residierte. Unter der Regie der im Weinmachen und im Management bewanderten Noemi Marone Cinzano folgten wichtige Jahre, in denen der Weinkeller vollständig renoviert und technisch auf den neusten Stand der Vinifizierungsmethoden gestellt wurde. Giacomo Tachi – der Papst unter den italienischen Önologen – wurde erfolgreich für die Tenuta verpflichtet und die Weinberge wurden durch Zukäufe noch einmal erweitert.

Das Jahr 2008 gehört sicherlich zu den schwierigsten in der Geschichte des Weinguts, als nämlich die Staatsanwaltschaft gegen einige Winzer von Montalcino sowie auch auf dem Weingut Argiano zu ermitteln begann. Geprüft wurde der Vorwurf einer Weinkontamination bei der dem Brunello-Wein, der per Gesetz aus 100% Sangiovese-Trauben hergestellt sein muss, unerlaubterweise andere Weine zugesetzt worden wären. Dieser Weinskandal wurde besonders aufmerksam durch die Presse verfolgt und unter dem Namen „Brunellopoli“ – in der angloamerikanischen Presse „Brunellogate“ – skandalträchtig aufgemacht, zumal handfeste Informationen kaum weitergeleitet wurden. Der Eklat führte zum zeitweiligen Einfuhrstopp der Brunello-Weine in die USA. Die Tenuta Argiano unter der Führung der Gräfin Cinzano entschied während dieser Zeit, die „suspekten“ Weine nicht als Brunello di Montalcino auf den Markt zu bringen, sondern als sogenannte „Super Tuscans“, das heißt in der Qualität herausragende aber nur IGT, Indicazione Geografica Tipica, statt DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) zertifizierte Weine herauszubringen.

Wenige Jahre später, als der Makel der Weinaffäre die ehemals betroffenen Weingüter nicht mehr tangierte, hat Gräfin Cinzano im Februar 2013 die Tenuta di Argiano einer nicht weiter erklärten brasilianischen Unternehmergruppe für circa 50 Millionen Euro verkauft. Diese Entscheidung mag im Zusammenhang damit stehen, dass sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten und Geschäftspartner, Hans Vinding-Diers, gebürtigen Südafrikaner und Weinunternehmer aus Stellenbosch mit dänischen Familienwurzeln, eine der weltweit renommiertesten Weinkellereien aufbaute. Die Rede ist von Noemía de Patagonia, einem biodynamischen Weingut in Argentinien, dessen Flaggschiff zu den „1001 Weinen“ gehört, „den Sie getrunken haben sollten, bevor Sie sterben“ (aus: „1001 Wines: You Must Try Before You Die“ 2011). Hans Vinding-Diers bleibt jedoch weiterhin der Önologe der Tenuta Argiano.

Die Weinpalette der Tenuta: übersichtlich und grandios zugleich

Weine, die die Tenuta di Argiano anbietet, sind allesamt Qualitätsweine, die so manche Preise und Auszeichnungen den Weinmachern bescherten. Die Weinpalette ist mit nur fünf Weinen sehr übersichtig und das macht sie stark. Argiano ist auf Brunello spezialisiert, doch sie setzt vor allem auf Charakterweine: „Unser Ziel ist es, die Qualitäten des Terroirs bestmöglich auszunutzen, um aus jedem Rebstock eine große Flasche zu erzeugen.“ Und das gelingt hier zweifelsohne.

