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Renato Ratti

Renato Ratti – Barolo & Co vom legendären Ratti-Weingut 

Die Cantina Renato Ratti in dem winzigen Weiler La Morro ist dem weinhistorisch bewanderten Connaisseur sicherlich bestens bekannt, denn der Namensgeber Renato Ratti ist im Piemont ein legendärer Winzer. Er war es, der die Barolo-Weine aus der Versenkung herausholte und ihnen zu ihrer wahren Natur verhalf. Die Weinberge der Cantina liegen in verschiedenen DOC- und DOCG-Appellationen, zu denen Barolo, Dolcetto d'Alba, Barbera d'Alba, Barbera d'Asti und Monferrato gehören. Alles berühmt gewordene Lagen rund um den Weinweiler Barolo. Gemacht und getan wird in der Cantina nach alten Methoden. Wenn man daraus schlussfolgert, dies sei 'veraltet', der irrt. Seit den 1960ern wird auf "Renato Ratti" innovatives Vinifizieren großgeschrieben. Die Ergebnisse, die Weltruhm auf internationalem Weinparkett einheimsen, sprechen Bände. Bezeichnend für den viel zu früh verstorbenen Ratti Senior ist sein Statement: "Ich kam ohne Familientradition in die Welt der Weinherstellung. Ich glaube, dass dieses Eröffnungszugeständnis wichtig ist, um frei von jeglichen Ahnenbindungen oder Verantwortungen zu sein. So musste ich dem Barolo [Wein] weder mit Stolz noch vorurteilsfrei gegenübertreten, sondern mit uneingeschränkter Freiheit." Das hat sich bis heute ausgezahlt! Für kontinuierliche Spitzenprodukte sorgen heutzutage sein Sohn Pietro Ratti und Massimo Martinelli.

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Piemont
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Barbera d'Alba Battaglione DOC 2018 Renato Ratti
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Barolo Marcenasco 2016 DOCG 2016 Renato Ratti
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Barolo Conca 2016 DOCG 2016 Renato Ratti
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Barolo Rocche dell'Annunziata DOCG 2016 Renato...
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Chardonnay Langhe DOC Brigata 2019 Renato Ratti
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Beste Weinberglagen und viel Fingerspitzengefühl: Ratti für innovative Barolos & Co 

Das Weingut mit dem Namen seines Gründers Renato Ratti liegt in dem kleinen Weiler La Morra, circa vier Kilometer nördlich von Barolo. In La Morra befinden sich die ältesten Weinlagen der Region. Ratti bestockte seine Weinberge in den 1960er Jahren mehrheitlich neu. Insgesamt bewirtschaftet das Weingut 35 Hektar Rebflächen an verschiedenen Standorten in DOC- und DOCG-Appellationen in La Morra, Costigliole d'Asti und in Mango. Die besten Trauben liefern die Areale Rocche dell'Annunziata, Battaglione, Colombé, Conca, Ochetti und Marcenasco, die für gleichnamige Lagerweine Verwendung finden. Darunter finden sich die wichtigsten Lagen der gesamten Barolo-Region, namentlich Marcenasco, Conca (einer der ältesten Barolo-Subzonen) und Rocche dell'Annunziata, wo schon Mönche des 14. Jahrhunderts Wein anbauten. Das renommierte Anwesen wurde um eine neue, hochmoderne und architektonisch interessante Cantina von 2002 bis 2007 erweitert. 

Die Cantina Renato Ratti baut vor allem Nebbiolo-Trauben an. Doch das Weingut Ratti wäre nicht das, was es seit über 60 Jahren ist, wenn es nicht Tür und Tor für Innovationen offen ließe. Und so finden sich auf den Weinbergen auch Barbera-, Dolcetto-, Cabernet-Sauvignon-, Merlot- und Sauvignon-Blanc-Weintrauben wieder. Seit jeher arbeitet die Cantina nachhaltig, ökologisch beziehungsweise biodynamisch. War ihr Gründer bereits pedantisch in Bezug auf Qualität, so ist sein Sohn und Nachfolger Pietro ein geradezu darin verbissener Winzer. Bei ihm gehen moderne Vinifizierungstechniken und alte Winzerkenntnisse Hand in Hand. Für die Gärung verwendet Ratti Junior ausschließlich pestizid- und herbizidfreie Hefen der eigenen Trauben, daher müssen die Weinpflücker – es wird selbstverständlich händisch gearbeitet – Baumwollhandschuhe bei der Arbeit tragen. Die Abfüllung erfolgt bei Vollmond, ansonsten favorisiert die Cantina die vertrauten modernen Gerätschaften und Abläufe. Die erste Gärung entsteht in temperaturüberwachten Edelstahltanks, die malolaktische Gärung wird in Eichenfässern vorgenommen. Der Ausbau der Weine ist nicht einheitlich, sondern folgt den Bedürfnissen der jeweiligen Weinsorten und erfolgt sowohl in französischen Barriques, in großen klassischen Eichenfässern oder in einer Kombination aus beiden. 