Das Flaggschiff des Weinhauses ist der „Argiano Brunello di Montalcino“ DOCG, ein Brunello der Superlative, gemacht seit 1888 ausschließlich aus den besten Trauben der besten Lagen der Tenuta. Bei diesem Brunello stimmt alles: Intensität, volles Bouquet, Eleganz, feine Tannine gepaart mit fruchtiger Frische. Der dabei Clou: Der Wein altert in zwei verschiedenen Fässern – ein Jahr in Barrique und Tonneaux verschiedener Größe, zweites Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche –, anschließend wird er in Zementbehälter umgefüllt. Hier vergibt James Suckling nicht nur einmal begehrte Punktzahlen, wie beispielsweise für den Jahrgang 2010 schon 98 Punkte. Die preisgünstigere, aber alles andere als schlechtere Variante ist der „Argiano Rosso di Montalcino“ DOC. Der „kleine Bruder“ des Flaggschiffs ist ein 100-prozentiger Sangiovese und wird aus den Trauben alter Rebstöcke, die rund um den Palazzo wachsen, gewonnen und genauso strengen Auswahlkriterien unterzogen. Der Argiano „Suolo“ IGT ist durch und durch ein Charakterwein, ein 100-prozentiger Sangiovese, der sein Terroir am besten zum Ausdruck bringt. Für diesen komplexen Wein zeichnet der Star-Önologe Hans Vinding-Diers verantwortlich, der ihn aus den Trauben der ältesten Sangiovese-Rebstöcke macht, und ihn bezeichnenderweise „Suolo“, der „Boden“, nennt.

„Solengo“ IGT, der Name bedeutet soviel wie „solitäres Wildschwein“, ist der vierte Rote im Portfolio von Argiano und auch hier scheint der Name Programm zu sein. Diese Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Merlot und Syrah ist stark und eigensinnig wie ein Wildschwein, dabei perfekt in seinen Maßen. Mit diesem Wein zeigte der legendäre Önologe Giacomo Tachi, was in dem Terroir der Montalcino-Region selbst steckt. Mit dem „einsamen Wildschwein“ produzierte er einen unvergesslichen „Super Tuscan“. Und schließlich ist da noch der fünfte im Bunde der Qualitätsweine von Argiano: der „NC“ IGT. Die Abkürzung steht für „Non Confunditur“, für einen Wein also, der nicht verwechselt werden und als einzigartig dastehen möchte. Dieser lateinische Ausdruck ist übrigens dem Wappen des Weinguts entnommen. Die Weinmacher von Argiano bezeichnen ihren „NC“ als „unser erstaunlicher Baby-Super-Tuscan“, der „den Spuren des großen Solengo“ folgt.

Tenuta di Arigiano

Gründungsjahr: 16. Jahrhundert


Eigentümer: brasilianische, nicht weiter genannte Unternehmergruppe


Önologe: Hans Vinding-Diers


Jahresproduktion: ca. 550.000 Flaschen


Rebfläche: 51 Hektar im biologischen Anbau


Kontakt: Argiano S.p.A. Società Agricola


S. Angelo in Colle


53024 Montalcino (SI)
 Italien

Tel. +39 (0)577 844037

Fax +39 (0)577 844210

eMail: argiano@argiano.net

Internetpräsenz: www.argiano.net

Notabene: 
Neben Weinen stellt die Tenuta Argiano auch einen Grappa di Brunello und ein Olio extra vergine di oliva. Die Tenuta Argiano kann nach Voranmeldung (eMail) besichtig werden. Sie betreibt auf dem Weingutgelände auch eine Enoteca (mit offenen Weinen) und bietet Agroturismo „Posta l’Orciaia“ in einem top-renovierten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert neben dem Palazzo. Zu Ihrer exklusiven Ferienwohnung gehört nicht nur ein Swimmingpool, sondern auch eine alte Kapelle.

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Der Erfolg der Tenuta Argiano ruht auf drei Säulen: 1. beste Denominationen von Montalcino mit ihren jeweils besonderen klimatischen Verhältnissen und dem gesunden Terroir, das charakteristische Gewächse hervorbringt. Fast alle Denominationen sind nach Süden ausgerichtet und bestehen aus lehmdurchzogenen Kreideböden, auf denen die Briesen vom nahen Meer für gute Durchlüftung sorgen, 2. herausragende Önologen und 3. modernste technische Vinifizierungsmethoden sowie die dazugehörende Gerätschaften. Doch wenn man die Besitzer der Tenuta fragt, so werden sie vor allem eines für den Grund des enormen Erfolges ihrer Qualitätsweine nennen: den Respekt. Respekt vor der Natur, vor der Tradition des Kelterns in Montalcino und Respekt von den unverfälschten, charaktervollen Weinen der Region. Die Weinkeller aus dem 16. Jahrhundert tragen immer noch zum Ausbau der Brunello-Weine bei, genauso wie der neugebaute Keller nicht nur die allerneusten Weinbereitungsgeräte beherbergt, sondern sich darüber hinaus harmonisch in die alte Kulturlandschaft des Landguts einbringt. Das Motto könnte sein: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Die Tenuta Argiano möchte Reben – die Stockdichte liegt bei 7.000 Pflanzen pro Hektar – so anbauen, dass das Weinmachen möglichst harmonisch mit sie umgebenden Natur einhergeht. Die Konsequenz ist, dass die Tenuta mittlerweile biologisch arbeitet.

Römer, Patrizia und Künstler – Argianos uralte Geschichte

Das Weingut Argiano liegt auf einem uralten Areal, auf dem in der Römerzeit ein Tempel des Gottes Janus stand. Man nannte die Gegend daher „Ara Jani“, woraus sich der Name „Argiano“ ableitet. Man kennt Argiano bereits aus den Analen der Abtei Sant‘ Antimo, der es in dieser Zeit untergestellt war. Ein Dokument von 1208 beglaubigt, dass das Landgut sich zu Sonderabgaben an die Stadt Siena verpflichtete, um die Kriegsschuld der Stadt tilgen zu helfen. Im 14. Jahrhundert ging das Gut in den Besitz der Republik Siena über und diente im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte den wichtigsten sienesischen Familien als Herrensitz.

Erste entscheidende Veränderungen erfuhr Argiano im 16. Jahrhundert, als die damaligen Besitzer, die Patrizierfamilie Pecci aus Siena, entschied, eine prächtige Landvilla zu errichten und aus dem Landgut ein Weingut zu machen. So entstand nach den Plänen des Architekten Baldassarre Peruzzi in den Jahren 1581 bis 1596 eines der schönsten und gleichzeitig der prächtigsten Herrenhäuser der Region, das bereits mit einem Weinkeller ausgestattet war. Im Laufe der Zeit wurde das Weingut an die Grafen von Pieri übertragen und schließlich auf die Marquisen Ballanti Merli und das Grafen- und Herzogsgeschlecht Gaetani Lovatelli vererbt.

Im 19. Jahrhundert kam es zu der zweiten bedeutsamen Entwicklung als die Herzogin Ersilia Caetani Lovatelli die Leitung der Fattoria übernahm. Mit kenntnisreicher und kluger Hand leitete sie die Geschicke des Weinguts und baute die Produktion der Brunello-Weine aus. Gleichzeitig vermarktete sie ihre Weine äußerst erfolgreich in den wichtigsten Kunst- und Literatursalons ihrer Zeit und machte sie in der Künstler- und Adelswelt ausnehmend gefragt.

Die 1930er Jahre kennzeichnen wichtige Auftritte der Fattoria di Argiano auf nationalen und internationalen Weinmessen, auf denen der Brunello des Weinguts große Anerkennung findet und prämiert wird (Lebensmittelmesse Brüssel 1932). Die Fattoria di Argiano gehört zusammen mit einigen wenigen historischen Weinkellereien der Montalcino-Region zu Gründungsgruppe des Consortio de Brunello di Montalcino, das 1967 gemeinsam ins Leben gerufen wurde, um Brunello-Weine in ihrer Qualität und Tradition zu schützen und gleichzeitig besser zu vermarkten.