Die Geschichte hinter der Ratti-Legende

Renato Ratti ist der unumstrittene Pionier und eine legendäre Gestalt in der Welt der piemontesischen Weine. Renato Ratti studierte in den 1950er Jahren Önologie in Alba und wanderte anschließend nach Brasilien aus, wo er in der Produktion von Schaumweinen und Wermut für Cinzano de Sao Paolo tätig war. Die Erfahrungen, die er dort machte, wurden zu Grundsteinen für seine eigene Weinproduktion in Piemont. Er folgte eine Vision von langlebigen, deutlich terroirbezogenen Qualitätsweinen unter Beachtung von traditionellen Produktionsmethoden aber unter modernem Wissen. 1965 kehrte er ins Piemont zurück und kaufte zeitnah das alte Weingut Marcenasco in La Morra, eine kleine Parzelle unmittelbar bei der mittelalterlichen Abtei L'Annunziata. Schon die Mönche der Abtei haben hier im 14. Jahrhundert Weine angebaut und so war Rattis erster Wein ein "historischer" Cru, der Marcenasco Barolo. Der Erfolg stellte sich bald ein und es folgten weitere Landkäufe in Mango und Costigliole d'Asti. Im Jahr 1969 ist das Jahr in dem Rattis Neffe und Önologe Massimo Martinelli dem Unternehmen beitritt und gemeinsam mit Renato einen neuen Vinifizierungsprozess entwickelt. Sowohl die Mazerations- als auch die Gärzeiten und die Eichenfasslagerung werden verkürzt und die Veredelung in der Flasche eingeführt. Es erfolgen weitere Landkäufe mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Cru-Lagen. Das Colombè-Weingut in Mango wird in den 1970er Jahren restauriert und die Abteigebäude des ehemaligen Klosters zu einem Weinmuseum der Ratti-Weine umgebaut. Schließlich wurde auch das ehemalige Familienanwesen, die Villa Pattono in Costigliole d'Asti, umgebaut. In den 1980er Jahren steht Renato Ratti am Zenit seiner winzerischen Tätigkeit und erntet viel Anerkennung für seine Bemühungen um die Identität der Barolo- beziehungsweise der Langhe-Weine. Man ernennt ihn zum Präsidenten des Barolo-Konsortiums und zum Generaldirektor des Asti-Konsortiums. In diesen Funktionen wird Ratti mitverantwortlich für die DOCG-Labelvergabe an die Alba-Appellationen. 

Sein Sohn Pietro Ratti übernahm vom Vater das Know-How und auch die Vision. Auch Pietro ist kein Traditionalist im engsten Sinne des Wortes. Für ihn sind Weine „lebendige Wesen“, die sich mit den Jahren verändern. Nicht nur in der Flasche, sondern auch in den Methoden ihrer Vinifizierung. Wie sein Vater so studierte auch Pietro auf der renommierten Önologieschule in Alba. Schon während seines Studiums war Pietro dazu gezwungen, die gesamte Last der Verantwortung für das väterliche Weingut zu übernehmen. Der Grund dafür war der plötzliche und verfrühte Tod seines Vaters im Jahr 1988. Pietro war gerade 20 Jahre alt als er die Leitung der Cantina übernehmen musste. Nach Jahren perfektionierender Arbeit sagt Pietro Ratti: "Qualität, Forschung, Leidenschaft, Respekt für unsere Geschichte und unser Land mit einem immer offenen Fenster in die Zukunft sind die Grundprinzipien unserer Philosophie und Ausdruck unserer Weine.“ 2007 eröffnete Pietro ein neues Weingut – die "Annunziata" – in den Annunziata-Hügeln, unweit des ersten Anwesens seines Vaters. Diese beachtenswerte neue Cantina ist nicht nur ultramodern, sondern auch sehr schön gestaltet und belohnt die Verkoster mit einem grandiosen Ausblick auf La Morra. Die moderne und innovative Philosophie der Weinbereitung, die Renato Ratti seit den 1960er Jahren eingeführt hat, liegt bis heute in den Händen seines Sohnes Pietro und seines Neffen Massimo Martinelli. 

Das Portfolio der Renato Ratti Weingüter

Das Portfolio der Cantina Renato Ratti spiegelt eine stark spezialisierte Auswahl regionaler Weinsorten wider. Die Weine punkten mit ihrer unübertroffenen Aromatik und brillanter Ausgewogenheit in den Geschmacksnoten. Drei Barolos DOCG aus den Cru-Lagen Marcenasco, Conca und Rocche dell' Annunziata führen das exquisite Portfolio der Cantina Ratti an. Das sind ohne Frage die Glanzsterne der Cantina – die Fahnenträger der Philosophie des Gründers vervollkommnet durch seinen Sohn und Neffen. Sie alle können problemlos weit über 20 Jahre hinaus gelagert werden. Ihnen auf dem Fuß folgen klassische Alba- und Asti-Weine: Barbera d'Alba Battaglione DOC, Barbera d'Asti Battaglione DOCG, Langhe Dolcetto Colombé DOC und Langhe Nebbiolo Ochetti DOC. Zwei stechen heraus aus der strengen Klassikerreihe: "Villa Pattono" ist eine Cuvée aus Barbera und Merlot und "I Cedri", ein sortenreiner Sauvignon-Blanc-Wein. Auch diese Weine haben ein fabelhaftes Alterungspotential, das zwischen 15 und 20 Jahren liegt.

 

Cantine Renato Ratti

Gründungsjahr: 1965
Eigentümer: Pietro Ratti
Önologe: Pietro Ratti
Jahresproduktion: 150.000 Flaschen
Rebfläche: ca. 35 ha in biodynamischem Anbau 

Notabene: Renato Ratti war nicht nur ein begnadeter Winzer, sondern auch Schriftsteller und Weinhistoriker, der lesenswerte Bücher über piemontesische Weine schrieb. In seinem Weinmuseum in dem ehem. Kloster können Sie einen Ratti-Führer über seine Barolo-Weine erwerben, in dem auch die historischen Anbaugebiete gut recherchiert und kenntnisreich beschrieben werden. Geführte, thematisch gestaltete Weintouren können online gebucht werden.