Eine dritte und schlussendlich wichtigste neuzeitliche Veränderung, die das Weingut endgültig auf ein qualitativ höchstes Niveau stellte, geschah 1992. In diesem Jahr übernahm Gräfin Noemi Marone Cinzano das Landgut. Zu diesem Zeitpunkt war sie dem Adligen Gelasio Gaetani Lovatelli aus Montalcino verheiratet, und übernahm die Tenuta von der Mutter ihres Gattens, der Herzogin Gaetani Lovatelli, die bis dato auf dem Weingut residierte. Unter der Regie der im Weinmachen und im Management bewanderten Noemi Marone Cinzano folgten wichtige Jahre, in denen der Weinkeller vollständig renoviert und technisch auf den neusten Stand der Vinifizierungsmethoden gestellt wurde. Giacomo Tachi – der Papst unter den italienischen Önologen – wurde erfolgreich für die Tenuta verpflichtet und die Weinberge wurden durch Zukäufe noch einmal erweitert.

Das Jahr 2008 gehört sicherlich zu den schwierigsten in der Geschichte des Weinguts, als nämlich die Staatsanwaltschaft gegen einige Winzer von Montalcino sowie auch auf dem Weingut Argiano zu ermitteln begann. Geprüft wurde der Vorwurf einer Weinkontamination bei der dem Brunello-Wein, der per Gesetz aus 100% Sangiovese-Trauben hergestellt sein muss, unerlaubterweise andere Weine zugesetzt worden wären. Dieser Weinskandal wurde besonders aufmerksam durch die Presse verfolgt und unter dem Namen „Brunellopoli“ – in der angloamerikanischen Presse „Brunellogate“ – skandalträchtig aufgemacht, zumal handfeste Informationen kaum weitergeleitet wurden. Der Eklat führte zum zeitweiligen Einfuhrstopp der Brunello-Weine in die USA. Die Tenuta Argiano unter der Führung der Gräfin Cinzano entschied während dieser Zeit, die „suspekten“ Weine nicht als Brunello di Montalcino auf den Markt zu bringen, sondern als sogenannte „Super Tuscans“, das heißt in der Qualität herausragende aber nur IGT, Indicazione Geografica Tipica, statt DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) zertifizierte Weine herauszubringen.

Wenige Jahre später, als der Makel der Weinaffäre die ehemals betroffenen Weingüter nicht mehr tangierte, hat Gräfin Cinzano im Februar 2013 die Tenuta di Argiano einer nicht weiter erklärten brasilianischen Unternehmergruppe für circa 50 Millionen Euro verkauft. Diese Entscheidung mag im Zusammenhang damit stehen, dass sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten und Geschäftspartner, Hans Vinding-Diers, gebürtigen Südafrikaner und Weinunternehmer aus Stellenbosch mit dänischen Familienwurzeln, eine der weltweit renommiertesten Weinkellereien aufbaute. Die Rede ist von Noemía de Patagonia, einem biodynamischen Weingut in Argentinien, dessen Flaggschiff zu den „1001 Weinen“ gehört, „den Sie getrunken haben sollten, bevor Sie sterben“ (aus: „1001 Wines: You Must Try Before You Die“ 2011). Hans Vinding-Diers bleibt jedoch weiterhin der Önologe der Tenuta Argiano.

Die Weinpalette der Tenuta: übersichtlich und grandios zugleich

Weine, die die Tenuta di Argiano anbietet, sind allesamt Qualitätsweine, die so manche Preise und Auszeichnungen den Weinmachern bescherten. Die Weinpalette ist mit nur fünf Weinen sehr übersichtig und das macht sie stark. Argiano ist auf Brunello spezialisiert, doch sie setzt vor allem auf Charakterweine: „Unser Ziel ist es, die Qualitäten des Terroirs bestmöglich auszunutzen, um aus jedem Rebstock eine große Flasche zu erzeugen.“ Und das gelingt hier zweifelsohne.

Das Flaggschiff des Weinhauses ist der „Argiano Brunello di Montalcino“ DOCG, ein Brunello der Superlative, gemacht seit 1888 ausschließlich aus den besten Trauben der besten Lagen der Tenuta. Bei diesem Brunello stimmt alles: Intensität, volles Bouquet, Eleganz, feine Tannine gepaart mit fruchtiger Frische. Der dabei Clou: Der Wein altert in zwei verschiedenen Fässern – ein Jahr in Barrique und Tonneaux verschiedener Größe, zweites Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche –, anschließend wird er in Zementbehälter umgefüllt. Hier vergibt James Suckling nicht nur einmal begehrte Punktzahlen, wie beispielsweise für den Jahrgang 2010 schon 98 Punkte. Die preisgünstigere, aber alles andere als schlechtere Variante ist der „Argiano Rosso di Montalcino“ DOC. Der „kleine Bruder“ des Flaggschiffs ist ein 100-prozentiger Sangiovese und wird aus den Trauben alter Rebstöcke, die rund um den Palazzo wachsen, gewonnen und genauso strengen Auswahlkriterien unterzogen. Der Argiano „Suolo“ IGT ist durch und durch ein Charakterwein, ein 100-prozentiger Sangiovese, der sein Terroir am besten zum Ausdruck bringt. Für diesen komplexen Wein zeichnet der Star-Önologe Hans Vinding-Diers verantwortlich, der ihn aus den Trauben der ältesten Sangiovese-Rebstöcke macht, und ihn bezeichnenderweise „Suolo“, der „Boden“, nennt.

„Solengo“ IGT, der Name bedeutet soviel wie „solitäres Wildschwein“, ist der vierte Rote im Portfolio von Argiano und auch hier scheint der Name Programm zu sein. Diese Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Merlot und Syrah ist stark und eigensinnig wie ein Wildschwein, dabei perfekt in seinen Maßen. Mit diesem Wein zeigte der legendäre Önologe Giacomo Tachi, was in dem Terroir der Montalcino-Region selbst steckt. Mit dem „einsamen Wildschwein“ produzierte er einen unvergesslichen „Super Tuscan“. Und schließlich ist da noch der fünfte im Bunde der Qualitätsweine von Argiano: der „NC“ IGT. Die Abkürzung steht für „Non Confunditur“, für einen Wein also, der nicht verwechselt werden und als einzigartig dastehen möchte. Dieser lateinische Ausdruck ist übrigens dem Wappen des Weinguts entnommen. Die Weinmacher von Argiano bezeichnen ihren „NC“ als „unser erstaunlicher Baby-Super-Tuscan“, der „den Spuren des großen Solengo“ folgt.

Tenuta di Arigiano

Gründungsjahr: 16. Jahrhundert


Eigentümer: brasilianische, nicht weiter genannte Unternehmergruppe


Önologe: Hans Vinding-Diers


Jahresproduktion: ca. 550.000 Flaschen


Rebfläche: 51 Hektar im biologischen Anbau


Kontakt: Argiano S.p.A. Società Agricola


S. Angelo in Colle


53024 Montalcino (SI)
 Italien

Tel. +39 (0)577 844037

Fax +39 (0)577 844210

eMail: argiano@argiano.net

Internetpräsenz: www.argiano.net

Notabene: 
Neben Weinen stellt die Tenuta Argiano auch einen Grappa di Brunello und ein Olio extra vergine di oliva. Die Tenuta Argiano kann nach Voranmeldung (eMail) besichtig werden. Sie betreibt auf dem Weingutgelände auch eine Enoteca (mit offenen Weinen) und bietet Agroturismo „Posta l’Orciaia“ in einem top-renovierten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert neben dem Palazzo. Zu Ihrer exklusiven Ferienwohnung gehört nicht nur ein Swimmingpool, sondern auch eine alte Kapelle.